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Review: Children of Bodom |
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Album:
| | RELENTLESS RECKLESS FOREVER, 2011, Spinefarm |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 12.05.2011 |
Review:
| | In Melo-Death-Bereiche verirrt sich meine Schreiber-Seele ja nicht so oft. Aber wenn Children Of Bodom, eine der wenigen Bands dieser Spielart, von der ich mehrere Alben im Regal habe, ein neues Werk vorlegen, bin ich dann doch interessiert. RELENTLESS RECKLESS FOREVER ist bereits das siebte Album dieser Truppe, die zweifelsohne zu den Aushängeschildern des Genre zählt.
Der Blick auf die Spielzeitanzeige fällt mal wieder ernüchternd aus. Jedoch sind 36 Minuten für die melodisch-aggressive Energiemucke nach meiner Ansicht eine durchaus akzeptable Zeit. Denn danach empfinde ich die Gehörgänge als etwas eindrucküberfrachtet. Einem Epic-Metal- oder Symphonic-Rock-Album kann man aufgrund der ganz anderen Atmosphäre dann doch wesentlich länger entspannt lauschen – also ich zumindest.
So machen es die Kinder vom Bodom-See mit der kurzen Spieldauer des Albums dann schließlich doch richtig. Auch musikalisch ist gegenüber den beiden letzten Werken eine Steigerung zu vernehmen. Man hat sich im Hause COB Gedanken gemacht, wie man es schafft, sich nicht ständig selbst zu kopieren. Und dabei ist es den Finnen gelungen, einige wirklich gute Stücke vom Stapel zu lassen.
Die Trademarks von Children Of Bodom, das energiereiche, vielseitige Riffing, die gelungenen Keyboarduntermalungen und die aggressiv-forsche Vorgehensweise sind natürlich auch auf RELENTLESS RECKLESS FOREVER vorhanden. Aber dennoch gibt es auch kompositorische Unterschiede, die sich zum Beispiel in dem ultra-thrashigen "Shovel Knockout", dem melodisch-bombastischen "Roundtrip to Hell and back" oder dem ebenso groovigen wie verspielten Titeltrack offenbaren. Teilweise geben sich COB richtig technisch, um nicht zu sagen: progressiv. Hört nur mal in das überraschungsfreudige "Cry of the Nihilist" rein!
Aber auch sonst sind grundsätzlich nur gute Stücke zu entdecken. Meiner Meinung nach liefern Children Of Bodom die beste Leistung seit FOLLOW THE REAPER ab und präsentieren sich sogar recht abwechslungsreich. Lediglich an die ganz großen Frühtaten können sie noch nicht wieder anknüpfen.
Handwerklich zeigt sich die Truppe, die ja im Gros seit vielen Jahren zusammenspielt, versiert. Ich habe aber den Eindruck, als würde Alexi Laiho heuer noch energischer keifen und growlen als zuvor. Ein Glanzpunkt ist wieder das ungeheuer vielseitige Gitarrenspiel.
Fazit: Nach mehreren Releases, die mich als Fan der frühen Alben ein wenig enttäuscht haben, melden sich Children Of Bodom mit RELENTLESS RECKLESS FOREVER wieder schlagkräftig zurück. Sie bringen ein paar gute Ideen auf der Scheibe unter, haben gelungene Melodien am Start und sind technisch stark wie eh und jeh. Vielleicht geht der Pfad ab diesem Werk wieder aufwärts. Ich würde es sehr begrüßen. |
Titel-Liste:
| | - Not my Funeral
- Shovel Knockout
- Roundtrip to Hell and back
- Pussyfoot Miss Suicide
- Relentless reckless forever
- Ugly
- Cry of the Nihilist
- Was it worth it?
- Northpole Throwdown
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Laufzeit:
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