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Review: Cast in Silence |
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Album:
| | FIRST, 2007, Empty River Records |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.K., 21.07.2007 |
Review:
| | Cast In Silence stammen vom noch frischen Label Empty River Records. Genauer gesagt gehört eben jenes Label Gitarrist Torsten Sauerbrey., welcher die Band auch gründete. Im Laufe der Zeit kamen Stefan Cabanus als Drummer sowie Bassist Mario Thiel dazu. Den Gesang übernahm Michael Lowin, ehemals Dark At Dawn. Zeit, das Debütalbum einzuspielen. Dieses nennt sich FIRST, sinnigerweise.
Den Opener stellt "Two Minutes Hate" dar. Man erwartet von diesem Titel direkt einen Brecher, doch der ruhige Start erinnert an Tool oder so manche ruhigen System Of A Down-Songs. Ich für meinen Fall fühle mich sehr an "Arials" von System Of A Down erinnert. Kurz darauf geht es jedoch musikalisch in eine andere Richtung, das Tempo wird deutlich angezogen, und die Double Bass regiert. Up Tempo-Metal wird geboten, garniert von der einprägsamen Stimme Michael Lowins, die so manches Mal an Sully Erna von Godsmack erinnert. Was auffällt ist die derbe Sprache in den Lyrics, die nicht mit "Fuck" oder "Asshole" geizt. Wirkt jedoch aufgesetzt und nicht mal halb so cool, wie es die vier Herren gerne hätten.
Weiter geht es nun mit "The last Straw". Mir am besten gefällt hier das unkonventionelle Drumming, welches gut zum Riff passt. Irgendwie fällt die Qualität der Produktion ab, es hört sich alles nicht mehr so satt an wie im Opener, wirkt leiser. Dies ändert jedoch nichts am gekonnten Songwriting. Der Refrain bzw. die Gesangslinie bleibt direkt im Kopf hängen. In der Bridge in der zweiten Hälfte des Songs wird das Tempo wieder angezogen, bis ein weiterer Tool-ähnlicher Part hinzu kommt. Richtig stark und abwechslungsreich!
Im Anschluss folgt "Misery Inn", welches wieder mehr an die vier Amis von System Of A Down erinnert, garniert mit einer ordentlichen Prise Eigenständigkeit. Gerade beim Gesang gibt es hier überhaupt gar nichts zu bemängeln, auch der Rest der Band kann überzeugen. Als Beispiel ist hier die Bridge zu nennen, die sich im Gehörgang festklammert. Kurzweiliges Stück.
Mit einem Nu Metal-Riff beginnt "A Malady for Mother Earth", während in den Strophen die Gitarre Auszeit hat und eine groovende Bassline im Vordergrund steht. Pünktlich zum Aufbau des Refrains kommt die Sechssaitige von Torsten Sauerbrey wieder ins Spiel, um dem Song einiges an Drive zu verpassen. Die Bridge wird dann mit dem bekannten Riff vom Beginn des Songs bestritten, bis es zu einem weiteren Refrain kommt. Danach ist auch schon Schluss. Schönes Lied, hat mir gefallen.
"If Mourning never comes" nennt sich das fünfte Stück auf FIRST. Dieses beginnt mit einem weiteren, frischen Riff, der einen Mid Tempo-Modern Metal-Song einleitet. Schnell gespielte Leads lockern den Song zwischendurch auf. Die Band weiß, wie man Songs schreibt. Ein weiteres Mal überzeugt der Refrain ohne jegliche Probleme auf Anhieb, die Gesangslinien sind einfach zu gut um überhört zu werden. Mir kommt der Song arg kurz vor, dennoch weißt er mit 3:13 Minuten eine ordentliche Dauer auf, die perfekt genutzt wurde.
Ich muss es schon wieder schreiben: Ich fühle mich an System Of A Down erinnert. "Fake" beginnt wie ein SOAD-Song, ohne jedoch geklaut zu klingen. Manche Bands würden froh sein, in einem Satz mit System genannt zu werden. Wie dem auch sei, "Fake" besticht durch Abwechslungsreichtum, Eigenständigkeit und gradlinigem Songwriting auf einmal. Gefällt mir sehr gut, was die vier Jungs hier abliefern. Der Refrain ist wieder einmal mitsingbar und zündet bereits beim ersten Hörgang. Starker Song.
Der Riff zu Beginn von "The Cure" erinnert doch stark an die Songs zuvor. Auch der Gesangsstil von Michael klingt wie zuvor. Habe ich etwa die Repeat-Taste erwischt? Nein. Trotzdem ist die Wahl der Songreihenfolge hier eventuell etwas ungünstig gewählt. Was nicht heißen soll, dass "The Cure" schlecht ist. Dieser Song befindet sich auf dem selben hohen Niveau wie die sechs Stücke zuvor. Sprich: Ausgeklügeltes Songwriting und ein guter Refrain als Kennzeichen. So muss das sein.
Richtig kultig wird es im Anschluss: So haben sich Cast In Silence den 80er-Schinken "Voyage Voyage" von Desireless vorgenommen, um ihre ureigene Version einzuspielen. Wurde man im Original noch von psychedelisch anmutenden Vocals und einer auf Dauer nervenden Melodie abgeschreckt, so machen Cast In Silence aus dem Song eine moderne Metal-Interpretation, die nah am Original bleibt. Gerade der Refrain wurde 1:1 übernommen und ist damit vollkommen mitsingwürdig. Sollte live aber sowas von funktionieren! Macht Spaß!
Zurück zu den Eigenkompositionen: "...Where there is no Darkness" startet düster mit einem einzelnen Riff, bis der Rest der Band hinzustößt und einen gescheiten Mid-Tempo-Song aufs Parkett legt. Gerade zum Ende der zweiten Strophe und im Refrain kann Michael Lowin aber sowas von überzeugen, aber auch der Rest der Band schlägt sich wacker. Schöner Mid-Tempo-Song, ein weiterer Hit.
Direkt weiter geht es mit "Sanguine Eyes", welches von einem harten Riff eröffnet wird. Im Mid-Tempo geht es hier auch weiter, der Riff stellt das Grundgerüst des Songs dar, in dem sich nun auch der Rest der Band austobt. Ein weiteres Mal kann der Chorus voll und ganz überzeugen und wird fast theatralisch in Szene gesetzt. Dann wird das Tempo angezogen, leicht skandinavische Einflüsse machen sich kurz breit. Der Refrain bringt den Song jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Der letzte Song auf FIRST nennt sich sinnigerweise "No more to come". Mit 4:13 Minuten ist er noch dazu der längste Song auf dem Debütalbum. Dieses Stück beginnt mit dem altbekannten Effekt des knartschenden Radios, Gitarre und Vocals sind anfangs zu hören. Weiter geht es nun mit einem ordentlichen Nu Metal-Brecher, der Riff erinnert mich ein weiteres mal an (ja, ich weiß) System Of A Down, nur in langsam. Der Song baut im Refrain einen richtig geilen Groove auf, hier passt alles. Vor allem das unkonventionelle Drumming gefällt mir sehr gut. Die Bridge überzeugt ebenfalls, wenn sie auch etwas kurz kommt. Dann ist auch schon, nach einem weiteren Refrain, Schluss mit lustig.
Fazit: Nun denn, mit FIRST legen Cast In Silence ein verdammt starkes Debüt hin. Bis auf die pseudo-coolen Lyrics im Opener kann man hier songwritingtechnisch absolut nicht meckern, jeder (!) Refrain bietet Ohrwurmqualitäten. Musiktechnisch präsentiert das Quartett modernen Metal mit der Tendenz zum Nu Metal, man fühlt sich öfters an Genregrößen wie System Of A Down erinnert. Mit genau vierzig Minuten Spielzeit liegt jeder Song zwischen drei und vier Minuten und bietet damit eine perfekte Länge für dieses Genre.
Neben dem Debüt von Sanctity bisher mein Debüt des Jahres, die hoffentlich stattfindende Weiterentwicklung lässt noch einiges erhoffen! |
Tipp:
| | "Fake" sowie "The last Straw"! |
Titel-Liste:
| | - Two Minutes Hate
- The last Straw
- Misery Inn
- A Malady for Mother Earth
- If Mourning never comes
- Fake
- The Cure
- Voyage Voyage
- ...Where there is no Darkness
- Sanguine Eyes
- No more to come
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.cast-in-silence.de  |
Empfehlen:
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Bandinfos |
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Bandbiographie
¬ Cast in Silence
Reviews
¬ FIRST
Konzertberichte
¬ 08.11.2007
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