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Review: Crystallion |
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Album:
| | HUNDRED DAYS, 2009, Dockyard 2 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 02.01.2010 |
Review:
| | Die bayerischen Power Metaller Crystallion haben sich mit nur zwei Alben schon einen enormen Ruf und Status in der Szene erspielt. So sind meine Erwartungen gegenüber dem dritten Longplayer HUNDRED DAYS auch sehr hoch. Lyrisch steht dem Werk wieder eine konzeptionelle Geschichte zugrunde. Diesmal geht es um die "Herrschaft der hundert Tage" zwischen dem Ende von Napoleons Exil auf Elba, bzw. der Rückkehr nach Frankreich und der Niederlage bei Waterloo.
Und Crystallion enttäuschen die Anhänger auch diesmal nicht. Die Songs strotzen von tollen Melodien, eingängigen Konstrukten, schön erarbeiteten Höhepunkten und markanten Refrains. Wenn ich mir die lyrische Seite anschaue, wirkt die Musik fast ein bisschen zu "happy", denn schließlich war Napoleons Regime wahrlich kein Zuckerschlecken, sondern eher eine hochkriegerische Angelegenheit. Doch lassen wir diesen Aspekt mal beiseite: die Kompositionen verstehen es einfach mitzureißen. Man ertappt sich ganz automatisch beim Mitwippen oder Bangen.
Es wird durchweg ein gutes bis sehr gutes Level gehalten. Dabei kristallisieren sich dann noch ein paar Highlights heraus. Diese sind meines Erachtens das flotte und einprägsame "Cry in the Night", das stark an frühere Helloween erinnernde "Sole Survivors in Ligny", das eher nachdenklich wirkende und mit vielschichtigen Intensitäten glänzende "Nations Falling", das ebenso druckvolle wie verspielte "Under heavy Fire" und "Hundred Days" mit seinen genialen Riffs und Licks.
Doch stehen diesen die anderen Stücke auch kaum etwas nach. Das Songwriting ist durchweg Spitzenklasse. Und obwohl die Mucke in puncto Abwechslung manchmal ziemlich eingeschränkt scheint, gelingt es Crystallion trotzdem, möglichst gut zu variieren und vielfältig zu agieren.
Technisch ist sowieso alles im grünen Bereich. Thomas Strüblers Gesang mit dem melodischen und ausdrucksstarken Timbre ist wieder sehr markant und drückt den Kompositionen einen Stempel auf. Das Gitarrenspiel ist vielseitig und inspiriert, das Keyboard outet sich als perfekte Melodieergänzung und die Rhythmustruppe treibt die leadführende Fraktion ordentlich an.
Fazit: Crystallion machen mit HUNDRED DAYS dort weiter, wo sie mit HATTIN aufgehört hatten - bei erstklassigem Melodic Power Metal. HUNDRED DAYS ist vielleicht sogar noch einen Ticken besser. Solange die Musik frisch und frei wirkt und die Songs lange im Ohr bleiben, machen Crystallion alles richtig. Und HUNDRED DAYS ist der Beweis. Fans des Genres kann ich das Album deswegen nur empfehlen. |
Titel-Liste:
| | - Cloak and Dagger
- The sleeping Giant
- A Cry in the Night
- Sole Survivors in Ligny
- Nations Falling
- Hougoumont
- Under heavy Fire
- We stand Aligned
- Hundred Days
- The Bravest of the Brave
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.crystallion.net  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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