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Review: Central Park |
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Album:
| | REFLECTED, 2011, Rockville |
Stil:
| | Progressive Rock, Artrock |
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.A., 13.01.2011 |
Review:
| | REFLECTED ist erst das 2. Album der bereits 1983 gegründeten Münchner Formation Central Park. Bis zum Split im Jahre 1989 spielte sich die Band "an die Spitze der deutschen Progrock-Liga" (Zitat Keys).
2006 kam es zu Reunion in Originalbesetzung. Das erst 23 Jahre nach Bandgründung erschienene Debütalbum UNEXPECTED aus dem gleichen Jahr veranlasste die nationalen Fach-Printmedien zu wahren Begeisterungsstürmen. Im Sommer 2010 verstärkte man sich mit der klassisch geschulten Sängerin Jannine Pusch und nahm in der Folgezeit den Zweitling REFLECTED auf.
Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass den Münchnern ein wahrer Geniestreich gelungen ist. Die Klasse und Komplexität der Kompositionen und detaillierten Arrangements bewegt sich auf höchstem internationalem Niveau. An dieser Stelle erübrigt es sich daher, auf die musikalischen Fähigkeiten der Musiker näher einzugehen. Erwähnen muß man jedoch die stimmliche Wandlungsfähigkeit und Virtuosität der gelernten Sopranistin Jannine Pusch, die weit über die Rolle einer einfachen Sängerin hinausgeht. Sie nimmt vielmehr die Rolle einer Erzählerin ein und sorgt so für Spannung und Dramatik.
Diese Fähigkeit kommt in besonderem Maße in dem epischen 21-Minüter" Visions of Cassandra" zum tragen. In dem dreiteiligen Songzyklus wird die Vision vom Untergang Trojas aus der Antike in die moderne industrialisierte Welt verlegt. Beim Genuß dieses epischen Stückes fühlt man sich in Bezug auf Konzeption und Dramaturgie mehr als einmal an Queensryches OPERATION:MINDCRIME erinnert.
"White Princess" erinnert wiederum an die großartigen King Crimson während ihres 3. Karrierehochs Anfang der 80'er Jahre. Aber auch The Mars Volta und die klassischen Yes haben ihre Spuren hinterlassen und werden in den komplexen und feinen Arrangements gelegentlich zitiert. Hut ab vor soviel Mut zum kreativen Risiko. In diesem Fall hat es sich meiner Meinung nach jedoch mehr als gelohnt.
Fazit: Mit REFLECTED haben die Münchner Central Park ein komplexes und kompositorisch wie spieltechnisch höchst anspruchsvolles Progressive Rock-Meisterwerk abgeliefert, das den Vergleich mit internationalen Genre-Größen nicht zu scheuen braucht. REFLECTED ist ein Album, dessen Detailreichtum sich nach einigen Durchläufen erst so richtig offenbart. Progressive Rock mit Suchtpotential! |
Anspieltipps:
| | "Free Fall", "White Princess" und "Vision of Cassandra". |
Titel-Liste:
| | - Guns R us
- Free Fall
- White Princess
- Another Part
Visions of Cassandra (3 Parts) - Vision
- Doom (Winterstorm)
- Awakening
- Path of Mercy
- The last Tear
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.centralpark-band.de  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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