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Review: Candlemass |
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Album:
| | PSALMS FOR THE DEAD, 2012, Napalm |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | A.L., 15.06.2012 |
Review:
| | Nachdem Basser und Bandgründer Leif Edling angekündigt hatte, PSALMS FOR THE DEAD wäre der letzte Studio-Output der Doom-Helden aus Schweden, war die Erwartungshaltung bei den Fans natürlich groß. Candlemass können dem Anspruch absolut gerecht werden und liefern ein Album ab, das mit Sicherheit zu den Glanzpunkten des Genres gehört.
Sänger Robert Lowe hat sich eingewöhnt und erledigt seinen Job souverän. Umso verwunderlicher die Nachricht, dass man sich schon wieder von ihm getrennt hat; angeblich seien seine Live-Qualitäten unzureichend. Wie auch immer: Hier liefert er Maßarbeit ab und lässt in einigen Songs sogar Übervater Messiah Marcolin vergessen.
Während das Album mit "Prophet" noch relativ gemäßigt beginnt folgt mit " The sound of dying Demons " dann die erste Brachialwalze. Der Song hat das Zeug zum Klassiker, wie auch das nachfolgende "Dancing in the Temple (of the Mad Queen Bee)", das sich bei zukünftigen Gigs der Schweden sicher zu einem Publikumshit entwickeln wird.
Und die Dampfwalze rollt weiter. Bei "Waterwitch" wird wieder ein wenig Tempo herausgenommen, "The lights of Thebe" überrascht mit orientalisch klingendem Intro, bevor die geballte Breitseite (und eines der stärksten Candlemass-Riffs überhaupt) auf den Hörer losgelassen wird.
Noch doomiger geht's beim Titelsong zur Sache, aber mit "Killing of the Sun" wird wieder etwas mehr Gas gegeben. Der folgende "Siren Song" ist für mich der absolute Höhepunkt des Albums, ein unglaublicher Nackenbrecher, der mit einer gurgelnden 70er-Jahre-Schweineorgel auch noch echtes Retro-Feeling aufkommen lässt.
Das abschließende "Black as Time" (mit ausgedehnten Sprechpassagen, die den Hörer davon überzeugen wollen, dass die Zeit sein schlimmster Feind ist) beendet ein Album, dem ich ohne mit der Wimper zu zucken die Höchstnote verpasse. Über die musikalische Klasse von Candlemass muss man ja kein Wort mehr verlieren, aber diese Doom-Perle verdient einen Ehrenplatz in der Hall of Fame des Genres, wenn nicht sogar in der Ruhmeshalle des Metal überhaupt. Für mich klar das Album des Jahres, danach kann wirklich nichts mehr kommen.
Fazit: Was 1986 mit EPICUS DOOMICUSUS METALLICUS begann, wird mit PSALMS FOR THE DEAD zu einem würdigen Ende gebracht. Besser hätten Edling und seine Mannen ihr Werksverzeichnis nicht abschließen können. Und nachdem man ja weiterhin touren will kann sich jeder auch zukünftig live von der Qualität des neuen Materials überzeugen. |
Tipp:
| | Diese Scheibe ist jetzt schon ein Klassiker. Wer noch keine Doom-Sammlung hat: Candlemass' aktuelles Album könnte der Grundstein sein. |
Titel-Liste:
| | - Prophet
- The Sound of dying Demons
- Dancing in the Temple (of the Mad Queen Bee)
- Waterwitch
- The Lights of Thebe
- Psalms for the Dead
- The Killing of the Sun
- Siren Song
- Black as Time
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