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Review: Criminal |
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Album:
| | WHITE HELL, 2009, Massacre |
Stil:
| | Death Thrash Metal, Melodic Death Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 12.05.2009 |
Review:
| | Hier zu lande weniger bekannt, aber Criminal gehören zu einer der bekanntesten Metal Bands Südamerikas und werden oftmals im gleichen Atemzug mit den auch in Europa bestens bekannten Sepultura genannt. Obwohl der Chilene Anton Reisenegger schon seit Anfang der 90er seine in brutalem Thrash verpackten Hassbotschaften auf die Fanscharen los lässt, blieb der wirklich große Erfolg bisher aus. Angesichts der Tatsache, dass das Debüt VICTIMIZED bereits 1994 erschienen ist und sich der Neuling WHITE HELL an sechster Stelle in die Discografie einreiht, vielleicht schon etwas verwunderlich. Auch über mangelnde Bühnenerfahrung kann die Band nicht klagen. Egal ob neben Sepultura, Kreator, Slayer, Anthrax, Exodus oder Napalm Death ebenso wie gemeinsam mit Bruce Dickinson, Candlemass oder Motörhead, an Vorbilder schien bisher kein Mangel bestanden zu haben.
Es mag vielleicht an den vielen Line-Up-Wechseln liegen, an Problemen bei der Vermarktung trotz üppiger Alben-Absätze weltweit oder einfach an dem letzten Quantum Glück, dass bisher der große Durchbruch noch fehlt. Aber was noch nicht ist, das kann ja noch werden, und wer weiß ob WHITE HELL der Kandidat sein wird?
Ein volles Brett und das schon zu Beginn, gibt es mit dem Opener "21st Century Paranoia" auf die Lauscher. Hier haben es die Südamerikaner verstanden Thrash und Death symbiotisch zu vereinen und dabei auf ganzer Linie mit erstklassiger Gitarrenarbeit zu überzeugen. Wer eingefleischter Rage-Fan ist, der wird sogar eines der Phrasen mühelos erkennen - "Shadow out of Time" lässt grüßen.
Achtung bei "Incubus", denn die geballte Ladung landet voll im Gesicht, Ohrensausen inbegriffen. Und wer noch nicht genug hat der kann sich bei "Black Light" in der Mähne des wilden Hengstes fest krallen damit der brutale Death Metal Ritt auch ohne Blessuren abgeht.
Es muss nicht immer Vollgas sein. "Stange Ways" mit seinem übermäßigen Groove kann ebenso punkten und verhilft zu einer kurzen Verschnaufpause.
Wer's dann doch lieber schnell und klassisch mag, der kann mit "The Infidel" das lange Haupthaar kreisen lassen.
Brutale Growls, melodische und tiefe Gitarren, rattenscharfe Riffs, klar hier ist die Abrissbirne "Invasion" gemeint, die besonders mit seinem abwechslungsreichen Gitarren-Solo die letzten Zweifler überzeugen sollte.
"Bastardom" - ich sage nur wieder "Gitarren-Solo".
Als Abschluss hat Quartett noch schnell mal einen Ausblick in die mögliche Zukunft gepackt, denn "Sons of Cain" ist astreiner Modern Metal, der gut inszeniert, aber hoffentlich nicht verfolgt wird. Das mag aber mehr ein persönlicher Wunschgedanke sein und hat nichts mit der Performance zu tun.
Fazit: WHITE HELL ist bei Die-Hard-Liebhabern des Bay-Area Thrashs an der falschen Adresse. Wer jedoch auf härtere, mit Death Metal versetzte Thrash-Ballereien steht und auch ein offenes Ohr für Melodic Death besitzt, der wird an diesem Album viel Freude haben. Perfekt auf der Höhe der Zeit, wird hier Death in Kombination mit Thrash mit viel Feingefühl und Liebe zum Detail gespielt, wie man es nur selten findet. Sahnehäubchen sind dabei die knackigen Gitarren-Soli und Tempowechsel, die kaum Langeweile aufkommen lassen.
Schade nur, dass die gute Leistung stellenweise kleine Einbrüche erleidet, die jedoch die Gesamtleistung nur unwesentlich schmälert.
Ob mit diesem Album jedoch der Durchbruch gelingt, bezweifle ich. Wäre das Album vor fünf oder zehn Jahren erschienen, hätte ich bedenkenlos mit "Ja" votiert. Inzwischen ist die Konkurrenz jedoch riesengroß geworden und stets hellwach. |
Tipp:
| | Für alle Fans von Thrash Metal, die es gerne stark gewürzt Marke "Death" mögen, sollten hier unbedingt zugreifen. |
Titel-Liste:
| | - 21st Century Paranoia
- Crime and Punishment
- Incubus
- Black Light
- The Deluge
- Strange Ways
- Mobrule
- The Infidel
- Invasion
- Eyes of Temptation
- Bastardom
- Sons of Cain
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Laufzeit:
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Empfehlen:
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