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Review: Charing Cross |
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Album:
| | WE ARE..., 2008, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 21.07.2008 |
Review:
| | Obwohl die Bandgründung bereits auf das Jahr 1993 zurückgeht, bringen die Schweizer Charing Cross nun erst ihr Debüt WE ARE... heraus.
Untergekommen sind sie beim Label Metal Heaven, das schon oft einen Riecher für hoffnungsvolle Nachwuchs-Metaler bewiesen hat. Mal schauen, ob sie im Falle Charing Cross ebenfalls eine gute Nase hatten.
Das Schweizer Quintett besteht aus Peter Hochuli (Vocals), Pascal Zwyssig (Gitarre), Andy Dormann (Gitarre), Markus Flury (Bass) und Thommy Pfiffner (Drums).
Charing Cross bevorzugen einen interessanten Mix aus Hard Rock und Melodic Metal, wie ich ihn bis jetzt eigentlich selten gehört habe. Sonst ist eine Band entweder deutlicher in den Rock- oder den Metal-Sektor einzuordnen. Aber Charing Cross verknüpfen die Elemente aus den unterschiedlichen Spielarten sehr geschickt.
Herausgekommen sind vor allen Dingen Tracks, die ohne Umschweife direkt in die Gehörgänge gehen und auch einen gewissen Ohrwurm-Standard erfüllen.
Der Opener "Final Day" ist mit seinem stampfenden Rhythmus und Mitgröhlrefrain noch deutlich Hardrock-dominiert, doch schon bei "Kick Ass Rock'n'Roll", den ich wegen seiner Titulierung viel eher in den deftigen Rock-Bereich gesteckt hätte, regieren die typischen zweistimmigen Gitarrenleads des Melodic Metal. Nur beim Höhepunkt macht sich ein knackiger Hardrock-Chorus bemerkbar.
Nach der Powerballade "Burn the Sun", folgt mit "Ain't got no Time" ein astreiner Melodic-Metal-Track.
"Can't have it all" beginnt erst akustisch-balladesk, entwickelt sich dann aber ebenfalls zu einer mitreißenden Powerballade. Sänger Peter Hochuli kann in den unterschiedlich harten und intensiven Abschnitten auch die Variablität seines Organs unter Beweis stellen. Er kommt mit den mittleren und hohen Gesangslagen gleichermaßen gut klar.
Die Gitarren leuten mit harmonischen Leads die nächste Metal-Nummer "Voices" ein. Die melodische Hookline führt zielgenau in den eingängigen Refrain. Auch im langen Solo dürfen die Gitarristen glänzen.
Der Rhythmus von "GoinŽ down" schickt den Hörer teilweise zurück in die 80er. Die Anleihen des Sleaze-Rock aus dieser Zeit sind unverkennbar, auch wenn sie ein wenig zeitgemäß aufgepeppelt werden. Und der etwas rotzig-rauhe, mehrstimmige Refrain passt sich hervorragend diesem Sound an. Als Kontrast zur Hardrock-Nostalgie ist dagegen das Lead-Solo wieder Melodic Metal pur.
Mit "Long Time ago" macht bereits die nächste Ballade ihre Aufwartung. Auch wenn ich hier schon wieder einen leichten Balladen-Überschuss sehe, kann ich mich der Magie des Songs mit seiner schönen Melodie und dem ungeheuer emotionalen Gesang nicht entziehen.
"Palace of Fate" ist im Gegensatz dazu ein vergleichsweise tougher und etwas düster angehauchter Heavy-Rocker, während "Forever rockinŽ" eher in die Ecke der locker-flockigen AOR-Songs gehört. Allerdings fällt dieser gegenüber seinen vielen starken Vorgängern kompositorisch etwas ab.
Bei "Broken" kommt wieder die Vermischung von dynamischem Rhythmus und harmonischen Melodien zum Vorschein. Der mehrstimmige Refrain kann besonders punkten und lädt direkt zum Mitsingen ein.
Zum Abschluss wird mit "Vanished Memories" fast Power-Metal-verdächtig gerockt. Doch obwohl man rhythmisch einen Gang zugelegt, wird die Hookline wieder gekonnt zum gesanglichen Höhepunkt geführt. Und auch die Gitarristen dürfen sich im Solo nochmal virtuos austoben.
Fazit: Metal Heaven bleiben ihrer Linie treu und bringen talentierte und professionell agierende Bands ans Tageslicht. Charing Cross kommen mit ihrem intelligenten Mix aus Hard Rock und Melodic Metal praktisch aus dem Nichts und liefern ein mehr als bodenständiges Debut ab.
Die musikalische Leistung der Instrumentalisten ist ohne Fehler und auch Peter Hochulis Gesang ist, wie er in dem Genre einfach sein muss: ausdrucksstark und mitreißend. Und sein warmes Timbre drückt den Refrains einen melodisch-hymnischen Stempel auf.
Auch das Songwriting ist fast durchweg gekonnt. Es gibt lediglich einen schwächeren Song und ein, zwei Tracks, an denen noch ein wenig hätte gefeilt werden können. Doch die meisten Stücke sind echte Ohrwürmer und WE ARE... ist als Gesamtwerk eine wirklich empfehlenswerte Scheibe geworden. |
Anspieltipps:
| | Wieder mal ist es schwer Anspieltipps zu nennen, da WE ARE... so viele starke Songs enthält. Meine persönlichen Favoriten sind jedenfalls "Kick Ass Rock'n'Roll", "Long Time ago" und "Broken". |
Tipp:
| | Die gekonnte und durchaus innovative Vermischung von Hard Rock und Melodic Metal spricht die Anhänger beider Lager an. Unbedingt reinhören! |
Titel-Liste:
| | - Final Day
- Kick Ass Rock'n'Roll
- Burn the Sun
- Ain't got no Time
- Can't have it all
- Voices
- GoinŽ down
- Long Time ago
- Palace of Fate
- Forever rockinŽ
- Broken
- Vanished Memories
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.charing-cross.ch  |
Probehören und Kaufen:
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