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Review: Cradle Of Filth |
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Album:
| | DARKLY, DARKLY, VENUS AVERSA, 2010, Peaceville |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | M.U., 05.12.2010 |
Review:
| | Cradle of Filth (kurz COF) sind eines der Urgesteine des Black und Dark Metals. Schließlich gibt es die Band schon seit 1991 und man ist extrem produktiv. Gegründet wird die Band wie gesagt 1991 in Ipswich, Grafschaft Suffolk, im Süden Englands. Musikalisch hat man schon etliche Stilrichtungen durch gemacht. Angefangen von Death Metal (in der Anfangszeit), Symphonic Black Metal (dann später) bis hin zu Extreme Gothic Metal (in der Endzeit). Mitgliedermäßig wechselt die Besetzung ständig durch; es gibt immer wieder Ab- und Zugänge. Es wäre müßig diese alle hier aufzuzählen. Gleiches gilt für die umfangreiche Liste der erschienen Alben (mittlerweile sind es neun Alben geworden). Mit DARKLY, DARKLY, VENUS AVERSA stellen sie auf jeden Fall ihr neuestes Werk aus dem Jahre 2010 vor. Das Album erscheint unter dem bandeigenen Label AbraCadaver (klingt wohl etwas sinister) in Kooperation mit Edel/Peaceville Records. Es gibt Ambitionen sich wieder auf die eigentlichen Ursprünge zu besinnen. Allerdings klingt das Album weniger nach Dark Metal, sondern eher nach Extreme Gothic Metal. Aber das werden wir nun herausfinden müssen.
Los geht es klassisch beim ersten Song "The Cult Of Venus Aversa". Im wahrsten Sinne des Wortes. Es klingt wirklich klassisch und auch mit einem Hauch nach Anne Clark. Doch all zulange spannen uns COF nicht auf die Folter. Denn schon kurze Zeit später zeigen sie, was das Album zu leisten vermag und wohin uns der Weg in der kommenden Stunde führen wird.. Eine fast magische Mischung aus klassischen Elementen gepaart mit unbarmherzigen Black Metal. Ein wahres Inferno an Klangerlebnissen, welches einem eine wohligen Schauer den Rücken runterlaufen lässt.
In die gleiche Kerbe schlagen dann auch die folgenden Songs "One Foul Step from the Abyss", "The Nun with the Astral Habit" und "Retreat of the Sacred Heart". Einfach genial was da COF abliefern. Diese geballte Power an musikalischem Genie ist einfach überwältigend.
Bei "The Persecution Song" begibt man sich auf die etwas ruhigere Schiene, ohne jedoch die eingeschlagene Richtung aus den Augen zu verlieren. Es herrscht eine düstere und depressive Stimmung, die sich durch den ganzen Song hindurchzieht. Auch hier wieder diese tolle Mischung aus klassischen und harten Elementen. Man könnte das schon fast als pompös bezeichnen.
Mit herzhaften rockigen Klängen beginnt "Deceiving Eyes". Mal eine etwas andere Spielweise, die damit auch etwas Abwechslung ins Konzept bringt. Allerdings entfernt man sich nicht allzu weit vom eigentlichen Geschehen, was der Geschlossenheit des Albums sehr zu Gute kommt.
Auch "Lilith Immaculate" erweckt den Eindruck eines pompösen, orchestralen Werkes. Hervorstechend ist, wie bei allen anderen Songs auch, die kraftvolle und alles bestimmende Stimme. Musikalisch erinnert der Song an eine Mischung aus Anne Clarke und Breed 77. Stilistische Elemente sind sofort zu erkennen. Und diese gepaart mit dem treibenden Sound und Rhythmus schaffen es auf Anhieb, den Hörer in seinen Bann zu ziehen.
"The Spawn of Love and War" glänzt wieder einmal mehr mit einer Mischung aus klassischen Instrumente, Stilelementen und dem gnadenlosen Black bzw. Dark Metal, der aber auch in Richtung Gothic tendiert. Man schafft die perfekte Symbiose aus unterschiedlichen Stilrichtungen.
Allerdings geht es auch anders. Dies beweist der Song "Harlot on a Pedestal", der wesentlich schneller gespielt wird und auch einmal Hardrock-Elemente aufzeigt. Dennoch bleibt die Spielweise hart, unnachgiebig und brutal. Und das wird durch den bestimmenden Gesang und dem infernalischen Schlagzeug noch untermauert.
Mit einer klassischen Rockgitarre beginnt der vorletzte Song "Forgive me Father (I Have Sinned)". Hier weichen sie doch erheblich von der bisherigen Richtung ab. Es klingt eher nach Hardrock à la Motörhead oder andere. Auch ist die Stimme nicht ganz so dominant, aber ein bisschen Erholung tut nach diesem umwerfenden Feuerwerk ganz gut. Aber sie zeigen auch, dass sie auch andere Richtungen beherrschen.
Und zu guter Letzt noch der Song "Beyond Eleventh Hour", den anfangs wirklich nach Anne Clarke klingt. Eine frappierende Ähnlichkeit macht sich da breit. Der Song ist zumindest am Anfang sehr melancholisch angehaucht; doch da ändert sich nach der ersten Minute grundlegend. Denn man biete hier nochmal eine geballte Ladung an allem, was man auch bisher zum Besten gegeben hat. Man sollte es kaum glauben, aber so schnell können 62 Minuten vergehen.
Fazit: Wie soll ich das Fazit beginnen? Am Besten mit ein paar Zitaten aus dem Promo-Zettel: "Ohne Zweifel das schnellste und brutalste Album, das wir jemals geschaffen haben" (Dani Filth) oder "Iron Maiden auf Crack auf einem Friedhof voller Engel" (Ein Freund der Band) oder "Dieses Album ist Cradles bösestes und dunkelstes Märchen" (nochmal Dani Filth). Die Zitate ließen sich endlos aufzählen. Fakt ist, das Album ist der absolute Hammer. Schade, dass wir nur "7 von 7" vergeben, denn in diesem Fall wäre eine "8 von 7" gerechtfertigt. Diese Power, diese kraftvolle Spielweise und dieser Groove sind einfach nicht zu überbieten.. Das hämmert einem einfach das Gehirn flach und gräbt sich wie ein Riesenbagger in die Hirnwindungen ein. Stilistisch wird es überall als Black Metal gehandelt, aber wer das Album angehört hat, tendiert wohl so wie ich eher in Richtung Extreme Gothic Metal. Das würde auch mit der aktuellen Situation der Band übereinstimmen. Neben dem normalen Album gibt es auch "Limited Edition" mit vier Bonus-Tracks und zusätzlich eine "Special Fan Edition", die über weitere acht Bonus-Tracks verfügt, sowie über weitere Features wie einer Promo-DVD, einem 64-seitigen Booklet, T-Shirt und weiteres. Also was für die echten Fans. Wer sich das Album nicht kauft, der verpasst definitiv etwas. |
Titel-Liste:
| | - The Cult of Venus Aversa
- One Foul Step from the Abyss
- The Nun with the Astral Habit
- Retreat of the Sacred Heart
- The Persecution Song
- Deceiving Eyes
- Lilith Immaculate
- The Spawn of Love and War
- Harlot on a Pedestal
- Forgive me Father (I have sinned)
- Beyond eleventh Hour
Limited Edition Bonus Disc
- Beast of Extermination
- Truth and Agony
- Mistress From the Sucking Pit
- Behind the Jagged Mountains
Special Fan Edition Bonus Disc
- Beast of Extermination
- Truth & Agony
- Adest Rosa Secreta Eros
- Mistress from the Sucking Pit
- Behind the Jagged Mountains
- The Cult of Venus Aversa (Demo Version)
- The Nun with the Astral Habit (Demo Version)
- Deceiving Eyes (Demo Version)
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