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Review: Crimson Delight
 
BACKYARDS OF MY SOUL

Album:
 BACKYARDS OF MY SOUL, 2011, Antstreet

Stil:
 Alternative Pop

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.A., 22.01.2012

Review:
 BACKYARDS OF MY SOUL ist bereits das zweite Werk der aus Jutta Jasim (Lead Vocals), Betty Moe (Guitar), Natalia Pavlovschi (Guitar), Marc Dusny/Trevor Brown (Bass) und Stefan Pelikan (Drums) bestehenden Band Crimson Delight aus Stuttgart.

Die Songs gehen ausnahmslos auf das Konto der drei weiblichen Bandmitglieder. Femininer Alternativ-Pop also, aus deutschen Landen frisch auf den Tisch. Mit einem erfahrenen Produzenten (Glenn Keiles) an der Seite haben sich Crimson Delight sich den eher melancholischen Themen des Lebens angenommen. Freundschaft, gescheiterte Beziehungen, der eintönige, automatisierte Alltag etc.

Die Texte sind mir persönlich zu klischeebehaftet, oftmals banal. Die Musik, naja, zieht die Salami auch nicht vom Brot. Die Produktion ist solide, wenn speziell die Drums hier ein wenig nach Proberaum-Aufnahme miefen. Aber der Funke springt hier einfach nicht über. Hier fehlt es an griffigen Songideen und zündenden Refrains, die auch im Ohr haften bleiben. Handwerklich geht die Sache in Ordnung, da gibt es nix zu meckern. Aber ein paar hübsche Melodie-Ideen reichen einfach nicht aus, um ein ganzes Album zu füllen, sorry!! Vielleicht gehöre ich auch einfach nicht zur Zielgruppe von Crimson Delight. Ja, so wird es sein.

Fazit: BACKYARDS OF MY SOUL ist eine Mischung aus recht annehmbaren Pop-Nummern, einigen wenigen straighteren Rocksongs und sensiblen Balladen, denen es jedoch insgesamt ein wenig an Biss fehlt. Vielleicht liegt’s jedoch auch nur an der Produktion und auf der Bühne kommen die Songs knackiger rüber. Die Songwriter-Credits gehen ausschließlich an die weiblichen Protagonisten von Crimson Delight. Die Zielgruppe dürfte sich daher auch überwiegend aus MusikliebhaberInnen im Alter zwischen 25 und 45 zusammensetzen, die mit Melissa Etheridge, Alanis Morrisette etc. sozialisiert wurden. Musik von Mädels für Mädels? Kurzum: BACKYARDS OF MY SOUL klingt für mich nach einheitlichem Feministinnen-Pop/Rock, der unverwechselbar sein möchte, aber nicht ist. So, jetzt zahle ich auch gern 5 Euro in die Chauvie-Kasse!

Anspieltipps:
 "Mechanically", "Backyards of my Soul" und "Paralysed".

Titel-Liste:
 
  1. My best Friend
  2. Hey Mister
  3. Mechanically
  4. Backyards of my Soul
  5. Never walk in the Rain
  6. Take my Hand
  7. Marie holds your Heart
  8. Paralysed
  9. Sorry
  10. Oh God
  11. Wrong or right
  12. Too late
  13. After all this Time
  14. My Heart
  15. I wonder
    - - - Bonus Tracks - - -
  16. Talk to me
  17. Underwater

Laufzeit:
 71:15 Min.

Band-Infos:
 
  • www.crimsondelight.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Crimson Delight: BACKYARDS OF MY SOUL

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