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Review: Cinder Road
 
SUPERHUMAN

Album:
 SUPERHUMAN, 2007, Caroline Rec.

Stil:
 Melodic Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.H., 06.03.2008

Review:
 Cinder Road ist eine von den vielen Nachwuchsbands aus den USA, die sich dem melodischen Rock verschrieben. Das gute an diesen neuen Bands ist wohl die Tatsache, dass sie nicht davor scheuen auch moderne Einflüsse in die Songs einzubringen, so dass man als Zuhörer immer wieder etwas frisches und neues hört. Und im Falle von Cinder Road passt das mal wieder wie die Faust aufs Auge. Immerhin konnte man für die Debüt-CD mit Marti Frederiksen einen Mann als Produzenten verpflichten, der schon Outputs von Aerosmith, Def Leppard oder auch Ozzy Osbourne produziert hat.
Dementsprechend war ich sehr gespannt, ob mein CD-Händler um die Ecke mir da nicht zu viel vesprochen hatte. Ach ja - die CD kann bei Bedarf auch bei einem bekannten Internethändler bestellen. Ihr wißt schon: A..z.n - and you're done.
Aber kommen wir mal zum wichtigen Teil - zum Review. Also, die Musik von Cinder Road kann man durchaus als klassischen amerikanischen Hard Rock bezeichnen. Ich denke, die jungen Bon Jovi würden heutzutage so klingen. Hier trifft im Prinzip Bon Jovi auf Nickelback, also kernige und rauhe Riffs treffen auf sehr eingängige und durchwegs radiotaugliche Hooklines. Die Frage ist halt nur, ob die Hooklines auch einen gesunden Wiedererkennungswert besitzen? Um es kurz zu machen: Oh ja, das tun sie - und wie!

Okay, der Opener "I'm so sorry" ist noch etwas rauh und klingt latent nach Southern Rock im Stil von Black Stone Cherry, doch der Refrain zeigt sehr gut, wie es auf der CD dann weiter geht, denn der Refrain bietet ein durchaus gefällige Hookline.
Das nachfolgende "Bad Excuse" beginnt mit einem etwas sperrigen Intro, um dann in eine Power-Pop-Nummer überzugehen. Die Bridge klingt schon sehr geil, aber was Cinder Road dann im Refrain abziehen ist absolut geil und ein Ohrwurm der Güteklasse 1A, der hat sich bei mir sofort festgesetzt und geht nicht mehr raus.
Mit "Back Home to you" wird es dann etwas countrylastig, jedenfalls ist diese Halbballade wie eine Countrynummer arrangiert, kann aber auch durch seine Eingängigkeit punkten.
Danach hört man mit "Should`ve known better" die erste Singleauskopplung in den USA und hier wird dann mal wieder etwas mehr gerockt und man kann auch gut im Takt headbangen bzw. seine Turnschuhe mitwippen, doch man sollte sich auch hier auf die Melodie konzentrieren, die erneut mit einem lupenreinen Ohrwurm aufwarten kann.
Das nachfolgende "Get in get out" hat etwas mit seinem Vorgängersong gemeinsam - das ist nämlich auch eine Singleauskopplung. Allerdings klingt der Song komplett anders, nämlich um einiges kerniger und bodenständiger - sobald man dann den Refrain hört, wird man unweigerlich an Nickelback erinnert. Ich muß gestehen, dass ich von der Kopie nicht ganz überzeugt bin.
Auch die Ballade "Learning to love" ist mir etwas zu überladen produziert und zu schmalzig arrangiert. Doch danach kommen auch wieder ein paar angenehme Töne für meine Ohren. Das ist z.B. das poppig arrangierte "Feels so good to me" oder der vor sich hin walzende Titeltrack namens "Superhuman". Beide Songs sind wieder sehr gelungen, vor allem "Superhuman" entwickelt sich mit jedem Hören immer mehr zu meiner absoluten Lieblingsnummer auf der CD. Leider können die letzten drei Nummern auf der CD den hohen Standard nicht mehr ganz halten und fallen dann etwas ab.

Fazit: Doch im großen und ganzen muss ich sagen, dass es viel Spaß macht die CD zu hören, denn man hört auf jeden Fall, dass Cinder Road viel Spaß hatten die Songs einzuspielen. Die Produktion ist auch gelungen und überzeugt mit einem druckvollen Sound. Mal schauen, ob wir noch mehr von dieser jungen Band hören werden. Ich würde es mir wünschen.

Anspieltipps:
 "Bad Excuse", "Superhuman"

Tipp:
 Fans von Nickelback, den klassischen Bon Jovi und vor allem vom modern angehauchten melodischen Rock aus den USA sollten hier zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. I'm so sorry
  2. Bad Excuse
  3. Back Home to you
  4. Should've known better
  5. Get in get out
  6. Learning to love
  7. Feels so good to me
  8. Superhuman
  9. One
  10. Drift away
  11. Don't be scared

Laufzeit:
 40:08s Min.

Band-Infos:
 
  • www.cinderroadmusic.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Cinder Road: SUPERHUMAN

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