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Review: The Claymore |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 04.11.2008 |
Review:
| | Auch wenn die Band The Claymore bereits seit 2000 existiert, so ist das aktuelle SYGN nach MONUMENT erst das zweite Album des Quintetts aus Castrop-Rauxel. Und wer jetzt annimmt, die Jungs wären musikalisch einfach etwas faul gewesen, der liegt jedoch total falsch. Musik und vor allem Power Metal liegt den Jungs im Blut. Dies stellen sie auch seit Jahren immer wieder live unter Beweis, egal ob bei kleinen Gigs, als Supportband, als Headliner oder auf Festivals - und das mag wohl eher der Grund für die magere Albumbilanz sein.
Nichtsdestotrotz gehören auch Alben zum Musikgeschäft, wenn man erfolgreich sein möchte und so bin ich umso gespannter, was auf den Zweitling gepackt wurde, denn zumindest das edle Artwork weckt schon Mal gewisse Erwartungen.
Nach kurzen sanften Introklängen, ist beim Opener "The Angel's Assassination" Highspeed angesagt. Die beiden Gitarristen Kai Schwittek und Sebastian Busacker fräsen hier das eine ums andere Riff in die Gehörgänge und bekommen dafür von ihrem Kollegen Christian Köhle den notwendigen Bass-Druck. Aber auch Drummer Hardy Kölzer darf sich so richtig austoben, während souverän über allem der leicht an Bruce Dickinson erinnernde Gesang von Andreas Grundmann zu schweben scheint.
Nicht mehr so wild, aber immer noch mit gehörigem Druck im Kessel schlägt man sich bei "Slaine the almighty" weniger mit Tempo, sondern setzt vielmehr auf mitreißende Hooklines und einen melodischen Refrain, der nicht zum ersten Mal etwas an die Briten Iron Maiden erinnern mag.
Bei "Guardian of Time" bewegen sich The Claymore ausnahmsweise einmal im forcierten Mid-Tempo-Bereich, was ihnen jedoch ebenfalls prächtig liegt. Mit kräftigem Groove ausgestattet, ist es ein Leichtes hier im Takt mitzunicken. Und wer jetzt denkt, der Song plätschere nur so dahin, der hat die Rechnung ohne die zahlreichen Tempoforcierungen gemacht.
"Borderline" lebt eindeutig von seiner Abwechslung und wüsste man es nicht besser, so könnte man hinter The Claymore eine, wenn auch gemäßigte, Prog-Metal Band vermuten. Passend zur komplexen Songstruktur hat man dem Song einen leicht melodischen Unterton verpasst, der die vielen Tempowechsel und Breaks gut zur Geltung bringt.
Wild und voll nach vorne schießt "Eternal Glory" eine Riffsalve nach der anderen in die Menge der Zuhörer. Dass es sich dabei um einen schon betagteren Song handelt, der nur neu aufpoliert wurde, tut der Freude man Zuhören jedoch keinen Abbruch.
Hohes Tempo, unterstrichen von einem wahren Power-Drumming ist das Markenzeichen des Titelsongs "Sygn", der sich darüber hinaus durch einen extrem melodischen, aber leider nur wenig eingängigen Refrain auszeichnet. Hier hätte ich mit die Gitarren etwas dominanter gewünscht, um dem Refrain mehr Nachdruck zu verleihen.
Akustische Gitarren starten den mit Abstand eingängigsten Song "Soulseeker". Diesmal wurde deutlich mehr Gewicht auf schlüssige und gefällige Melodien gelegt. Der Lohn für die Mühe ist ein abwechslungsreicher Power Metal Song, der in den ruhigeren Passagen genau so überzeugen kann, wie in den Up-Tempo-Parts. Dies liegt nicht zuletzt an einer sattelfesten Rhythmusfraktion und spielfreudigen Gitarrenfront, die jeden Tempowechsel mühelos bewältigt, sondern auch an einem Frontmann, für den variabler Gesang kein Fremdwort ist.
Dann waren es nur noch zwei. Während "27 Years" sich im Fahrwasser des anfänglichen "Slaine the almighty" bewegt, vielleicht mit einem Touch mehr Melodik, fällt "Dawn on the Road" mit seiner Biker-Rock-Attitüde etwas aus dem bisherigen Rahmen, kann aber Dank seines hohen Tempos ebenso überzeugen und das Album zum Abschluss um eine weitere Vollgas-Nummer bereichern.
Fazit: Auch bei ihrem zweiten Album SYGN kann man wirklich nicht meckern. Die Lust auf Power Metal merkt man jedem der Fünf an und wird mit nahezu jeder Hookline zelebriert. Dabei klingen die Songs recht frisch und unverbraucht. Ungeachtet der technischen Klasse hätte ich mir manchmal ein wenig mehr Ohrwurm-Charakter gewünscht, denn so helfen auch die schönsten melodischen Riffs und ausdruckstarken Chöre in den Refrains nur wenig, sich dauerhaft an einen Song zu erinnern. Dass sie es könnten, beweist z.B. der Song "Soulseeker", der sicherlich auch deshalb den Sprung auf den Rock Hard-Sampler geschafft hat. Bedenke ich dann, dass SYGN erst das zweite Album in acht Jahren ist, so hätte ich mir schon 1-3 Lieder mehr gewünscht. Ja, ja, Klasse statt Masse wird nun der eine oder andere bemerken und da kann ich mich nur anschließen, aber ein Mittelweg wäre trotz alldem wünschenswert gewesen. |
Anspieltipps:
| | Nicht zuletzt wegen der Eingängigkeit empfehle ich "Soulseeker" und "Dawn on the Road". |
Titel-Liste:
| | - The Angel's Assassination
- Slaine the almighty
- Guardian of Time
- Borderline
- Eternal Glory
- Sygn
- Soulseeker
- 27 Years
- Dawn on the Road
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.theclaymore.de  |
Probehören und Kaufen:
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Bandinfos |
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