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Review: Cirkus
 
LET THE MADNESS BEGIN

Album:
 LET THE MADNESS BEGIN, 2009, Cirkusmusic

Stil:
 Rock

Wertung:
 2,5 von 7
2,5 von 7 Punkten
 S.M., 24.06.2009

Review:
 Im Promo-Schrieb zu Cirkusī LET THE MADNESS BEGIN werden ja mal wieder ganz schön große Worte in den Mund genommen. Ich zitiere mal: "In den späten 60ern brachten uns Led Zeppelin "Whole Lotta Love"...., in den 80ern nahmen uns Gun'n'Roses mit zur "Paradise City" und in den 90ern meinten Nirvana "Smells like Teen Spirit". Und jetzt haben wir 2008 und Cirkus sagen: LET THE MADNESS BEGIN".
Wie kann sich eine völlig unbekannte Band anmaßen, Vergleiche zu wirklichen Göttern der Rockmusik zu ziehen, bzw. sich in einem Atemzug mit diesen nennen? So etwas wie Bescheidenheit kann man Cirkus wohl nicht vorwerfen. LET THE MADNESS BEGIN ist das Debüt-Album der Truppe aus Schweden, das Ende 2008 released wurde und mir heute zur Rezension vorliegt.

Wenn man die Musik auf LET THE MADNESS BEGIN hört, muten die obigen Vergleiche noch eine Spur alberner an, da es sich zwar um bodenständige Rockmusik handelt, die jedoch genauso schnell wieder aus den Gehörgängen verschwindet, wie sie dort hinein kam.
Cirkus fassen mehrere Rock-Unterarten auf und verarbeiten sie auf ihrem Album. "Thrashy" ist beispielsweise ein einfacher, geradliniger Fetzer, "Hard headed Woman" fällt mehr in die Blues-Rock-Sparte und "Everlong Lasting" verbindet flottere Boogie-Rock-Rhythmen mit Stoner-Trägheit. Akzente setzt dabei keiner der Tracks.
Auf dem Album sticht eigentlich nur "Chexx Mate" hervor, dass nicht nur eine gekonnte Hookline und nostalgische Leichtigkeit, sondern auch interessante Ausflüge in jazzige Bereiche mit sich bringt.
Danach wird es aber wieder sehr durchschnittlich, so dass keine weiteren Eindrücke wirklich hängen bleiben. Zum Abschluss versuchen sich Cirkus noch an einem Cover des legendären T.Rex-Klassikers "Get it on", dem sicherlich keiner etwas abgewinnen kann, der das Original kennt.

Fazit: Angesichts einer Fülle von wirklich guten Rock- und Hardrock-Alben, die monatlich veröffentlicht werden, braucht man LET THE MADNESS BEGIN beim besten Willen nicht. Das Werk beinhaltet keine Argumente, die einen Kauf rechtfertigen würden. Im Gegenteil: eine Spielzeit von 34 Minuten (wenn man den Covertrack abzieht, verbleiben gar nur 30 Minuten eigenes Material) ist eine ordentliche Klatsche ins Gesicht der möglichen Käufer.
Die Leistung der Instrumentalisten ist soweit in Ordnung, wobei die Kompositionen keiner technischen Höchstleistungen bedürfen. Sänger Roux'd hat eine recht helle Stimme, die manchmal in nervige Höhen eilt.
Cirkus werden sich in Zukunft sehr steigern müssen, um im hartumkämpften Rockgeschäft bestehen zu können. Gerade in der neuen Hardrock-Hochburg Schweden findet man praktisch hinter jeder Ecke eine bessere Formationen. LET THE MADNESS BEGIN spielt sich insgesamt nur im unteren Mittelfeld ab.

Titel-Liste:
 
  1. Let the Madness begin
  2. Trashy
  3. Hard headed Woman
  4. Everlong lasting
  5. Chexx Mate
  6. Fuck 'em n' flee
  7. Walking Disease
  8. Crazy
  9. Get it on

Laufzeit:
 34:08 Min.

Band-Infos:
 
  • www.cirkusmusic.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Cirkus: LET THE MADNESS BEGIN

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