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Review: Cauldron |
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Album:
| | BURNING FORTUNE, 2011, Earache |
Stil:
| | NWoBHM, Heavy Metal, Speed Metal |
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 22.07.2011 |
Review:
| | Cauldron sind eine weitere Band, die der NWoBHM zu neuem Ruhm verhelfen könnte. Obwohl sich hier drei junge Kanadier zusammenfinden, die in den Hochzeiten der NWoBHM wahrscheinlich noch nicht mal geboren waren, haben sie den Spirit der 80er offensichtlich im Blut. 2009 hatten Cauldron das Debut CHAINED TO THE NIGHT veröffentlicht, das aber in der Hard & Heavy-Gemeinde nur wenig Beachtung fand.
Mit den bereits einschlägig bekannten Enforcer teilten sich Cauldron vor gut einem Jahr eine Split-CD und machten dadurch ein bisschen auf sich aufmerksam. Jetzt haben sie ihren zweiten Longplayer BURNING FORTUNE am Start. Mal schauen, ob die Jungs aus Toronto die Erwartungen der Old-School-Fans erfüllen können.
Auf jeden Fall macht sich gleich mal viel Old-School-Stimmung breit. Der Sound klingt nicht zu sauber und druckvoll, sondern hat ein bisschen den rumpeligen Garagencharakter, der Anfang der 80er viele Alben säumte. Die Mucke wirkt sehr rauh, die Riffs sind kantig und die Rhythmustruppe verstömt so ein wenig Speed-Metal-Attitude.
"All or nothing" ist entsprechend energisch und kraftvoll. Das Konstrukt ist geradlinig, die Hook recht eingängig und der Höhepunkt gut erarbeitet. Ein guter Song, dem allerdings der Ohrwurmcharakter fehlt.
Das ist dann, wie ich merke, auch so ein wenig das Manko auf BURNING FORTUNE. Die Kompositionen sind ebenso dynamisch wie eingängig und laden zum Mattenschwingen ein. Es gibt aber keinen Song, der sich nachhaltig in die Gehörgänge fräßt. Es sind solide Stücke – es gibt auch keinen schwachen Track – aber Cauldron verpassen es, richtige Dauerbrenner auf die Metal-Meute loszulassen.
Möglicherweise hätte mancher Song um 1980 ein wenig mehr Begeisterung hervorgerufen. Aber man ist inzwischen doch ziemlich verwöhnt – einerseits von den wirklich starken Bands aus den 80ern, und auf der anderen Seite von vielen jungen Truppen, die die NWoBHM so authentisch in die heutige Zeit transferieren und dabei auch ein paar richtig klasse Stücke auf Lager haben.
Im Vergleich mit beispielweise White Wizzard, Enforcer oder Gallows End ziehen Cauldron momentan noch den Kürzeren. Aber ich will den Kanadiern gar nicht das Potential absprechen. Doch vielleicht sollten sie sich im Songwriting mehr Zeit lassen und die Stücke besser ausarbeiten. Denn die Ansätze sind auf jeden Fall vorhanden. Nur erfüllen die Kompositionen dann doch nicht komplett die Voraussetzungen, die der Einstieg in einen Song vermuten lässt.
Das fällt mir bei "Miss you to Death" oder "Frozen in Fire" auf, die stark loslegen, aber dann schließlich doch ein bisschen zu belanglos dahinplättschern. Andersrum ist es bei "Tears have come", das eher langweilig beginnt und sich dann aber zu einer recht mitreißenden Nummer steigert.
"I confess" ist ein Cover der US-Band Halloween, das sich gut dem restlichen Material auf BURNING FORTUNE anschließt, aber gleichwohl keinen herausragenden Song darstellt.
Das wieder mehr in Speed-Bereichen angesiedelte " Rapid City/Unchained Assault" gehört wegen der ungestümen Dynamik und den starken Riffs ganz klar zu den Highlights des Albums.
"Queen of Fire" ist mit seiner emotionalen Note ein interessanter Kontrast dazu. Allerdings gilt auch hier: gute Ansätze, aber kompositorisch nicht das Optimum rausgeholt.
Mit "Breaking through" versuchen Cauldron eine ziemlich holprige Old-School-Heavy/Speed-Atmosphäre zu initiieren. Das geht aber schief, wodurch der Song nicht nur schwach wirkt, sondern auch total konfus ohne jegliche Linie.
Mit dem variantenreichen, melodischeren "Taken by Desire" gibt es nochmal einen ordentlichen Song zum Abschluss.
Fazit: Auch wenn ich hier ein paar ziemlich kritische Töne äußere, ist BURNING FORTUNE im Endeffekt schon über Mittelfeld einzustufen. Das Potential von Cauldron blitzt immer wieder durch, und der Eighties-Sound wird auch sehr authentisch vermittelt. Old-School-Puristen werden mit Album möglicherweise ihre Freude haben.
Nur den ganz großen Schritt nach vorne machen Cauldron mit dem Zweitwerk noch nicht. Da wirkt manches einfach noch zu unausgereift. Auch in technischer Hinsicht gibt es einen Makel im Gesang von Jason Decay. Seine Stimme klingt zu "gewöhnlich". Da ist keine Markanz und ziemlich wenig Ausdruckskraft, und das lange Halten von Tönen ist auch nicht seine große Stärke.
Also gibt es für Cauldron nicht nur in kompositorischer Hinsicht in Zukunft einiges zu tun. Auch Jason Decay sollte an sich arbeiten; oder aber er konzentriert sich auf den Bass und die Band denkt über die Verpflichtung eines charismatischeren Sängers nach. |
Titel-Liste:
| | - All or Nothing
- Miss you to Death
- Frozen in Fire
- Tears have come
- I confess
- Rapid City/Unchained Assault
- Queen of Fire
- Breaking through
- Taken by Desire
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/cauldronmetal  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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