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Review: Crescent Shield |
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Album:
| | THE STARS OF NEVER SEEN, 2009, Cruz Del Sur |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 04.05.2009 |
Review:
| | Crescent Shield begann als Side-Projekt von Sänger Michael Grant (ex-Onward) und Gitarrist Dan DeLucie (Destiny´s End), doch inzwischen hat sich der Nebenjob für beide zum Hauptaugenmerk entwickelt.
Mit ihrem Debüt THE LAST OF MY KIND konnten die US-Amerikaner gute Presse-Kritiken einheimsen. Knapp drei Jahre später schieben sie das Zweitwerk THE STARS OF NEVER SEEN nach, mit dem sie an die Erfolge anknüpfen wollen. Noch epischer soll es sein, außerdem etwas progressiver, und dennoch sollen die Melodic-Metal-Markenzeichen der Band erhalten bleiben. Wir werden sehen, wie sie dieses Vorhaben meistern. Wie bereits der Vorgänger, erscheint THE STARS OF NEVER SEEN bei Cruz Del Sur Music.
Neben Grant und DeLucie bestehen Crescent Shield aus der Bassistin Melanie Sisneros, mit der die Bandgründer schon bei der Formation New Eden zusammen spielten, sowie dem Schlagzeuger Craig Anderson, der sich seine Sporen unter anderem schon bei Jack Frosts Truppe Seven Witches verdiente.
Mit "Under Cover of Shadows" haben die Amis einen eher schleppenden Song an den Anfang gesetzt. Einen leicht epischem, aber wenig spannendem Konstrukt fehlt es an einem wirklichen Höhepunkt. Ich würde das Stück fast in die doomige Ecke drücken. Die melodischen, etwas Maiden-artigen Leads können noch ein paar Akzente setzen, ansonsten bin ich ein wenig enttäuscht. Angesichts des hohen Lobs habe ich mir da mehr versprochen.
Bei "The grand Horizon" wird etwas mehr aufs Gas getreten. Auch hier sind beim Gitarrenspiel die Parallelen zu Maiden unüberhörbar. Dennoch können der zielgerichtete Aufbau und der schön erarbeitete Höhepunkt schon wesentlich mehr glänzen. Stilistisch geht es mit erneut etwas episch-melodischer Ausrichtung in die True-Metal-Ecke.
"Tides of Fire" entpuppt sich als typischer Epic-Metal-Track. Er mutet wie eine Mischung aus Manowar und Battleroar an, und ist leicht progressiv arrangiert, mit Rhythmus- und Intensitätswechseln. Durch den charakteristischen Gesang bekommt er darüberhinaus einen hymnischen Touch.
Auch bei "10.000 Midnights ago" versucht man auf der sehr epischen, ziemlich verhaltenen Schiene weiterzufahren, kann aber keinerlei neuen Akzente setzen. Auch der Gesang stellt sich auf Dauer als recht limitiert heraus. Michael Grant hat eine vergleichsweise hohe Stimme mit einem melodischen Timbre. Sie ist zwar gut geeignet, um hymnische Passagen auszureizen, bekommt aber manchmal auch einen zu jammernden, fast weinerlichen Klang.
Mit einem recht dominanten Bass und straighterem Aufbau, erinnert mich "Temple of the Empty" wieder deutlicher an Maiden, hauptsächlich an deren bombastischen Longtracks. Auch wenn es hier - abgesehen von ein paar folkigen Klängen beim Solo - an eigenen Trademarks fehlt, ist es eines der besseren Stücke.
Bei "My Anger" bringen die Kalifornier endlich mal die Power ins Spiel, die mir bisher fehlte. Der Song enthält Energie, Dynamik, einen Hauch Aggressivität, ist zielgerichtet und glänzt mit einem eingängigen Höhepunkt. Hier wird die Grenze vom Epic Metal zum Power Metal überschritten. Gefällt mir sehr gut.
"The Bellman" ist progressiv arrangiert mit deutlichen Intensitätswechseln, kann aber mit ein paar kompositorischen Überraschungen aufwarten.
Der Longtrack "The Endurance" beginnt mit einer mächtigen Instrumentalbreitseite, danach folgt ein besinnlicher Aufbau mit teilweise exotischeren Klängen. In unterschiedlich energetischen Phasen wird mal das Tempo angezogen, dann wieder ein gefühlvoll-akustischer Part eingeschoben. In dem Song rufen die vier Amerikaner ihr gesamtes musikalisches Potential ab und servieren es dem Hörer in vielschichtiger Form.
Mit "Lifespan" beschließt ein druckvoller Track die Scheibe. Zugegebenermaßen hätte ich diesen eher an den Anfang gesetzt, da er ganz gut Power entwickelt und Stimmung macht, und an seiner Stelle das schleppende "Under Cover of Shadows" ans Ende. Aber Cescent Shield werden sich mit der Platzierung der Tracks schon etwas gedacht haben. Möglicherweise liegt bei dem Album ein Konzept vor, das sich mir mangels vorliegender Texte nicht ganz erschließt.
Fazit: Gesamt gesehen ist THE STARS OF NEVER SEEN ein gutes Album, das Epic Metal mit True Metal und Power Metal der typischen US-Ausrichtung vereint. Hinzu kommen die Gitarrenleads, die man vor allen Dingen von Iron Maiden kennt, die aber natürlich viele amerikanische Bands auch inspirieren.
Crescent Shield kreieren durch die Stilvermischung schon so etwas wie eigene Trademarks, könnten sich meines Erachtens aber noch mehr von den diversen Vorbildern lösen.
Instrumental gibt es sicherlich nichts zu meckern. Die Musiker verstehen ihr Metier, und der technische Anspruch ist auch da. Der Gesang von Grant wird wohl die Geister scheiden. Ich persönlich finde die Klangfarbe mit diesem "jammernden" Unterton auf Dauer anstrengend.
Hinzu kommt auch noch, dass das Album nicht auf einem hohen Level bleibt, sondern gelegentliche kleine qualitative Einbrüche aufweist. An der kompositorischen Konstanz müssen die Amis also auch noch arbeiten. Die Spitzengruppe der Spielart(en) haben sie in meiner Ansicht noch nicht erreicht, sie sind aber auf dem besten Wege dorthin. |
Anspieltipps:
| | "The grand Horizon", "Temple of the Empty", "My Anger" und "The Endurance". |
Tipp:
| | Gerade die Anhänger der US-Ausrichtung des Epic- und Power Metal werden an THE STARS OF NEVER SEEN gefallen finden. |
Titel-Liste:
| | - Under Cover of Shadows
- The grand Horizon
- Tides of Fire
- 10,000 Midnights ago
- Temple of the Empty
- My Anger
- The Bellman
- The Endurance
- Lifespan
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.crescentshield.com  |
Probehören und Kaufen:
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