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Review: Cryonic Temple |
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Album:
| | IMMORTAL, 2008, Metal Heaven |
Stil:
| | Melodic Metal, Progressive Power Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 06.11.2008 |
Review:
| | Ihren inzwischen vierten Longplayer präsentieren uns die Schweden von Cryonic Temple. Zwischen dem Vorgängerwerk IN THY POWER und dem hier besprochenen IMMORTAL drehte sich das Besetzungskarussell ordentlich. Es gibt Neuzwächse an den Sechssaitern sowie am Mikro.
Anno 2008 bestehen Cryonic Temple nun aus Magnus Thurin (Gesang), Leif Collin (Gitarre), Esa Ahonen (Gitarre), Hans Karlin (Drums) und Bjorn Svensson (Bass). Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Besetzungswechsel auf den Sound der Truppe ausgewirkt haben.
Gleich zum Einstieg gibt es mit "Immortal" einen leicht progressiven Melodic Metal Track, der mich vor allen Dingen durch seine Riffs und Gitarrenleads begeistert. Ein zielgerichteter Aufbau geht in eine starke Bridge über und mündet schließlich in den Refrain, der mir aber einen Ticken zu hoch gesungen ist.
Auch beim zweiten Track "Standing tall" sind es in erster Linie die melodischen, aber trotzdem druckvollen Gitarrenlinien, die sich bei mir im Gehör festsetzen. Der Aufbau ist eingängig und der Höhepunkt schön hymnisch arrangiert. Das lange Solo kann ebenfalls Akzente setzen. Ein rundum gelungener Song.
"Where Sadness never rests" ist noch eine Spur melodischer, aber trotzdem keine Ballade, sondern ein gelungener Melodic Metal-Track mit starken Riffs und Leads. Und der erneut sehr hymnische Refrain thront genial über der Komposition. Sänger Magnus Thurin reizt den Höhepunkt durch sein Timbre auch bis ins letzte Quentchen aus, wobei er auf die Hochtöner-Eskapaden verzichtet.
Wesentlich druckvoller und auch progressiver kommt "Beg me". Der Aufbau wirkt etwas konfus mit zuviel Rhythmusgitarrengeschrammel und zu hohem Gesang. Nur im Refrain wird der Song harmonischer und im Solo kann die Leadgitarre glänzen.
"Freedom calling" hat wieder einen eingängigeren und besser strukturierten Aufbau und einen schön langen Refrain. In einem ruhigeren Zwischenspiel gibt es zwar einen kompletten Tempo- und Rhythmuswechsel, aber der Abschnitt passt sich dem Gesamtkonstrukt gut an.
Bei "Fear of the Rage" erwarte ich nach den ersten Klängen eigentlich die obligatorische Ballade, doch der Song entwickelt sich dann bald unerwarteterweise zu einer richtigen Up-Tempo-Nummer. Es ist Progressive Power Metal mit sogar einigen aggressiveren, fast thrashigen Attributen. Der Song ist aber keineswegs schlecht, sondern bringt Schwung und Abwechslung in die Scheibe. Das Lead-Solo ist Speed-Metal-verdächtig und der Refrain gefällt mir auch gut. Lediglich der in sehr hoher Lage geschrieene Refrainausklang wirkt etwas disharmonisch.
Mit typischen Powerchords wird "Time" kontinuierlich aufgebaut und wird beim Höhepunkt dann schön intensiv und energetisch. Auch das Mainriff geht gut ins Ohr und ein erst besinnliches und dann sehr knackiges Instrumental-Intermezzo runden ein weiteres gelungenes Stück ab.
"Fight to survive" reiht sich bei den progressiveren Power Metal-Songs ein und zeichnet sich durch gelegentliche Tempo- und Rhythmuswechsel aus. Das Riffing ist durchweg recht druckvoll und der Höhepunkt einigermaßen gut herausgestellt.
Als reiner Power-Metal-Track ist "Train of Distruction" schön straight und dynamisch. Kompositorisch gibt es zwar nichts Neues zu entdecken, aber der Headbangfaktor steigt erheblich und der Fuß wippt unwillkürlich.
Zur Beruhigung des Blutdrucks folgt dann schließlich doch noch die Ballade. "As I sleep" ist ein melodisches und emotionales Stück, ragt aber aus dem Balladenallerlei, das man immer wieder präsentiert bekommt, nicht sonderlich heraus.
Mit "Departure" wird das Album von einem besinnlichen, kurzen Instrumental beendet.
Fazit: Mit IMMORTAL haben sich Cryonic Temple noch ein Stück weiterentwickelt. Es gibt wenig Schwachpunkte, dafür aber eine Reihe richtig starker Kompositionen. Die Eingängigkeit wurde zu Gunsten komplexerer Strukturen etwas zurückgeschraubt. Die "Happy-Metal"-Attitude des Vorgängers wurde weitestgehend über Bord geworfen. Das Songwriting ist ausgefeilter und abwechslungsreicher geworden. Von Melodic Metal über Progressive Melodic/Power Metal bis zu reinem, teilweise sehr druckvollen Power Metal reicht die Spannbreite des Werks.
Sehr gut gefällt mir das ganze Album über die Leistung der Gitarristen. Egal ob Leads, Riffs oder Soli - das ist alles vom Feinsten. Die Rhythmustruppe agiert eher unauffällig, aber bodenständig. Am Gesang von Magnus Thurin scheiden sich sicherlich die Geister. Er ist zwar kräftig und ausdrucksstark, erreicht aber gelegentlich schmerzende Höhen. Im Promo-Flyer steht, dass er stark von Michael Kiske und Geoff Tate beeinflusst ist. Das kann ich zweifelsohne bestätigen. Der Unterschied zum vorherigen Sänger ist aber meines Erachtens nicht so immens. |
Anspieltipps:
| | "Standing tall", "Where Sadness never rests", "Freedom Calling" und "Time". |
Tipp:
| | Hier sollten alle Melodic-, Progressive oder Power-Metal-Fans eine intensive Hörprobe wagen. |
Titel-Liste:
| | - Immortal
- Standing tall
- Where Sadness never rests
- Beg me
- Freedom calling
- Fear of the Rage
- Time
- Fight to survive
- Train of Destruction
- As I sleep
- Departure
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.cryonictemple.com  |
Probehören und Kaufen:
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