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Review: Steve Cichon |
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Album:
| | CRANIAL FEEDBACK, 2010, Nightmare |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | M.A., 09.10.2010 |
Review:
| | Das dritte Release des Multi-Instrumentalisten Steve Cichon ist eine kleine Mogelpackung. Was hier nämlich teilweise die Atmosphäre eines Live-Konzerts erzeugt sind nicht die Sympathiebekundungen eines realen Publikums, nein, der Applaus kommt aus der Retorte. Also quasi ein Live-Album ohne Publikum?! Die Idee, die sich hinter diesem Projekt verbirgt ist, dass der Protagonist - der hier im übrigen alle Instrumente selbst bedient - versuchen wollte, den Sound einer perfekten Live-Show zu kreieren. Dieses Unterfangen gelingt jedoch nur bedingt, da naturgemäß Applaus vom Band niemals die Atmosphäre und Spontaneität eines echten Live-Konzertes ersetzen kann.
Musikalisch bewegt sich Steve Cichon im Bereich der Fusion-Musik, durchzogen mit gelegentlichen Progressive-Elementen, die er in überwiegend ansprechende Songs ummünzt. Sein virtuoser Stil auf der Gitarre wird hier songdienlich eingesetzt, die Gitarre wird -zumindest beim Großteil der Songs - unaufdringlich und durchaus geschmackvoll in Szene gesetzt. Jazzige Gitarrenläufe und Flamenco-Zwischenspiele sorgen für genügend Abwechslung und machen die Platte so zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Was auf Dauer jedoch ein wenig nervt ist der Drumsound, der verdächtig nach Computer klingt und der vom Band kommende Applaus. In Ermangelung eines echten Publikums lässt sich Steve Cichon hier auf Knopfdruck feiern. Profilneurose oder Mut zu neuen Wegen? Ich behalte meine Meinung an dieser Stelle für mich und vergebe für CRANIAL FEEDBACK 4,5 Punkte.
Fazit: CRANIAL FEEDBACK bietet variable Fusion-Musik mit anspruchsvollen Arrangements auf hohem spielerischen Level. Die Gitarre agiert hier überwiegend im Dienste der Musik und nicht umgekehrt. Hartes Riffing und sphärische Keyboardpassagen gehen hier Hand in Hand. Der Drumcomputer-Sound sollte jedoch beim nächsten Werk überdacht werden. Er verträgt sich leider in keinster Weise mit der einfühlsam, vielseitig und virtuos gespielten Gitarre. Dadurch wirkt die Platte steril und kalt. Und das verträgt sich leider überhaupt nicht mit der Grundidee, die hinter CRANIAL FEEDBACK steckt; nämlich die Erzeugung einer Live-Atmosphäre! |
Anspieltipps:
| | "Ricochet", "Siren", "Great Escape". |
Tipp:
| | Diese Platte ist für Musik-Enthusiasten gedacht, die eine Vorliebe für Fusion und Instrumental-Musik haben. Absolute Nischenmusik, nichts für die breite Masse! |
Titel-Liste:
| | - Ricochet
- Crystal Clear
- Siren
- Panacea
- Headrush
- Great Escape
- Sedated
- Northern Lights
- Kung Pao
- Backlash
|
Laufzeit:
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Empfehlen:
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