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Review: Anders Chriss |
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Album:
| | VOLATILITY, 2010, A Tale Untold |
Stil:
| | Alternative Rock, Indie, Pop |
Wertung:
| |  3,5 von 7 Punkten | | N.Z., 06.05.2010 |
Review:
| | Anders Chriss, das dürfte den wenigsten etwas sagen, schließlich ist der aus Schweden stammende Musiker und Produzent erst kürzlich von seinem 7-jährigen China-Aufenthalt zurückgekehrt um sein Debüt-Album VOLATILITY zu veröffentlichen. Zwar ist er schon seit vielen Jahren im Musikgeschäft, gründete das Indie Label A Tale Untold, welches nun auch sein eigenes Werk veröffentlicht, und ist in China und Taiwan viel in der Musikszene herum gekommen, jedoch hat er in unseren Breitengraden bislang noch keine großen Wellen geschlagen. Doch das soll sich jetzt ändern, denn Inspiriert von den Einflüssen der asiatischen Rockmusik und reduziert auf akustisch anmutende Klänge kreierte er ein relaxtes Rock/Pop Album für die ruhigen Stunden, welches am 10. Mai 2010 veröffentlicht wird.
Die ersten Hörsekunden laden mit entspannten Bongotrommeln und Akustikgitarre zum mitschnipsen ein, und ebenso gelassen wird der erste Song des Albums, "The One", auch fortgeführt. Mit elektronisch verzerrter Stimme singt der gebürtige Schwede zur federleichten Melodie vor sich hin.
Track 2 überzeugt da intensitätstechnisch schon eher. In "Call on me" ist zwar die Melodie nicht weniger eingängig und entspannt, jedoch kommt beim Gesang wesentlich mehr an Tiefgang rüber.
Nach dem sehr elektroniklastigen und tanzfreundlichen "Little Man" folgt die Ballade "Turntables", bei deren Klang man unwillkürlich an schon oft gehörte "Regentropfen, die an mein Fenster klopfen"-Songs erinnert wird, allerdings nicht schlecht gemacht. Wer den perfekten Song zum träumen im Bett während es draußen stürmt sucht, wird hiermit bestimmt zufrieden sein.
"Good Lies" dagegen ist energiegeladen und interessant, mit sehr schönen Strophen, präsentem Refrain und einem fast punkig wirkenden, instrumentalen Solo.
Mein Favorit auf VOLATILITY ist das folgende "Don't tell me", in welchem trotz melancholischem Unterton die Message mit Nachdruck und aufwiegelnder Klarheit vermittelt wird, was meiner Meinung nach ausgesprochen gut gelungen ist - ein echtes Highlight dieses Albums!
Auch das anschließende "Run out of Love" bietet ausgesprochen hübsche Strophen und einen sauberen Brückenpart, ist im Refrain allerdings extrem poppig.
"Change the Weather" erinnert mich wieder an Regen, allerdings bin ich in dieser Imagination am Strand unter einem großen Sonnenschirm, während die Regentropfen rund um mich herum auf den Sand prasseln (ob das an der lagerfeuerverdächtigen Mundharmonika liegt???). Fragt mich nicht, wo diese bildhaften Assoziationen her kommen, aber probiert es ruhig selber aus, auf irgendeine Weise projiziert fast jeder Song auf VOLATILITY irgendwelche Bilder (meist aus schnulzigen Hollywood-Romanzen) in den Kopf des Hörers.
Last but not least findet Anders Chriss mit dem verträumt-melancholischen "All shall fade", eingeleitet von schwermütigen Klavierklängen, einen wirklich schönen Abschluss für sein Erstlingswerk.
Fazit: Irgendwie hat man das Gefühl, man kenne fast jeden der Songs bereits irgendwo her, was darauf schließen lässt, dass hier nicht mit sehr viel Innovation gearbeitet wurde - oder ist Herr Chriss ein derart brillanter Songwriter, dass jeder Titel sofort ins Ohr geht? Das Urteil sei jedem selbst überlassen!
Zum schmusen und entspannen taugt dieses Album richtig gut. Es ist einfach nett für nebenbei, aber kein Knaller. VOLATILITY klingt ehrlich, teils wehmütig, aber eben sehr poppig. |
Anspieltipps:
| | "Call on me", "Don't tell me", "All shall fade" |
Tipp:
| | Wer ein männliches Pendant zu Dido sucht, ist hier genau richtig. |
Titel-Liste:
| | - The One
- Call on me
- Little Man
- Turntables
- Good Lies
- Don't tell me
- Run out of Love
- Change the Weather
- All shall fade
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | anderschriss.com  |
Empfehlen:
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