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Review: Circle II Circle |
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Album:
| | DELUSIONS OF GRANDEUR, 2008, AFM |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | U.B., 20.05.2008 |
Review:
| | Die Band Savatage ist Geschichte, aber das ist kein Grund für die vielen treuen Fans Trübsal zu blasen, gibt es doch gleich zwei Formationen um die ehemaligen Frontleute Jon Oliva und Zak Stevens die uns mit akustischem Futter versorgen. (Das Solo Projekt des Gitarristen Chris Caffery nicht mitgerechnet und dann ist da ja auch noch Trans Siberian Orchestra) Wer nun der bessere Sänger der beiden zu Savatage Zeiten war, darüber kann man trefflich streiten, muss man aber nicht. Da hat so jeder seine Vorlieben. Mir gefiel Zachary Stevens, wie der Mann mit vollem Namen heißt, immer etwas besser, aber wie gesagt, das ist Geschmacksache. Die Band von Herrn Stevens, Circle II Circle, hat vor kurzem das vierte Album vorgelegt und nach dem mit recht unterschiedlichem Echo bedachten Vorgänger war ich gespannt, was DELUSIONS OF GRANDEUR zu bieten hat. Der Titel des Albums heißt übersetzt so viel wie: Selbstüberschätzung, Größenwahn. Na da will ich hoffen, dass die Männer um Stevens das nicht als Motto für ihr musikalisches Schaffen gewählt haben.
Auf "Fatal Warning" sorgt flottes Drumgewitter mit reichlich Double Bass Einsatz für gehörig Druck. Die Vocals von Stevens sind unverwechselbar und bewegen sich in angenehmen mittleren Tonlagen. Die Gitarren haben erst spät ihren Auftritt mit einem komplexen Lauf. Ganz schön heftig was hier serviert wird, so hart habe ich Circle II Circle noch nicht gehört.
Auch auf "Dead of Dawn" sind die Drums, was die Instrumente betrifft, im Vordergrund. Robert T. Dremon heißt der Schlagzeuger der Buddy Rich und Mike Portnoy als seine Vorbilder nennt und ein beeindruckendes Können an den Tag legt. Der Song wartet mit progtypisch vielen Tempo- und Rhythmusvariationen auf. Und ist recht vielschichtig ausgefallen. Der Refrain ist mehrstimmig, ein wenig traurig und wie bei fast allen Tracks auf diesem Album hat man sich nicht eines Chors im Hintergrund bedient, sondern die Stimme von Stevens auf mehrere Spuren im Studio vervielfältigt. Nach einem schönen Gitarrensolo, auf der Scheibe eher selten, klingt eine Akustikgitarre leise aus.
Kurze, harte Riffs leiten "Forever" ein. Der Track ist melodischer als die Vorgänger aber mit ähnlich viel Kraft, wildem Drumgeknüppel und variableren Vocals und wirbelnder Gitarre. Zusammen eine prima Power Metal Nummer.
Einzelne Pianoanschläge und der weiche Gesang bilden den Auftakt zu "Echoes", dann fallen Drums und Gitarren ein und das Lied wandelt sich von einer reinen Ballade zur Power Ballade. Das Piano blitzt immer wieder dazwischen auf. Ruhige Abschnitte wie zu Anfang wechseln mit stärkerem Akzent auf den beiden Gitarren. Da werden doch direkt Erinnerungen an die alten Savatage Balladen wach. Die Vocals bringen viel Emotion rüber.
Auf "Waiting" fackeln die Drums und Gitarren nicht lange sondern legen sofort flott los. Der mehrstimmige Gesang, alles die Stimme von Zak, ist mit etwas Hall unterlegt. Einzelne Gitarrenläufe sind in ein fast übermächtiges Drumgerüst gepackt.
Bei "Soul Breaker" hat man die Drums zurückgefahren und endlich haben die Saiteninstrumente mehr Raum. I´m a witness to your power heißt es an einer Stelle. Die Textzeile nehmen die Vocals wörtlich und sind ungewöhnlich aggressiv. Die Nummer prescht nach vorn ohne sich in überflüssige Schnörkel zu verlieren, kompakt und straight.
"Seclusion" wartet mit langsamen, sehr metallisch klingenden Gitarren auf und leisen Vocals. Recht bald treiben die Drums und die heftigen Gitarrenriffs sorgen für härtere Klänge. Nur im Midtempobereich angesiedelt geht es doch deftig zur Sache. Etwas progiger als die meisten Nummern.
Ähnlich ist "So many Reasons" gestaltet. Neben einem guten Basssolo dürfen sich hier die Gitarren deutlicher profilieren. Der Track hat seine besten Momente im mehrstimmigen Chorus.
Wiederum ein bisschen komplexer ist "Chase the Lies". Schnelles, abwechslungsreiches Drumming und dynamische Gitarren bilden den Höhepunkt. Der Refrain hat ein wenig den Hang zum epischen und klingt ausgesprochen gut.
Zum Abschluss gibt es noch ein Highlight des Albums. Das hymnische "Every last Thing" gefällt mit sehr melodischem Pianospiel und dezent untermalenden Gitarren. Stevens überzeugt mit seinem emotional dichten Gesang, anfangs sanft wird seine Stimme im Verlauf energischer. Genau wie die Drums und Gitarren die den Song in raueres Fahrwasser leiten, pendelt man zwischen härteren Tönen und dem melodiebetonten Chorus und spannt so den musikalischen Bogen von sanft bis kraftvoll.
Fazit: Gegenüber dem letzten Album BURDEN OF TRUTH hat man an Härte spürbar zugelegt und legt weniger Wert auf den melodischen Anteil. Das Songwriting ist etwas besser. In der zweiten Hälfte klingen mir einige Lieder jedoch zu ähnlich, da fehlt einfach das gewisse Etwas, von den Anspieltipps mal abgesehen. Wer der Star der Band ist wird beim Hören schnell klar, die Stimme von Stevens ist fast schon zu stark in den Vordergrund gemischt. Der Mann ist ein ausdruckstarker Sänger mit Charisma keine Frage, aber hier macht er von der Bandbreite seiner Stimmbänder nur gelegentlich Gebrauch, er verharrt oft zu brav in mittleren Tonlagen anstatt das volle Spektrum zu nutzen. Dennoch, sein Gesang hat Klasse. Die größte Änderung gegenüber BURDEN OF TRUTH: die Drums ballern übermächtig, die Gitarren hingegen sind deutlich zurückgefahren worden, zwar sind einige gute Läufe dabei aber für mich zu selten. Und doch ist DELUSIONS OF GRANDEUR ein empfehlenswertes Album nicht nur für alte Savatage Fans. Das liegt zu einem an den druckvollen Nummern mit zurückhaltendem Prog Anteil und klassischem Power Metal, zum anderen natürlich an der Stimme von Stevens. Von deftigen Power Metal Krachern bis zur gefühlvollen Ballade ist alles vertreten. Nur über die Intention des Albumtitels bin ich mir immer noch nicht im Klaren. |
Anspieltipps:
| | "Fatal Warning", "Forever", "Echoes" und "Every last Thing" |
Tipp:
| | Alte Savatage Anhänger werden sich das Album ohnehin ins Regal stellen erinnern doch manche Songs an HANDFUL OF RAIN, aber auch Musik Fans die Power Metal bevorzugen der eine nicht so starke melodische Komponente hat, werden hier gut bedient. Wer sich gerne Power- und Progressive Metal durch die Gehörgänge jagt findet hier eine attraktive Mischung. Der Prog Anteil ist nicht zu groß und daher kann man dem Album eine gute Eingängigkeit nicht absprechen. |
Titel-Liste:
| | - Fatal Warning
- Dead of Dawn
- Forever
- Echoes
- Waiting
- Soul Breaker
- Seclusion
- So many Reasons
- Chase the Lies
- Every last Thing
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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Bandinfos |
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