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Review: Charlotte |
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Album:
| | MEDUSA GROOVE, 2010, Eonian |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 24.07.2010 |
Review:
| | Es ist schon ein paar Jährchen her, dass die US-Amerikaner aus Kalifornien die lokale Szene in Los Angeles aufgemischt haben. Genauer gesagt, war es von 1987 bis in die Mitte der 90er Jahre als Sänger Eric Ganz, die Gitarristen Nick DiBacco und Vinnie Cacciotti, Bassist Chris Colovas und Drummer Eric D. Brewton die Bühnen nieder rockten. Warum erscheint dann genau jetzt ein Album, nachdem es in dem letzten Jahrzehnt mehr als ruhig um die Jungs war?
Nun, glaubt man dem, was die Myspace-Seite der Band verspricht, so haben Charlotte offenbar vor, wieder ins Musikgeschäft einzusteigen und deshalb mit MEDUSA GROOVE einen Vorab-Appetitanreger mit Werken von 1988-92 veröffentlicht. Dank einer vernünftigen Produktion merkt man es auch kaum, dass einigen Songs bereits vor mehr als 20 Jahren aufgenommen wurden.
Locker flockig losrockend sorgt der Opener "Medusa Groove" sofort für gute Laune und macht seinem Namen mit gesundem Groove alle Ehre. Selbst das leicht mystisch angehauchte, an Led Zeppelin erinnernde Intermezzo fügt sich prima ins Gesamtbild.
Ähnlich unbeschwert können die Hard Rocker "Siren" mit leicht psychedelischem Intro und das spätere "Roadhouse of Love" mit seinem treibenden Rhythmus voll überzeugen.
Auch das abschließende "All tied up" ist nicht von schlechten Eltern und kann besonders mit dem genialen Gitarren-Outro beeindrucken, wird aber (gefühlt) leider zu früh mit einem Fade-Out gekappt.
Aber auch vor Balladen brauchen die jungs nicht zurück schrecken, spricht doch "Changes" mit seiner klaren Gitarrenarbeit und gefühlvoller Geangsline für sich und lädt sofort zum Träumen und Seelebaumlen ein.
Die beiden schwächsten Songs auf der Compilation sind wohl der an The Cult erinnernde, mit Saxophon unterfüllte "Ocean of Love and Mercy" und der funky-rockende "Invisible Man". Bedenkt man, dass beide mit 1992 das neueste Erscheinungsdatum tragen, bleibt nur zu hoffen, dass bei einer musikalischen Fortsetzungsgeschichte die soliden Wurzeln im Vordergrund stehen und nicht die Weiterführung "aktueller Kost".
Fazit: Es spricht nichts dagegen alte Zöpfe weiter zu flechten, wenn denn solide neue Songideen eine Fortsetzung sinnvoll machen. Charlotte werden es sicherlich nicht einfach haben, in dem mittlerweile riesigen Pool an gleichgestrickten Bands für auffällige Akzente zu sorgen, aber angesichts der Leistungen in der Vergangenheit ist es allemal einen Versuch wert. Ich bin gespannt und werde die Jungs wohl im Hinterkopf behalten. |
Titel-Liste:
| | - Medusa Groove (1991)
- Woman behind the Eyes (1990)
- Siren (1992)
- Little Devils (1991)
- Miss Necrophilia (1990)
- She get it up (1988)
- Got Love on the Line (1988)
- Changes (1991)
- Roadhouse of Love (1990)
- Ocean of Love and Mercy (1992)
- Invisible Man (1992)
- All tied up (1989)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/charlottealmusic  |
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