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Review: Candlemass |
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Album:
| | DEATH MAGIC DOOM, 2009, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 28.05.2011 |
Review:
| | Mit Doom Metal kann man mich ja jetzt nicht gerade hinter dem Ofen vorlocken. Wenn überhaupt, müssen da schon Anteile von Heavy Metal mit einspielen wie bei Black Sabbath und/oder eine großartige epische Atmosphäre entwickelt werden wie bei While Heaven Wept. Candlemass wurden mir trotzdem ans Herz gelegt und so kommt es, dass ich hier tatsächlich eine Doom-Scheibe bespreche: das jüngste Candlemass-Studioalbum DEATH MAGIC DOOM.
Der Opener "If I ever die" kommt mit mächtigem Groove, ist für Doom-Verhältnisse aber vergleichsweise geradlinig und druckvoll und hat insgesamt schon mehr vom Heavy Metal. Er kann mit einem coolen Solo und einprägsamen Grundriff aufwarten. Der Höhepunkt ist leicht episch und passt zum Song.
Bei "Hammer of Doom" bedienen sich die Schweden so frech bei einem der bekanntesten Black-Sabbath-Riffs (vom gleichnamigen Song), dass es sogar mir als Doom-Unbedarftem auffällt. Außerdem ist mir der Song zu gemächlich und ereignislos und wirkt einfach nur wie eine billige Kopie. Ein paar Akzente können der vergleichweise dynamische Refrain und der tempomäßig etwas angezogene Mittelteil setzen.
"The bleeding Baroness" ist weitaus variantenreicher und hat schon nach wenigen Augenblicken mehr interessante Riffs zu bieten als sein Vorgänger über die ganze Spielzeit. Der Höhepunkt ist hervorragend erarbeitet und wird durch Robert Lowes klares Timbre schön ausgereizt.
Bei "Demon of the Deep" werden zum Teil emotionale Aspekte in den Vordergrund geschoben, was ebenfalls ein gelungener Ausbruch aus Standards ist. Man muss aber dazu sagen, dass es viel an Robert Lowes starkem Gesang liegt, dass der Song funktioniert und mitreißen kann. Doom-Fans müssen übrigens trotzdem nicht auf den mächtigen Groove verzichten, der in energetischeren Phasen immer wieder aufblitzt.
"House of 1000 Voices" ist vielschichtiger, facettenreicher Doom Metal mit epischer Atmosphäre. Bei solchen Songs spielen Candlemass ihre wahren Stärken aus, die in abwechslungsreichem und intelligentem Songwriting liegen.
Sehr straight, mit viel Power und auch recht eingängig kommt "Dead Angel" und zeigt auf, dass Candlemass auch den druckvollen Heavy Metal drauf haben. Als weitere Variation des ohnehin vielseitigen Sounds ist das nicht zu verachten. Bei dem Song stimmt so ziemlich alles: Aufbau, Hookline, Riffs und das thronende Bridge-Refrain-Konstrukt.
Mit "Clouds of Dementia" kehrt man zum walzenden Doom Metal zurück, der beim Höhepunkt hier schön mit episch-symphonischer Untermalung angereichert wird.
Abschließend gibt es mit "My funeral Dreams" noch einen vergleichsweise treibenden Doom Song mit schöner Melodie und erneuten emotionalen Einsprenkseln. Genial ist wieder Lowes ausdrucksstarker Gesang.
Wer sich die Limited Edition zulegt, kann sich noch über "Lucifer rising" freuen, einen Song der mich stark an Black Sabbath zu Dio-Zeiten erinnert, was zweifellos auch eine Auszeichnung für die Band und den Sänger ist.
Fazit: Auch wenn ich durch dieses Album noch immer nicht zum Fan der Spielart werde, muss ich Candlemass zugestehen, mit DEATH MAGIC DOOM ein absolut gelungenes und abwechslungsreiches Album veröffentlicht zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass sie damit keinen Freund des Doom Metal enttäuschen werden und manchem vielleicht sogar den Weg zum Doom ein bisschen ebnen können. |
Titel-Liste:
| | - If I ever die
- Hammer of Doom
- The bleeding Baroness
- Demon of the Deep
- House of thousand Voices
- Dead Angel
- Clouds of Dementia
- My funeral Dreams
- Lucifer rising (Ltd. Ed.)
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
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