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Review: Defcon |
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Album:
| | NEON NIGHTS, 2008, FNR/Radar |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 02.11.2008 |
Review:
| | Das Österreicher Sextett aus Linz besteht seit Ende 2005 und kann bereits in der kurzen Zeitspanne einige Highlights vermelden. Defon rekrutierten ihre Mitglieder oder besser "All-Stars" aus Bands wie Antimaniax, Jerx und Monday's Change und teilten sich 2007 mit Bands wie den US-Amerikanern boysetsfire die Bühnenbretter.
Nach ihrer ersten EP im Jahre 2006 gibt es nun mit NEON NIGHTS zwei Jahre später den ersten Longplayer zu vermelden. Die Band mit ihren beiden Frontmännern Manuel Schaffernak und Pierre Flitsch ist bereits bekannt für ihre energiegeladenen Bühnenshows. Es gilt nun zu prüfen, ob sie diese Energie auch auf ihren Silberling bannen konnten.
Mit klarer Rock'n'Roll-Ansage startet der Opener "Raise your Demons" genau so, wie man es erhofft hatte. Einem Feuerwerk gleich werden die Riffs nur so in die Menge geschleudert, wobei sich die beiden Frontmänner gegenseitig anzufeuern scheinen. Allerdings geht den Jungs bereits nach 1:20 Minuten die punkige Munition aus und machen damit fast Band wie The Misfits Konkurrenz.
Etwas länger darf man sich an dem nächsten Song "6 broken Bones" erfreuen, der bei gleichem flotten Tempo instrumentell weniger aggressiv zur Sache geht, jedoch durch den Mix aus cleanem Gesang und Shouts stellenweise härter als sein Vorgänger wirkt.
Für "King of the World" hat man einen kräftigen Schuss Weichspüler beigemischt. Interessanterweise sind es jedoch nicht die Gitarren oder gar der Gesang, sondern vielmehr die Hooklines mit ihren deutlich spürbaren Pop-Anleihen. Der Vorteil ist eine gewisse Radiotauglichkeit.
Es lebe wieder mal der Rock'n'Roll beim Titelsong "Neon Nights", wobei der anfänglichen Reinkultur noch jede Menge Hardcore und Indie-Rock beigemischt wurde. Das ganze geht ziemlich schnell ins Ohr, hat aber leider keine wirkliche Langzeitwirkung, denn dazu ist der Song fast etwas zu dicht arrangiert.
Wer mehr auf härteren Stoff abfährt, der wird mit dem hardcorelastigen "Love & Betrayal" sicherlich seine Freude haben und mit dem Sänger um die Wette shouten.
Völlig aus der Reihe tanzt das sphärische und balladenhafte "10-80 (The Cold)", mit seiner Vielzahl von Synthie-Effekten und seinem satten Bass. Am Ende schlägt der Song dann nochmal einen gewaltigen Haken in eine härtere Richtung, kehrt aber letztendlich zur anfänglichen Marschrichtung zurück.
Das flotte und abwechslungsreiche "Last Sonic" pendelnd zwischen Indie Rock und Hardcore setzt einen interessanten und würdigen Schlusspunkt auf diesem Longplayer, wobei es doch etwas arg abrupt ein Ende findet.
Fazit: Bedenkt man, was die musikalische Konkurrenz aus allen Herren Ländern zu bieten hat, so können die Alpenländer da noch gut mithalten. Ich hätte mir stellenweise etwas griffigere Songs mit Langzeitwirkung gewünscht, was die gebotene Qualität jedoch nicht wesentlich schmälert. Das Sextett mit seinen beiden Sängern ist natürlich klar im Vorteil gegenüber anderen Bands, bei denen ein Mann den Clean- und den Shout-Part übernehmen muss. Defcon erledigen das erfolgreich über eine klare Arbeitsteilung und sorgen so für deutlich mehr Druck hinter den Mikros, was gerade dem Punk recht entgegenkommt.
Lediglich die Spieldauer von nicht einmal 34 Minuten lässt etwas zu wünschen übrig, auch wenn der Inhalt einen gehörigen Schuss Punk auf die Lauscher drückt, ist das heutzutage nicht mehr zeitgemäß.
Jetzt bleibt der Truppe nur zu wünschen, dass sie nicht wie so viele vor ihnen mangels Fan-Unterstützung aus eigenen Landen scheitern. |
Tipp:
| | Nicht so aggressiv wie boysetsfire, aber für Liebhaber der Lostprophets vielleicht ein guter Tipp. |
Titel-Liste:
| | - Raise your Demons
- 6 broken Bones
- King of the World
- Neon Nights
- Our Curse
- Love & Betrayal
- Circles
- From Dawn to Nowhere
- 30 Line Letter
- 10-80 (The Cold)
- Last Sonic
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/defconrock  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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