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Review: Craving Lucy
 
Craving Lucy

Album:
 CRAVING LUCY, 2007, Riker Hill

Stil:
 Alternative Rock, Nu Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.H., 21.09.2007

Review:
 Craving Lucy ist ein junges Quartett aus Boston und hat vor ein paar Tagen die gleichnamige Debüt-CD vorgelegt. Auch wenn sie offiziell nicht in Deutschland zu erwerben ist, kann man sie trotzdem über den Markplatz eines Onlinehändlers mit "A" beginnend erwerben.
Doch die Frage ist - lohnt sich das überhaupt?
Also, die Musik von Craving Lucy würde ich gerne zuerst umschreiben, was nicht so einfach ist, denn die Mannen um Sänger Steven Archambault spielen eigentlich eine sehr interessante Mischung aus Grunge (Pearl Jam), Alternative Rock (Creed) und Nu Rock (Fuel). Das ganze gibt einen Cocktail, der gefallen kann.

Der Opener "Therapy" beginnt dabei sehr stampfend, ja man hat schon fast das Gefühl erstmal, dass man hier eine klassische Heavy Metal Nummer hört, aber dieser Eindruck verfliegt schnell, sobald den leicht schräg eingesungene Refrain hört, der sich eindeutig am Grunge Rock orientiert.

"Collide" geht da in eine andere Richtung, denn dieser Song beginnt mit einem ruhigen Gitarrenintro und eröffnet letztendlich eine feine Nu Rock - Hymne.

Das nachfolgende "Far away" klingt vom Arrangement her zuerst nach seinem Vorgänger und ich dachte schon, dass sich die Band jetzt schon selbst kopiert. Aber zum Glück war das nicht der Fall. Im Gegenteil: "Far away" entpuppt sich als wunderschöne und radiotaugliche Halbballade, die es in sich hat.

Auch "I'm alive" beginnt sehr ruhig arrangiert und ich habe das Gefühl, dass die Band mit diesen drei Songs hintereinander einfach mal ein kleines "Konzeptalbum" machen wollte, denn die Gitarrenriffs ähneln sich schon sehr. Wie dem auch sei, "I'm alive" ist erneut eine geniale Nu Rock-Hymne, die vor allem im Refrain eine gesunde Härte mit sich bringt. Also, mal musikalisch gesehen. Für mich die stärkste Nummer auf der CD.

Doch auch das mit einem treibenden Drumlauf versehene - und dadurch sehr druckvolle "So far down" kann genauso überzeugen wie das rockende "In too deep".

Leider gibt es mit "Strong enough" auch mal eine Nummer die nicht wirklich überzeugen kann, dafür ist sie einfach zu schwach geschrieben.

Auch "Watch over me" ist eher Mittelmaß und kann sich nicht im Ohr festsetzen.

Das ist bei dem poppig arrangierten "Remember" ganz anders - hier ist dem Quartett nochmals ein wirklicher Ohrwurm gelungen. Und zum ersten Mal höre ich auch hier den Einsatz von Cellos und Geigen in den Bridges. Gut gemacht und sicherlich der erste Anspieltipp für den geneigten Käufer.

"Color Blind" ist dann nochmal überraschend aggressiv eingespielt, was vor allem an dem stampfenden Riff liegt. Trotzdem ist das noch mal eine runde Sache, und bei der abschließende Akustik - Ballade "One last Time around" muss ich sagen, dass die US-Amerikaner auch die ruhigen Töne beherrschen.

Fazit: Sehr gelungen ist das Debüt von Craving Lucy auf jeden Fall. Sicherlich ist noch Spielraum für eine Steigerung, aber im großen und ganzen kann man nicht meckern. Auffallend ist auch die sehr gute Produktion und sorgt für einen guten Gesamteindruck.

Tipp:
 Also, wer gerne Nu Rock und/oder Alternative Rock in Richtung Nickelback, Creed oder Fuel hört, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich hoffe, man hört von Craving Lucy noch mehr in der Zukunft.

Titel-Liste:
 
  1. Therapy
  2. Collide
  3. Far away
  4. I'm alive
  5. So far down
  6. In too deep
  7. Strong enough
  8. Watch over me
  9. Remember
  10. Color Blind
  11. One last Time around

Laufzeit:
 40:57 Min.

Band-Infos:
 
  • myspace.com/cravinglucy 


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