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Review: Custard
 
Custard - INFESTED BY ANGER

Album:
 INFESTED BY ANGER, 2013, Pure Steel Records

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.R., 24.06.2013

Review:
 Satte 26 Jahre gibt es Custard, die gestandene Heavy Metal-Band aus dem Nordrhein-Westfählischen Herne, nun schon! Eine lange Zeit, in der die Herren gerade einmal vier Alben veröffentlicht haben. Nach diversen Demos erschien 1998 das noch etwas unausgegorene KINGDOM OF MY LIFE, ehe der Band im Jahr 2000 mit dem Nachfolger FOR MY KING ein satter Qualitätssprung nach oben glückte. Ihr bis dato bestes Werk WHEELS OF TIME, das durch und durch hochklassigen Melodic Power Metal der Helloween-Schule bot und eine Headliner-Tournee mit Sabaton nach sich zog, erschien schließlich 2005. Seit FORCES REMAIN, das 2008 in die Läden kam, gab es von Custard leider nichts mehr zu hören bis jetzt. Mit weiblicher Verstärkung an der zweiten Gitarre durch Anna Olejniczak wagt sich das Quintett um Sänger Olli Strasser und Hauptgitarrist Carsten "Oscar" Reichart auf musikalisch ungewohntes Terrain. Ihre fünfte Scheibe INFESTED BY ANGER fällt nämlich um einiges härter aus als alles, was es von Custard bisher zu hören gab und soll musikalisch angeblich sogar im US Metal-Spektrum zu verorten sein. Schauen wir also mal, inwieweit diese Aussage der Wahrheit entspricht und ob Custard auch in dieser Sparte bestehen können.

Beim stimmungsvollen orchestralen Intro "Call of Ares" ist vom Zuwachs an Härte logischerweise noch nichts zu hören, doch der folgende Opener "Gods of War" gibt dann deutlich die Marschrichtung vor. Tatsächlich dröhnt der Song sehr wuchtig aus den Boxen, doch von US Metal kann keine Rede sein. Nach wie vor gibt es typischen europäisch geprägten Power Metal der Helloween-Schule zu hören, hier und da allerdings mit einer leichten Judas Priest-Note versehen. Jegliches Schubladendenken mal beiseite gelassen, kann der Song definitiv überzeugen und weckt das Hörerinteresse nach weiteren Glanztaten.
Lange darauf warten muss man glücklicherweise nicht, denn der nächste, durch das militärische Intro "The parachute Infantry" eingeleitete Song namens "Death from above" fällt kaum schwächer aus. Erneut legen Custard ein ordentliches Tempo vor und bieten leicht rauen, aber dennoch sehr melodischen Power Metal.
Zeit, einen Gang zurückzuschalten, mag man bei "My last Breath" anfangs noch vermuten. Doch schon nach zehn Sekunden entwickelt sich der Titel zum bis dato härtesten Song der Scheibe, ja sogar zum härtesten Custard-Song überhaupt. Gelegentliche Highspeed-Attacken im Refrain und aggressiver Gesang lassen den Headbang-Faktor drastisch ansteigen, ohne dass das Qualitätsniveau darunter auch nur im Ansatz leidet ein weiterer Volltreffer also!
Auch "Black Friday" hat es in sich und kann den Hörer nicht nur mit dem melancholischen Intro und den hammerharten Strophen, sondern vor allem mit seinem hymnischen Refrain auf seine Seite ziehen.
Dass Custard auch zu überzeugen wissen, wenn sie nicht ausschließlich auf Härte und Vollgas setzen, beweist das stampfende "Time to bleed".
Schon bei "300" wird die Hochgeschwindigkeitsmaschinerie aber wieder angeschmissen, ehe mit "Endless Pain" die obligatorische Halbballade folgt, die glücklicherweise weder kitschig noch banal, sondern sehr stimmungs- und im weiteren Verlauf sogar druckvoll daherkommt und einen weiteren Höhepunkt des Albums darstellt.
Vom blechernen Intro sollte man sich bei "By Fire and Sword" nicht in die Irre führen lassen nach kurzer Zeit zeigen sich Custard nämlich von ihrer gewohnt harten Seite. In diesem Fall sogar härter als gewohnt, denn die Nummer gehört zu den erwähnten Songs, bei denen die Band neue persönliche Härterekorde auslotet.
Nachdem bis hierher jeder Song mindestens gutklassig war, folgt mit "A Knight" leider der Ausfall des Albums. Sowohl stimmlich als auch musikalisch können Custard hier nicht überzeugen das gilt sowohl für die Stampf- als auch für die Speed-Passagen.
Gut, dass "Dead shall rise" da schon wieder von einem anderen Kaliber ist. Die epische Hard Rock-Nummer stellt eine weitere, aber keinesfalls schlechtere Facette des Custard-Sounds dar und weiß besonders im Refrain zu überzeugen.
Auch bei "Hellheart" loten die Herner keine Geschwindigkeitsrekorde aus, sondern präsentieren endlich die groß angekündigten, bis hierher aber vermissten US Metal-Einflüsse und das durchaus gekonnt, aber nur in den Strophen, denn der Refrain ist eher im Euro-Power Metal-Sektor angesiedelt.
"Only Dust" bietet dann noch mal routinierten Power Metal, bevor das Album mit dem atmosphärischen Outro "Infested by Anger" auf höchstem Niveau sein Ende findet.

Fazit: Fangen wir ausnahmsweise mal mit dem Negativen zuerst an die Produktion hätte bei INFESTED BY ANGER schon eine Spur klarer, auf der anderen Seite aber auch druckvoller ausfallen können. Davon mal ab gibt es für jeden Anhänger des klassischen Hartwurst-Sounds keine Entschuldigung, sich das Album nicht in den Plattenschrank zu stellen. Custard haben hier nämlich ihre bisher beste Scheibe abgeliefert, die, von einem Ausfall mal abgesehen, durchweg starkes Material beinhaltet. Die angekündigten US Metal-Einflüsse schimmern auf INFESTED BY ANGER zwar nur selten durch, härter sind Custard aber allemal geworden. Und nicht nur das die Scheibe ist nämlich das bis dato abwechslungsreichste Werk der Ruhrpott-Metaller. Von Highspeed-Power Metal über reinrassigen Heavy Metal bis hin zu epischem Hard Rock ist auf der Scheibe so ziemlich das gesamte klassische Metal-Spektrum vertreten Halbballade inklusive. Gesanglich erinnert Olli Strasser dieses Mal deutlich an Rob Halford, ohne dessen Gesangsniveau vollauf erreichen zu können. Letzteres fällt aber kaum negativ ins Gewicht, da der raue Gesang stets sehr stimmig eingesetzt wird und wunderbar mit dem insgesamt etwas härter gewordenen Custard-Sound harmoniert. Bleibt zum guten Ende hin also nur noch zu hoffen, dass Custard bis zum nächsten Album nicht schon wieder satte fünf Jahre brauchen, denn INFESTED BY ANGER macht definitiv Lust auf mehr!

Anspieltipps:
 "Gods of War", "My last Breath", "Black Friday", "Time to bleed", "Endless Pain", "Dead shall rise", "Hellheart".

Tipp:
 Hörempfehlung mit Bandvergleichen und Genre

Titel-Liste:
 
  1. Call of Ares
  2. Gods of War
  3. The parachute Infantry
  4. Death from above
  5. My last Breath
  6. Black Friday
  7. Time to bleed
  8. 300
  9. Endless Pain
  10. By Fire and Sword
  11. A Knight
  12. Dead shall rise
  13. Hellheart
  14. Only Dust
  15. Infested by Anger

Laufzeit:
 62:25 Min.

Probehören und Kaufen:
Custard: INFESTED BY ANGER


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