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Review: Dark Moor |
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Album:
Stil:
| | Melodic Power Metal, Symphonic Metal |
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | S.M., 16.01.2008 |
Review:
| | Meine erste Erfahrung mit den spanischen Symphonic Metalern von Dark Moor hatte ich mit dem selbstbetitelten 2003er Album. Dass es sich um das Erste mit männlichem Gesang handelte, war mir damals nicht bekannt. Von der musikalischen Leistung war ich jedenfalls sehr angetan. Mit dem Long-Track "The dark Moor" entdeckte ich dort eines der besten Metal-Stücke überhaupt. Entsprechend begierig war ich, das 2007er-Album TAROT zu reviewen. Es handelt sich um das inzwischen siebte Werk der Iberer und das dritte mit männlichen Vocals. Der Vorgänger BEYOND THE SEA erhielt teilweise doch recht verhaltene Kritiken. Ich bin gespannt, ob man mit TAROT wieder punkten kann.
Von der Ursprungsformation aus dem Jahre 1993 ist nur Gitarrist Enrik Garcia übriggeblieben. Weiterhin gehören zum derzeitigen Line-Up von Dark Moor: Sänger Alfred Romero, Bassist Dani Fernandez und Schlagzeuger Roberto Cappa. Auf TAROT wurde das Quartett darüberhinaus von einer Reihe Gastmusiker unterstützt.
TAROT ist ein Konzeptalbum, dessen Lyrics sich um die Bedeutungen und Geheimnisse drehen, die hinter verschiedenen Karten des Tarot-Spiels stecken.
Die symphonische, teilweise mit Choral unterlegte Einleitung "The Magican" hat ein bisschen was von einer Filmmusik für Adventure- oder Fantasy-Filme. Ein gelungener Start in diese Scheibe ist sie allemal. Bei "Chariot" regiert dann der melodiöse Power Metal, den man von Dark Moor kennt und schätzt. Ein eingängiger Aufbau mündet in einen starken Refrain, bei dem Sänger Alfred Romero von weiblichem Chor unterstützt wird. Auch das epische, instrumentale Zwischenspiel ist ganz großes Kino.
Was Spötter so gerne als "Happy Metal" bezeichnen, ist "The Star" in Reinkultur. Zuckersüße Melodie, sehr einprägsamer, mehrstimmiger Chorus, während der Rhythmus zumeist im Up-Tempo marschiert. Und von Enrik Garcias Lead-Solo könnte sich sogar Luca Turilli noch inspirieren lassen.
"Wheel of Fortune" verarbeitet dann einige Einflüsse von Mr. Turillis Hauptband Rhapsody (Of Fire). Hauptsächlich bei dem fast pathetischen Bombast und der starken symphonischen Untermalung kommen dem Hörer die Vergleiche mit den Italienern in den Sinn. Allerdings sind auch hier die instrumentalen Spielereien durchaus gelungener als bei der südeuropäischen Konkurrenz.
Sehr monumental geht es bei "The Emperor" weiter. Die choralen Gesangslinien sind wieder spitze, während Romero abwechslungsreich singt und auch mal Shouts vernehmen lässt. Die Rhythmustruppe macht wieder gewohnt Dampf, während Gitarre und Keyboard die melodische Hookline führen.
Und jedesmal, wenn ich denke, besser geht es doch nicht mehr, legen die Spanier noch eins drauf. Der Song "Devil in the Tower" ist ein absoluter Melodic Metal-Gott. Es stimmt einfach alles: die Leistung der Musiker, der Aufbau, die geniale Melodie, der Hammerrefrain, der Spitzengesang, das virtuose, teilweise opernhafte Zwischenspiel, welches ein bisschen an ihren Übersong "The dark Moor" erinnert - wie gesagt: ES STIMMT EINFACH ALLES!
Eine Spur "heavier" wird es bei "Death", soll heißen, dass das Stück eher im Power Metal-Stile von Helloween oder Gamma Ray rüberkommt, was aber keine Schmälerung der musikalischen Leistung sein soll. Eine gewisse Abwechslung muss ja sein und die symphonischen Aspekte werden auch hier nicht ausgelassen.
Auch "Lovers" sorgt für etwas Variation, da es sich um eine Halbballade handelt. Diesmal kann sich besonders Alfred Romero auszeichnen und beweisen, dass er sowohl hohe wie gemäßigte Tonlagen beherrscht.
Kräftige Riffs im Wechsel mit spacig angehauchten Synthie-Einlagen leuten "The hanged Man" ein. Danach wird kraftvoll aufgebaut, ohne die Harmonie zu vernachlässigen. Der Refrain ist nicht ganz so eingängig, wie bei manchen anderen Tracks.
Aha, Klassik meets Bombast Metal. Das Intro, eine Metal-Umsetzung von Beethovens Fünfter, lässt einiges erwarten. Danach gibt es bei "The Moon" erstmal eine ordentliche Portion Power Metal, aber die Anleihen aus Klassik und Romantik werden auch später immer wieder eingestreut und von Dark Moor sehr virtuos und gelungen umgesetzt. Auch ein paar düsterere Emotionen zum Ausklang des Chorus werden sehr interessant eingesetzt.
Der Bonus-Track "The Fool" wird nochmal eine Spur dynamischer. Rhythmusgruppe und Gitarre dominieren. Die Symphonik kommt hier hauptsächlich als kurzes Zwischenspiel nach dem Refrain und zur melodiösen Untermalung der Hookline.
Fazit: Nun, ein Song ist genialer, als der andere, eine Komposition faszinierender als die vorhergende, ein Hit jagt den nächsten. Ich spreche zu fast jedem Song hohe Lobpreisungen aus und knie voller Ehrfurcht und Demut vor dieser Scheibe nieder. Und wenn ich mich zu solchen Taten hinreißen lasse und derart ungebremsten Enthusiasmus versprühe, kann das nur eines bedeuten: Volle Punktzahl.
Ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein derartiges Symphonic Metal-Prachtstück gehört zu haben - nicht einmal von Rhapsody. BESSER GEHT´S NICHT! |
Anspieltipps:
| | Kurz und knapp: das gesamte Album. |
Tipp:
| | Natürlich muss man Symphonic Metal und den damit verbundenen Bombast abkönnen, um sich für TAROT zu begeistern. Doch wer sich zu diesem Personenkreis zählt, erlebt hier ein absolutes Highlight des Genres. |
Titel-Liste:
| | - The Magician
- The Chariot
- The Star
- Wheel of Fortune
- The Emperor
- Devil in the Tower
- Death
- Lovers
- The hanged Man
- The Moon
- - - Bonus Track - - - - The Fool
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Laufzeit:
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