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Review: Degradead |
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Album:
| | TIL DEATH DO US APART, 2008, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.J., 30.01.2008 |
Review:
| | Okay, ich gebe mich geschlagen. Ich tue mich schwer mit modernen Sounds. Genaugenommen mag ich sie wirklich nicht, und wenn Kollege Mario K. mich hin und wieder als "Old-Schooler" verspottet, so mag er gelegentlich sogar Recht haben.
Was also tun wenn dann doch eine für meine Gewohnheiten arg modern gemachte Scheibe im Player zu landen hat? - Richtig, anhören. Ich mag zwar kein neues Zeug, bin aber noch lange nicht Joey persönlich.
Für's Review bekommt das Debüt-Album von Degradead dann natürlich mehrere Hördurchläufe, und mit der Zeit ertappe ich mich dabei, dass mir doch tatsächlich gefällt was meine Ohren da ungeübter Weise geboten bekommen.
Nach der ersten Schrecksekunde macht das ganze noch viel mehr Spaß, Degradead verstehen offenkundig wirklich etwas von ihrem Handwerk.
Schon der Opener "Genetic Waste" zeigt wo's lang geht: Krachende Riffs, viele, oft mehrstimmige Leadmelodien und ein durchaus auch Metalcore-tauglicher Sänger bilden das Fundament. Gut, so sind auch viele andere Bands ausgestattet, aber Degradead haben mit In Flames - Jesper Strömblad auch einen Produzenten an der Hand der ihrem Debütalbum den letzten Schliff verpasst hat. Die Produktion ist dementsprechend fett, knallt ordentlich, und schon der zweite Song "Take Control" mit seinem mit letzter Kraft hervorgegröhltem und dennoch melodischem Refrain zeigt die Klasse dieser Band.
"Pass away" zeichnet sich durch verstärkten Synthie-Einsatz aus, ballert aber dennoch genug und erinnert vom Aufbau her sehr stark an manchen Soilwork Song.
"Burned" macht wie schon der Titel vermuten lässt keine Gefangenen und walzt beziehungsweise brennt erbarmungslos alles nieder. Ein flinkes, von vielen melodischen Licks getragenes Solo rundet den Song ab und ebnet zudem den Weg zu einem mehrstimmigen, klar gesungenen Refrain.
Noch fixer wird "Relations to the Humanity". Auch wenn mir die Lyrics derzeit nicht vorliegen, so scheint es kaum möglich zu sein dass ein derart brachialer Song über Menschheitsfragen grübelt.
"The Bloodchain" besticht durch deutlich mehr Groove, Pantera auf Dampfwalze könnte man meinen.
Eine kleine Verschnaufpause gibt es daraufhin in "The fallen", ein Song der mit akustischem Intro beginnt, daraufhin aber in gewohnter Manier der vorangegangenen Songs fortgesetzt wird.
Ob "Day of the Dead" nach dem alten Romero Film benannt ist weiß ich leider nicht, allerdings grüßen musikalisch an dieser Ecke erneut Soilwork. Man vergleiche mal die erste halbe Minute des Songs mit "Stalemate"...
"Resemblance of the Past" und "Reborne" sind weitere Nackenbrecher im Degradead-Stil, können aber bis auf einen Maiden-lastigen Zwischenteil im Solo des zweitgenannten Songs kaum Neues bieten.
Tja, und da ist es auch schon aus mit TIL DEATH DO US APART, der abschließende Titeltrack ist nämlich nur noch ein zweistimmiges Akustikgitarren-Spiel, das eher an friedliche Berglandschaften im Morgentau denken lässt als an die Moshpits, welche die Songs davor noch haben entstehen lassen.
Fazit: Degradead legen ein durchaus Aufsehen erregendes Debütalbum hin das nicht so einfach zu toppen sein sollte. Hier passen Brachialität, Groove und auch kompositorische Fähigkeiten bestens zusammen und kreieren ein Album dass nicht nur den typischen Melo-Deather und Hobby-Core'ler ansprechen sollte sondern weitaus facettenreicher ist. |
Titel-Liste:
| | - Genetic Waste
- Take Control
- Pass away
- Burned
- Relations to the Humanity
- The Bloodchain
- The fallen
- Day of the Dead
- Resemblance of the Past
- Reborn
- Til Death do us Apart
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.degradead.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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