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Review: Code Red |
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Album:
| | THE ART OF TRINITY, 2008, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.K., 16.07.2008 |
Review:
| | Bei Code Red handelt es sich um ein fränkisches Quintett, das ihre Musik als "Modern Emo Thrash" beschreibt und mit THE ART OF TRINITY das dritte in Eigenregie aufgenommene und vertriebene Album auf dem Markt schmeißt.
"Action speaks louder" - mit dieser Ansage startet die Band ins Album. Stimmlich erinnert Sänger Giestl einen ganz kleinen Tacken an James Hetfield zur St. Anger-Ära. Aber nur etwas. Nicht viel. Musikalisch geht der Song gut nach vorne und hat für eine Eigenproduktion einen ziemlich guten Sound. Der Refrian bleibt im Kopf hängen, das Songwriting ist frisch und eingängig, so startet man vernünftig in ein Album. Mit 04:18 Minuten hat der Song auch eine angenehme Länge vorzuweisen und vor allem die auf einmal auftretende, ruhige Passage in der Mitte klingt Klasse.
"Becoming" fängt mit einer ruhigen Gitarrenmelodie und passenden Vocals an, ein heavy Riff treibt den Song dann voran. Die Strophe ist durch die Gitarrenarbeit recht eingängig, der Refrain setzt dem Ganzen die Krone auf und bleibt locker im Gedächtnis. Die ruhigere Bridge und das folgende Solo passen super zum Rest des Songs und bisher kann das Gemisch der Band sehr gut überzeugen.
Nun geht es in die "Danger Zone" (sorry, das Wortspiel ist ausgelutscht, bietet sich aber hier an) und der Beginn klingt auch dementsprechend. Hier geht's schnell zu Werke, die Lyrics werden geflüstert, danach geht es aggressiver zu und im Refrain gibt es dann die volle Breitseite. Wunderbarer Aufbau des Chorus hier.
"Destroy" folgt. Die Strophe ist etwas ruhiger, der Aufbau zum Refrain hin wird härter und der Chorus bricht dann aggressiv heraus. Nach dem zweiten Refrain kommt es zu einer flotten Bridge, die mit harten Riffs und einer prügelnden Snare keine Gefangenen macht. Der Chorus folgt dann ein weiteres Mal und das Ganze ist vorbei. Gutes Lied, das ordentlich Druck macht.
Als fünfter Song auf THE ART OF TRINITY folgt "Me vs. me". Das Stück beginnt mit einem einleitenden Gitarrenlead, Drums und Bass kommen dazu und bilden ein melodisches Grundgerüst. Guter Beginn. Der Gesang setzt ein und die Strophe treibt das Stück gut voran. Der Refrain ist dann wieder etwas härter, ein melodisch gesungener Part folgt und der Kopf nickt mit, das kann nur gut sein. Die nächste Strophe folgt, der Refrain kommt ein weiteres Mal zum Zuge und die Bridge wird eingeleitet. Hiernach gibt es standesgemäß nochmals den Chorus zu hören. Ein weiteres gelungenes Stück!
"Naughty Nurse", auf deutsch also etwa "versaute Krankenschwester" folgt. Der Traum eines jeden Mannes wird hier relativ hart vertont, gesanglich wird zwischen aggressiven Passagen und klar gesungenen gependelt. Die Snare wird geprügelt, das Tempo ist also ziemlich hoch. Der Refrain geht gut ins Ohr und die Riffs setzen sich ebenso fest. Die Bridge rückt den Bass in den Mittelpunkt, ein Gitarrensolo folgt und kurz danach spielt die gesamte Mannschaft weiter. Ein guter Up-Tempo-Song mit einem netten Solo.
Mit "No One to hear" geht es weiter, ein schwerer Riff startet den Song. In den Strophen geht es ruhiger zu Werke, im Chorus feiert der Anfangsriff dann sein Comeback. Nach dem zweiten Refrain folgt eine aggressive und schnelle Bridge, die mit Double Bass-Passagen aufwartet. Mit selbiger endet das Stück dann auch.
Es folgt als achtes Stück "Real Misfit". Vom Tempo her ist der Song auf dem selben Level wie sein Vorgänger. Die Strophen sind auch hier wieder relativ ruhig und werden durch kurze Riffs aufgelockert. Im Refrain geht es dann wieder ordentlich zur Sache, die Gitarrenarbeit stellt sich als eingängig heraus. Nach dem zweiten Refrain folgt auch hier eine sehr schnell gespielte und aggressive Passage, die sich vor allem durch den Einsatz der Double Bass und durch hartes Riffing auszeichnet. Nach einem weiteren Chorus ist dann Sense. Ordentlich.
"Sorrowed be their Name" nennt sich das nun folgende Akustikgitarren-Zwischenspiel. Dieses dauert 37 Sekunden und lockert das Album kurz auf.
Mit "The Soulfinder" kommen wir nun zum vorletzten Song auf THE ART OF TRINITY. Der Song ist wieder flott gespielt und hat zu Beginn verzerrte Vocals zu bieten. Code Red drücken hier aufs Gaspedal und erst im Refrain hat der geneigte Hörer Zeit zum verschnaufen. Auch hier wird der Nacken gut trainiert, der Kopf wippt mit und der Song ist wieder richtig eingängig und verfügt in der zweiten Hälfte auch über eine ruhigere Passage sowie über ein Solo. Die knapp vier Minuten gehen schnell rum, "The Soulfinder" macht Spaß.
"Wake the weeping Beauty" ist der elfte und letzte Song auf THE ART OF TRINITY und mit 05:38 Minuten auch der längste. Eine Ballade kristallisiert sich heraus, ruhige Gitarrenarbeit und viel Atmosphäre bilden das Grundgerüst für die Strophe. Die Akustikgitarre wird hier eingesetzt und kommt richtig gut zur Geltung. Der Refrain bleibt im Ohr und in der Mitte des Songs folgt eine Bridge, in der ein Klavier im Mittelpunkt steht. Die Gitarre zupft hierzu ein Solo und hiernach folgt ein Part, der stark an die Godsmack-Akustik-EP THE OTHER SIDE erinnert. Nur mit Gesang endet der gute Song dann.
Fazit: Code Red liefern mit THE ART OF TRINITY ein richtig gutes Werk ab. Allein von der Produktion kann es das in Eigenregie aufgenommene Album mit professionellen Veröffentlichungen aufnehmen. Auch das Artwork gefällt und passt zum Album.
Vom Songwriting her sind die Songs ausgereift und gehen ins Ohr, man bekommt auch Lust, sich die Band live anzuschauen. Code Red schaffen es von ruhigen Akustiksongs über Mid-Tempo-Kracher bis zu schnellen Songs das komplette Programm routiniert zu präsentieren.
Nur mit der Bezeichnung "Modern Emo Thrash" kann ich hier nicht viel anfangen. Im Kopf bildet sich da ein Bild, in dem My Chemical Romance auf Slayer treffen und das ist hier definitiv nicht der Fall. Eher gibt es modernen Metal mit Thrash-Anleihen. Stimmlich klingt es auch nicht unbedingt nach einem kajaltragenden Magersüchtigen sondern nach einem gestandenen Mann. Diese Kategorisierung könnte der Band durch den (leider) schlechten Ruf des Emo-Genres den ein oder anderen potentiellen Hörer kosten.
Alle anderen, die auf modernen Metal stehen, sollten Code Red eine Chance geben, es lohnt sich! |
Tipp:
| | "Wake the weeping Beauty" sticht natürlich durch den Kontrast zum Rest heraus. Alle anderen Songs kann man sich jedoch auch problemlos anhören. |
Titel-Liste:
| | - Action speaks louder
- Becoming
- Danger Zone
- Destroy
- Me vs. me
- Naughty Nurse
- No One to hear
- Real Misfit
- Sorrowed be their Name
- The Soulfinder
- Wake the weeping Beauty
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.code-red.info  |
Probehören und Kaufen:
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