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Review: DŽaccord
 
HELIKE

Album:
 HELIKE, 2011, Karisma

Stil:
 Progressive Rock, Art-Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 U.B., 15.12.2011

Review:
 Die Prog Rock Band DŽaccord wurde 2008 gegründet. Die Norweger legen mit HELIKE ihr zweites Album vor, das Debüt von 2009 hörte auf den Bandnamen. Daniel Maage Vocals, Saxophon und Flöte, Arstein Tislevoll Keyboards, Sig Are Sund Gitarre, Martin Sjoen Bass und Bjarte Rossehaug Drums lautet die Besetzung. Maage hat die Songs geschrieben, gemixt und produziert. Auf der Homepage lässt die Band verlauten man habe sich voll und ganz dem Sound der Siebziger verschrieben. Damit liegt man im Trend haben doch inzwischen einige Bands diesen Stil neu für sich entdeckt. Helike war eine wichtige Stadt im antiken Griechenland die 373 vor Christus durch ein Erdbeben und die nachfolgende Flutwelle vollständig zerstört wurde. Die Geschichte und der Untergang von Helike wird auf diesem Konzeptalbum erzählt. Meeresgott Poseidon mit seinem Dreizack darf dann auch vom Cover grüßen.

"Helike Part 1" beginnt mit Wasser-plätschern. Das ganze Stück hat einen beschaulich ruhigen Charakter, energische Ausbrüche sind selten. Die Drums werden nur sparsam eingesetzt. Die Gitarre klingt an einigen Stellen stark nach Pink Floyd. Daneben werden Flöten und Keyboards eingesetzt. Die gute alte Hammond Orgel mit ihrem wabernden Sound ist auch vertreten. Da sieht man Emeson Lake and Palmer förmlich wieder vor seinem geistigen Auge. Auch frühe Genesis zu Zeiten von NURSERY CRYME und FOXTROTT sind zu spüren.
"Helike Part2" ist ähnlich. Die getragen ruhigen Teile überwiegen. Auch hier haben wir es mit einem sehr vielschichtigen Stück zu tun. Die Gitarre mit astralem Sound erinnert wieder an Pink Floyd und wird in den leisen Passagen ausgesprochen gefühlvoll gespielt. Jazz artige Improvisationen mit Saxophon lassen den Track noch experimenteller ausfallen als den ersten Teil. Ein wildes Gitarrensolo im Stile eines Jimi Hendrix steht neben Psychedelic Rock Einlagen.

Fazit: D`accord schwimmen mit HELIKE voll auf der Renaissance Welle des 70er Jahre Rocks. Da werden Erinnerungen an Genesis; Yes, Pink Floyd, Jethro Tull und King Crimson wach, besonders bei älteren Herrschaften zu denen ich auch zähle und die diese Zeit bereits mitgemacht haben. Doch D`accord beschränkt sich nicht nur darauf den genannten Gruppen nachzueifern, die Norweger drücken ihrer Musik durchaus einen eigenen Stempel auf. Selbst für Prog Verhältnisse klingen manche Stellen mehr als gewöhnungsbedürftig und reichlich schräg. Zwei Tracks mit jeweils mehr als 2o Minuten Länge warten mit einem seltsamen Stilmix auf der mehrfache Durchläufe erfordert bevor man sich mit der Musik anfreunden kann. Das Ergebnis ist recht experimentell und interessant ausgefallen mit laufenden Stimmungswechseln. Manche Abschnitte haben einen Jam Session Charakter bei dem kräftig improvisiert wird. Im Aufbau bestehen beide Stücke aus mehreren Teilen die durchaus auch einzelne Songs hätten sein können. DŽaccord lassen mit HELIKE die hohe Zeit des Prog Rock retromäßig Revue passieren.

Anspieltipps:
 Für mich sind die Gitarrensoli ala Pink Floyd die schönsten Momente auf der HELIKE.

Tipp:
 Anhänger des Prog Rock der siebziger Jahre sollten hier rein hören. Wer die Zeit nicht selber erlebt hat kann wie im Zeitraffer für knapp 45 Minuten in die damalige Ära eintauchen.

Titel-Liste:
 
  1. Helike Part 1
  2. Helike Part 2

Laufzeit:
 44:18 Min.

Band-Infos:
 
  • www.daccord-music.com 

  • Probehören und Kaufen:
    DŽaccord: HELIKE

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