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Review: Damnzal
 
DAMNZAL

Album:
 DAMNZAL, 2008, Dead Famous

Stil:
 Hard Rock, Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.W., 05.04.2008

Review:
 Nachdem das Video zu "Cherry Bomb" sowohl bei YouTube als auch in der Heimat der Band, Australien, vom Erfolg verwöhnt wurde, wollen die drei extravagant gekleideten Damen von Damnzal und deren Drummer auch die Nordhalbkugel mit ihrem Mix aus Hard Rock und Metal erobern.

"Sin City" macht den Anfang des neun Songs umfassenden Albums DAMNZAL und geht sofort druckvoll ab. Der Gesang ist verzerrt und teilweise wird richtig geschrieen. Erstaunlich tiefe Vocals verfeinern das harte Schlagzeug und die immer wieder verzerrt intervenierende Gitarre. Auch an Schimpfwörtern und grausamen Metaphern wird nicht gespart. Der Track macht seinem Namen alle Ehre.
Auch in "Come on" kommt die ganze Power von drei verrückten australischen Frauen gepaart mit einem durchsetzungsfähigen Drummer zum Vorschein. Der Refrain geht ins Ohr und hallt auch nach Ende des Liedes noch nach. Hier sind die instrumentellen Parts allerdings stärker voneinander abgegrenzt; der Refrain ist harmonisch dargestellt, der Strophen wirken etwas separat durch ein abgehacktes Drumming. Auch der Gitarrenbreak bringt Abwechslung.
Kommen wir nun zu "Cherry Bomb", dem Knaller auf der südlichen Halbkugel und laut Aussage des Managements auf YouTube. Und dieser Track übertrifft alle anderen auf der Platte bei weitem. Eingängigkeit gepaart mit coolen Lyrics, fantastisch arrangiertem Gesang und diverser Soli. Ein ganz dicker Daumen nach oben!!! Leider ist der Track nur ziemlich schnell vorüber.
"Superstar" geht zunächst mal mit wildem Gegröle los. Auch der Beat ähnelt dem von "Come on". Der Gesang wirkt sehr dominant und der Bass geht teilweise unter. Auch die Lyrics können nicht wirklich überzeugen. Nach "Cherry Bomb" sind die hohen Erwartungen trotz eines recht angenehmen Gitarrensolos hiermit ein wenig zurück geschraubt.
Der Beginn von "I feel used" basiert auf ruhiger, instrumentaler Gitarre und zurückhaltendem Bass und Schlagzeug. Mit etwa vier Minuten Spiellänge ist dieser der längste Song auf dem Silberling. Verfeinert wird das ganze mit einer guten Portion von Synthesizern. Die Lyrics machen nachdenklich. Im Refrain schreien die Mädels ihre ganze innere Wut darüber hinaus, sich benutzt zu fühlen. Der Track kann ebenfalls überzeugen und rückt den weniger positiven Eindruck von "Superstar" in den Hintergrund.
"Sex Slave" legt sich mit gleichmäßigen und tiefen groovigen Drums ins Zeug. Der weibliche Gesang wirkt zunächst etwas irritierend, da er mit seiner Sanftheit einen Gegenpol zum Hard Rock, der durch die Instrumente verkörpert wird, bildet. Die Lyrics sind relativ simple gehalten und der erste Sing haut einen auch nicht unbedingt vom Hocker sondern spült sich so durch das Ohr.
Mit 1:53 Min. Spieldauer ist "Bang your Head" der kürzeste Beitrag auf DAMNZAL und bringt gute Laune und Tempo mit sich. Verzerrte Vocals und ebensolche Gitarren animieren zum Headbangen. Das wechselnde, aber meist schnelle Tempo und die Klimaxe in den Gesangslinien ziehen dem Hörer fast die Socken von den Füßen.
"Satans Preacher" geht ebenfalls wieder zügig zur Sache. Dunkle Gitarren-, Bass- und Schlagzeugtöne kreieren im wahrsten Sinne des Wortes eine dunkle Stimmung. Man achte besonders auf die Wortspiele in den Lyrics. Der eindringliche Gesang unterstützt die Wirkung der Satansanspielungen. Ein gutes Plus gibt's hierfür.
Damnzal verabschieden sich mit "Stand up" von den Hörern. Dabei wird noch mal richtig Power aufgefahren. Der Mehrstimmige Gesang und der schnelle Takt reißen ein letztes Mal mit. Nahezu alle bisher verwendeten Elemente finden in "Stand up" mal mehr mal weniger Verwendung und bilden einen guten Abschluss.

Fazit: DAMNZAL ist ein gut durchdachtes und produziertes Album, dass den Nordlichtern der Erde zeigt, dass es auch in Australien eine gute Metalszene gibt. Mit Songs wie "Cherry Bomb" könnten Damnzal bald neben Kylie Minogue und Nicole Kidman ein weiterer Exportschlager des roten Kontinents werden. Zwar können zwei oder drei Songs nicht ganz überzeugen, der Gesamteindruck des Albums ist jedoch durchweg positiv.

Anspieltipps:
 "Come On", "Cherry Bomb", "Bang your Head", "Satans Preacher"

Titel-Liste:
 
  1. Sin City
  2. Come on
  3. Cherry Bomb
  4. Superstar
  5. I feel used
  6. Sex Slave
  7. Bang your Head
  8. Satans Preacher
  9. Stand up

Laufzeit:
 23:58 Min.

Band-Infos:
 
  • www.damnzal.com.au 


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