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Review: Circus Maximus
 
ISOLATE

Album:
 ISOLATE, 2007, Frontiers

Stil:
 Progressive Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.J., 20.08.2007

Review:
 Vieles was der geneigte Headbanger an Platten in sein Wohnzimmer stellt kommt aus Norwegen. Dass diese aber nicht zwangsläufig von düsteren, niemals lachenden Gestalten die mit der Axt durch verschneite Wälder laufen stammen müssen, beweisen Circus Maximus.

ISOLATE ist ihr nun zweites Album und hat mit Black Metal nichts zu tun. Frischen Prog-Metal bekommt der Hörer von ihnen serviert, das heißt Melodien, bombastische Arrangements und gekonnte Soli.

"A darkened Mind", der Opener, steigt mit druckvollen Riffs ein, kühlt sich zunächst aber ein wenig ab und taucht den Hörer in atmosphärischere Klänge ohne gekünstelt zu wirken. Anschließend geht's es übergangslos in Richtung Powermetal: Doublebass, Keyboardmelodien und ein mehrstimmiger Mitsingrefrain. Zusammen ergibt das eine durchaus gelungene Mischung.
Vertrackter und aggressiver steigt "Abyss" mit fulminantem Schlagzeugspiel ein. Nach ein paar Prog-typisch versetzten Riffs wird der Song schon mitsingtauglicher ohne viel an Dramatik einzubüßen. Einzig die bisweilen spacigen Hintergrundklänge (Oder sind es Star-Wars Geräusche?) die bei genauem Hinhören im Strophenteil vorkommen, passen nicht ganz in's Konzept.
Sehr düster startet anschließend "Wither". Der Song an sich fällt aber erheblich ruhiger aus. Sänger Michael Eriksen verfügt über eine sehr weiche Stimme die gut dazu passt.
"Sane no more" erinnert stark an Dream Theater. Die vertrackten, teils abgehackten Leadmelodien und die sich immer wieder verändernde Grundstimmung ist auch auf ihrem letzten Album oft zu hören gewesen. Genauso verhält es sich mit den sehr langen Instrumental-Parts, und so bleibt es im Fall Circus Maximus auch bei einem reinen Instrumental-Song.
"Arrival" ist einfacher gestrickt: Melodic Metal ohne Umschweife. Dafür bombastischer Sound, Melodien knapp an der Grenze zum AOR und kleinere Soloeinlagen.
Es bleibt Mainstream-verträglich: "Zero" ist eine Ballade. Ein wenig kitschig, aber auch nicht ganz fehl am Platz.
"Mouth of Madness" hat nicht nur einen gewaltigen Titel, sondern ist auch ein gewaltiger Song: In über zwölf Minuten bekommt man hier so ziemlich alle Facetten von Circus Maximus geboten: Die ruhigen Parts, die dicken Riffs, die Melodien und natürlich auch Soli. Über weite Strecken auch doomig angehaucht und eher schleppend, endet der Song auch im langsamen Mid-Tempo. Bislang zweifelsohne der Höhepunkt auf Isolate.
Nach der wenig spektakulären "Halbballade" "From Childhood's Hour" geht es mit "Ultimate Sacrifice" in's Finale von ISOLATE. Fast zehn Minuten sind es diesmal, ganz ohne Langweilig zu werden.

Fazit: Circus Maximus verstehen etwas von Arrangements und Songwriting. Sie liefern mit ISOLATE ein gutes Prog-Metal Album ab mit leichtem Hang zum Hard Rock/AOR. Wenn sie sich weiterhin mehr auf ihre progressive Seite konzentrieren welche klar ihre stärkere ist, wird man in Zukunft sicher noch öfter von ihnen hören.

Titel-Liste:
 
  1. A darkened Mind
  2. Abyss
  3. Wither
  4. Sane no more
  5. Arrival of Love
  6. Zero
  7. Mouth of Madness
  8. From Childhood's Hour
  9. Ultimate Sacrifice

Laufzeit:
 54:41 Min.

Band-Infos:
 
  • www.circusmaximussite.com  


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