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Review: Circle of Silence
 
THE SUPREMACY OF TIME

Album:
 THE SUPREMACY OF TIME, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Metal, Power Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.S., 27.06.2008

Review:
 Seit 2005 gibt es die Heilbronner Band Circle of Silence, die es trotz der kurzen Bandgeschichte schon auf zwei vollwertige Alben gebracht hat. Bei ihrem neusten Werk THE SUPREMACY OF TIME handelt es sich um eine echte Eigenproduktion: Nur die Drums sind in einem professionellen Studio aufgenommen worden, alle anderen Instrumente wurden quasi im "heimischen Wohnzimmer" aufgenommen und abgemischt. Daher grenzt es beinahe an ein Wunder, dass die Produktion sehr professionell und druckvoll klingt und wahrscheinlich eine höhere Qualität als manch eine aufwendige Studio-Aufnahme aufweisen kann.

Der Musikgeschmack der fünf Bandmitglieder erweist sich als breit gefächert und reicht von 80er Poser-Rock bis hin zu Metalcore, was sich auch in der Musik der Band widerspiegelt, die sehr abwechslungsreich und unterhaltsam ist und dabei doch immer einen typischen COS-Sound aufweist.

Los geht mit dem Opener "No Mercy", der bereits alle Trademarks der Band aufweist: Harte Riffs, eine eingängige Melodie im Refrain und verspielte Soli. Über allem thront die Stimme von Sänger Nick Keim, die nur schwer zu vergleichen ist und dadurch dem Gesamtsound der Band einen großen Wiedererkennungswert verleiht.
"Edge of Clarity" ist für mich der Übersong des Albums, weil man den Refrain einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Moment, ich muss kurz mitgröhlen: "I am the voyager, take me down and far away, to another verity..."
Mit "Our fault" fällt das Niveau anschließend beileibe nicht ab: Dieses mal geht es etwas ruppiger zur Sache und die Double-Bass-Anteile sind etwas höher als zuvor. Besonders gelungen finde ich hier die Leadgitarre im Refrain und in den Solo-Passagen: klasse!
Der Titeltrack "The Supremacy of Time" beginnt mit Klavierklängen, bevor dann Bass und Schlagzeug einsetzen und den Song langsam auf das vorbereiten, was dann folgt: Düstere Riffs und geflüsterter Gesang, was in den eigentlichen Song überleitet. Dieser besitzt nach einigen interessanten Breaks und Rhythmuswechseln eine wirkliche erhabene Melodie, für die manch andere Band wohl morden würde.
Bei "Dastard Face" hört man im Hintergrund stellenweise Keyboardklänge, bei denen man an Children of Bodom erinnert werden kann. Ein Zeichen für die Vielseitigkeit und musikalische Offenheit des Fünfers.
Die übrigen Songs des Albums folgen im Großen und Ganzen dem bereits gehörten Muster, was allerdings zu keinem abgedroschen wirkt oder gar Langeweile aufkommen lässt.

Fazit: Daher kann man der Band abschließend nur zu diesem Album gratulieren und hoffen, dass damit ein Label auf die Band aufmerksam wird.

Tipp:
 Dieses Album kann man jedem Metalhead empfehlen, dem eine gewisse Melodie im Metal wichtig ist. Reinhören lohnt sich!

Titel-Liste:
 
  1. No Mercy
  2. Edge of Clarity
  3. Our Fault
  4. World of Wars
  5. Break the Border
  6. The Supremacy of Time
  7. Dastard Face
  8. Flip the Coin
  9. Dissolution
  10. Words for the Mass
  11. Heal me
  12. Your Assassin

Laufzeit:
 53:21 Min.

Band-Infos:
 
  • www.circleofsilence.de 


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