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Review: Common Swift |
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Album:
| | THESE SAFE HOMES, 2010, Independent |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.A., 19.08.2011 |
Review:
| | Ich bin ein riesiger Radiohead-Fan! Als ich in der überaus knappen Promotion-Info zu THESE SAFE HOMES las, dass die Musik von Common Swift u.a. Einflüsse der fantastischen Fünf aus Oxford aufweist, war ich zunächst einmal sehr gespannt, was denn von einer unbekannten Combo aus Wisconsin diesbezüglich erwartet werden könnte. Wahrscheinlich mal wieder nur ein laues Lüftchen und eine Schrammel-Band die billige Coverversionen von "Creep", garniert mit weinerlichem Gesang, aufs Tape gebannt hat. Weit gefehlt!
Common Swift haben sich nicht etwa von den frühen Radiohead in ihrer rockigen Alternative-Phase zu Zeiten von PABLO HONEY (1993) , sondern von den innovativen, experimentellen Radiohead zu Zeiten von O.K. COMPUTER (1997) und KID A/AMNESIAC (2000/2001) inspirieren lassen. Das Risiko, dass dieser Schuss bei einem derart ambitionierten Vorhaben gehörig nach hinten losgeht, ist immens groß. Überaschenderweise ist dies bei THESE SAFE HOMES nicht der Fall.
Parker Reynolds (Vocals/Keyboards), Brian Strutt (Guitar/Vocals), Al Calderon (Drums) und John Frater (Bass) sind äußerst versierte und talentierte Musiker mit einem Händchen für’s Songwriting und arrangieren. Bereits der Opener "Vault 112" mit seiner vertrackten Rhythmik, den mehrstimmigen Gesangsharmonien sowie der aggressiven Gitarre beschwört die Geister von OK COMPUTER.
Ein erster Höhepunkt der Platte ist die Gänsehautballade "Phoenix", die Erinnerungen an "Trouble", der Mega-Ballade von Coldplays Debüt PARACHUTES aus dem Jahre 2000, aufkommen lässt. Wow!
Aber auch die etwas rockigeren Songs wie "Shadow Boxers" und "Accidents become Meaning" wissen durch famose Melodien zu überzeugen.
Songs wie "Sunbursts", "Clouded Glass" und "Separate Sighs" könnten ebenso gut von KID A bzw. AMNESIAC stammen. Filigran und sphärisch inszeniert sowie mit zerbrechlichen, wunderschönen Vocals, getragenem Pianosound und luftigen Arrangements angereichert, entführen sie den Hörer in eine andere Welt. Schwer zu beschreiben, man muss sich THESE SAFE HOMES einfach in Ruhe anhören.
Meine inständige Bitte an die großen Plattenfirmen und Talentscouts dieser Welt kann daher auch nur lauten: Verschafft den vier Jungs ein ordentliches Budget und stellt ihnen einen erfahrenen Produzenten zur Seite. Dann kann aus Common Swift mittelfristig noch eine ganz große Band werden!
Fazit: Auf den Spuren der überlebensgroßen Radiohead und Coldplay (wohlgemerkt das Debüt!!) wandelnd, gelingt es Common Swift eindrucksvoll, nicht zu einem peinlichen Abziehbild dieser beiden Mega-Bands zu verkommen. Im Gegenteil: Common Swift verstehen es beängstigend gut, bekannte Sounds neu zu interpretieren und die erstklassigen Songs mit einem feinen Händchen für Arrangements und Melodien auszustatten. Alle vier Bandmitglieder sind technisch versiert und der einfühlsame und oftmals melancholische Gesang lässt auf eine professionelle Ausbildung schließen. Die Gesangslinien erzeugen mehr als einmal Gänsehaut. Jeder Song besitzt seinen ganz eigenen Charme. Common Swift liefern genialen, piano-/keyboardgetragenen Indie-Rock mit zerbrechlichen und wunderschönen Vocals, die echtes Suchtpotential besitzen. Das einzige Manko dieser Platte ist der Garagen-Sound, der sich ganz einfach dadurch erklären lässt, dass die Band (noch) keinen Plattendeal in der Tasche hat und THESE SAFE HOMES im heimischen „Studio“ aufgenommen hat. Aufgrund des riesigen Potentials dieser Band, sollte der Major-Deal jedoch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Eine echte Entdeckung und mir trotz des bescheidenen Sounds 6 Punkte wert! |
Anspieltipps:
| | „Phoenix“, „Shadow Boxers“, „Lakes of Pristine Glass“, “Sunbursts”. |
Titel-Liste:
| | - Vault 112
- Holly
- Phoenix
- Shadow Boxers
- Lakes of Pristine Glass
- Accidents become meaning
- Sunbursts
- Clouded Glass
- Fifty
- Everyday
- Separate Sights
- As the crystal fell (life sat tightly)
- Down the icy Flume
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.commonswiftband.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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