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Review: Bob Catley |
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Album:
| | IMMORTAL, 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 04.10.2008 |
Review:
| | Zu Bob Catley sollte man eigentlich nicht viele Worte verlieren müssen. Seit über dreißig Jahren bereichert er die Musikwelten des Melodic Rock und Metal. Neben seinem langjährigen Engagement als Sänger bei der Band Magnum, hat der kleine sympathische Brite in den letzten Jahren bereits drei (von nun insgesamt sechs) hervorragende Solo-Alben (THE TOWER, LEGENDS, MIDDLE EARTH) veröffentlicht und mit dem Neuling IMMORTAL, will er sein musikalisches Treiben nun fortsetzen.
Magnus Karlsson, der bereits die Allen/Lande-Alben veredelte, schrieb diesmal die Songs für Bob und verpasste ihnen deutlich mehr Härte, als man es von den genannten Vorgängern gewohnt war. Mit von der Partie sind außerdem noch Universalgenie Dennis Ward und Uwe Reitenauer von Pink Cream 69 und Drummer Bruinenberg von Elegy.
Mit diesem Team im Rücken, gelang es Bob Catley mühelos, seine Stärken zu nutzen, vor allem, weil es Magnus einmal mehr verstanden hatte, Bob Catley die Melodiebögen quasi auf den Leib zu schneidern.
Schon der Opener "Dreamers Unite" signalisiert nach anfänglichem Intro-Klängen seine Klasse auch wenn ich mich frage, warum man das Intro nicht ausgegliedert hat. Dominante Gitarren und volle Bässe sorgen für gehörig Druck, können aber nicht die Oberhand über Bob Catelys Gesang erlangen - und das sollen sie schließlich auch nicht.
Nach diesem soliden Einstieg wird es mit dem Titelsong "We are Immortal" deutlich anspruchsvoller und man erinnert sich dabei an die Erfolge von Queensryche & Co.. Hier zelebriert man melodischen Heavy Rock mit einem gewissen epischen Touch und einer geschmeidigen Gefälligkeit, an die man sich gerne erinnert. Das man dabei trotzdem modern klingen kann, wird hier mehr als deutlich.
In bester Hard Rock Manier stürmt "End of the World" aus den Boxen und krallt sich schon nach wenigen Strophen in den Gehörgängen fest. Parallelen zu Magnums PRINCESS ALICE AND THE BROKEN ARROW sind dabei weiniger störend als vielmehr förderlich. Der melodische Refrain mit dezenten Keyboards ist dabei nicht nur Pflichtübung, sondern auch das I-Tüpfelchen auf dem ansonsten durchaus rauen Rocksongs.
Als Ohrenschmeichler sondergleichen entpuppt sich auch das folgende "Open your Eyes", welches mit gehörig Schwung und mitreißendem Gitarren-Solo das Tempo des Vorgängers nicht abreisen lässt.
Zum ersten Mal wird nun bei der Halbballade "The Searcher" das Tempo gedrosselt und Pianoklänge und orchestrale Elemente verfehlen ihre Wirkung nicht. Man merkt, der epische Faktor wird deutlich nach oben geschraubt.
Nach dieser Verschnaufpause mit ruhigeren Klängen legt "One more Night" wieder einen Zahn zu. Diesmal sind es jedoch eher düstere Stimmungen, die kraftvoll in Szene gesetzt werden und einen prima Kontrast zu dem vorher fröhlich epischen Thema bilden.
"Light up my Way" mit dezenten Synthieklängen und auch das nachfolgende "You are my Star" leben hauptsächlich von ihrem eingängigen Riffing und richtigen Wohlfühl-Refrains, die zum Träumen einladen.
Wer auf satte Bässe steht wird sicherlich an "War in Heaven" seine Freude haben, denn hier wurde besonders die Rhythmus-Fraktion "vollfett" abgemischt.
Groove-Freunde aufgepasst, mit "Win the Throne" folgt eines meiner Favoriten. Hier werden die Gitarrenriffs von einer gnadenlos agierenden Rhythmus-Abteilung aus den Boxen gescheucht, sodass man dabei kaum still verharren kann. Daran ändert auch das ruhige Zwischenthema mit anschließenden Gitarren-Solo nichts, obwohl ich mir sogar noch etwas mehr "Solo" gewünscht hätte.
"Heat of Passion" beendet das Album stilgerecht mit ruhigen und besinnlichen Klängen. Obwohl es vielleicht etwas altbacken erscheinen mag, ein Album immer mit einer Ballade zu beenden, ist es hier weniger störend, als vielmehr fast erwartet. Auch wenn ich nun schon seit über einer Stunde den Songs des Neulings IMMORTAL gelauscht habe, bin ich nach dem Verhallen der letzten Klänge doch geneigt, gleich einen nächste Runde zu starten - und so soll es doch auch sein, oder?
Fazit: Vielleicht nicht ganz so glatt poliert wie die Vorgänger THE TOWER und besonders das überragende MIDDLE EARTH, kann jedoch auch der Neuling IMMORTAL auf der ganzen Linie mit jeder Menge hervorragender Songs überzeugen. Wer auf mehr Härte steht wird sich mit dem Songwriting von Magnus Karlsson sicherlich schneller angefreundet haben, als mit dem seiner Vorgänger Gary Hughes oder Paul Hodson. Es versteht sich dabei fast von selbst, dass es Bob Catley einmal mehr verstanden hat, seine charismatische Stimme in Szene zu setzen und Solo ebenso regelmäßig wie mit seiner Stammband Magnum punkten kann. |
Anspieltipps:
| | "We are Immortal", "End of the World", "The Searcher" und "Win the Throne". |
Tipp:
| | Für alle Fans des epischen Melodic Hard Rock und AOR gibt es nun einen weiteren heißen Kandidaten für die eigene Sammlung. Ehrlich gesagt, wer diese Scheibe unbeachtet im Verkaufsregal stehen lässt, ist selbst schuld. |
Titel-Liste:
| | - Dreamers Unite
- We are Immortal
- End of the World
- Open your Eyes
- The Searcher
- One more Night
- Light up my Way
- You are my Star
- War in Heaven
- Win the Throne
- Haunted
- Heat of Passion
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Laufzeit:
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