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Review: Derdian
 
Derdian - LIMBO

Album:
 LIMBO, 2013, Eigenvertrieb

Stil:
 Symphonic Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.B., 29.11.2013

Review:
 Ein Kleeblatt mit vier Blättern gilt als Glücksbringer, da vier Blätter am Klee selten sind. Ob das neue Album LIMBO seiner italienischen Band Derdian Glück bringt, weiß ich nicht, aber es ist immerhin der vierte Longplayer der Truppe. Nach der New Era Trilogie versuchen die Italiener nun mit LIMBO ihren Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Das dürfte ein schwieriges Unterfangen sein, hat man sich doch dem Melodic Power Metal verschrieben und da gibt es bald mehr Bands in Italia als Sandkörner am Adria Strand. Das ist bestimmt auch der Grund warum Derdian bisher den großen Durchbruch noch nicht geschafft haben. An der Qualität der Band liegt das nämlich sicher nicht, denn die ersten drei Alben wussten durchaus zu überzeugen. Wer bisher als Vorbild diente konnte man schon an den Alben Covern erkennen. So ähnelt das Artwork der NEW ERA PART 3 von 2010 dermaßen dem Rhapsody Of Fire Werk THE FROZEN TEARS OF ANGELS aus dem selben Jahr, dass akute Verwechslungsgefahr besteht. Auch musikalisch waren deutliche Parallelen zu Rhapsody auszumachen. Neben Henry Pistoles Gitarre, Dario Radaelli Gitarre, Luciano Severgnini Bass, Marco Garau Keyboard heizt noch Salvatore Giordano an den Drums mit ein. Mal schauen was uns LIMBO bringt. Besonders gespannt bin ich auf dem Neuzugang, Sänger Ivan Giannini.

Bei "Carpe Diem" handelt es sich um ein kurzes, mit zahlreichen klassischen Elementen durchsetztes Intro mit Chorgesang.
Es geht nahtlos in "Dragon Life" über. Befeuert durch die flotten, kräftigen Drums geht es Up-Tempo dahin. Der neue Sänger gefällt mit angenehmer Stimmlage, erreicht auch die Höhen mühelos ohne zu übertreiben. Er erhält Unterstützung durch mehrstimmige, deutlich tiefere Backing Vocals. Die Keyboards blitzen nur zwischendurch hervor. Schnell, eingängig mit klasse Melodie, das ergibt einen verheißungsvollen Auftakt.
Nach orchestralem Beginn mit einer Armada von Streichern entwickelt sich "Forever in the Dark" ähnlich. Auch hier findet sich eine gelungene Verschmelzung von Neo- Klassik und betont melodischem, dynamischen Power Metal mit einem Chorus der zum Mitsingen geradezu einlädt. Die Stimmung ist viel heiterer als der Titel erwarten lässt.
"Heal my Soul" startet verhalten mit einzelner Gitarre und einigen Piano Akkorden dann setzt ein stampfender Rhythmus ein. Die Nummer ist langsamer als der Vorgänger und auch die klassischen Anteile wurden fast komplett zurück gefahren. Die Melodie geht sofort unter die Haut und beißt sich förmlich im Ohr fest, da drückt man gern die Repeat Taste. Die emotional vorgetragenen Vocals interpretieren den Song ausgezeichnet. Schöne Gitarrensoli runden alles ab bevor die Intensität noch gesteigert wird um am Ende langsam auszublenden bis nur noch die Piano Klänge leise verhallen. Ganz stark.
Nach den klimpernden Klängen einer Spieluhr ist auf "Light of Hate" pfeilschneller Metal angesagt. Gitarren und Keyboards rasen um die Wette, angepeischt durch den Drum Sturm mit reichlich Double Bass Gedonner. Die Melodie ist besonders im Chorus ein absoluter Ohrwurm. Damit das Stück abwechslungsreicher wird haben die Italiener eine ganz langsame Passage mit zartem Piano und leisen Vocals eingefügt, nur um anschließend mit Vollgas auf die Zielgerade einzubiegen.
Den Song "Terror" interpretiert Derdian zum Titel passend viel düsterer als die bisherigen Tracks. Kurzes Drumsolo, heulende Gitarren, hektisch wechselnde Tempi und Rhythmen sich vielfach ablösende Keys und Gitarren, hier greift man gekonnt in die Prog Kiste.
Beim Titelstück "Limbo" schälen sich aus dem Verkehrslärm einer Großstadt langsam die Instrumente hervor. Die Drums klingen anfangs wie Bongos. Brutale Gitarrenakkorde im Wechsel mit sanften Klavier Anschlägen, hier hat das Stück eine unruhige, getriebene Atmosphäre und ist so gar nicht „cheesy“ wie man es gern den diversen Metallern aus Bella Italia unterstellt. Trotz des wechselhaften, progressiven Charakters bewahrt sich der Song eine gute Eingängigkeit. Nicht ganz so leicht verdaulich aber immer noch keine schwere Kost.
"Kingdom of your Heart", zugegeben, der Titel klingt recht schmalzig. Kommt hier etwa eine Schnulz Ballade? ...Klavier Einleitung, gefühlvoll und nachdenklich stimmend, sanfte Gitarrenbegleitung, das ist doch tatsächlich eine Ballade... Wenn vor Capri die rote Sonne im Meer versinkt. Reingefallen. Abrupt steigert sich das Tempo, die Drums wüten und wir sind mitten in einem Metal Kracher. Nur in der Mitte umweht uns sanft das Klavier ein weiteres mal.
"Strange Journey" ist ein wahrer Ohrenschmeichler mit super Melodie, ein Hybrid aus Ballade und Power Metal, gefühlvoll und deftig zu gleich.
"Hymn of Liberty", der Titel ist Programm, eine Hymne an die Freiheit und was für eine. Stimmungsvoll, bewegend, Gänsehaut, das sind die Attribute die mir spontan einfallen. In den langsamen Abschnitten sind die Vocals erfüllt von Sehnsucht, da leidet man förmlich mit. In den flotten Parts ist der Gesang dann fordernd und eindringlich. Hier gesellen sich rasante Speed Attacken zu von der Klassik geprägten Einlagen. Besser kann man Melodic Power eigentlich nicht spielen.
Nach diesem Höhepunkt hatte ich die Befürchtung, die Schlussnummer "Silent Hope" könnte deutlich abfallen. Tut sie aber nicht. Klavier Einleitung und schon gibt es einen instrumentalen Sturmlauf der einer Speed Metal Band zur Ehre reichen würde. Die Drums klingen wie die Hufe einer wild gewordenen Büffelherde. Die neo- klassisch Anteile sind spürbar zahlreicher als gewohnt, mit vielen Keyboard Streichern. Ein guter symphonischer Abschluss.

Fazit: Derdian gehen den eingeschlagenen Weg auch auf LIMBO unbeirrt weiter. Melodischer, sehr eingängiger Metal der sofort ins Ohr geht und mit prima Melodien zu gefallen weiß ist das Konzept. Opulente Orchesteruntermalung findet sich nur auf wenigen Stücken und wenn, geht sie einher mit anspruchsvollem Power Metal. Das, auch von mir häufig bemühte Prädikat “Spielfreude” trifft auf die Jungs von Derdian uneingeschränkt zu. Zu meiner Überraschung haben zwei Songs gar einen progressiven Anstrich verpasst bekommen. Dass die Band das Album in Eigenregie vertreibt und bei keinem Label unter Vertrag ist, macht mich dann doch sehr traurig. Die Musik ist zwar nicht weltbewegend neu aber wirklich gut gemacht und sogar klar im oberen Drittel meiner Qualitätsskala des Melodic Power Metal angesiedelt. Das Songwriting ist dabei erste Sahne. Die fette Laufzeit von mehr als einer Stunde ist ein weiterer Punkt der positiv zu Buche schlägt. Schön, dass Derdian, obwohl sie in die gleiche musikalische Richtung gehen wie die beiden Rhapsody Bands, sich dennoch klar von diesen abheben. Hier ist die orchestrale Untermalung eher im Hintergrund, der Fokus liegt auf Power Metal. Neuzugang Ivan Giannini am Mikro fügt sich perfekt in die Band ein, dagegen klingen viele Metal Sänger höchstens wie der Zweitplatzierte beim Karaoke Wettbewerb in der Stammkneipe. Im Gegensatz zu den typischen Vertretern des Italo Metal hält sich der Kitsch Anteil im absolut vertretbaren Rahmen. Alles in allem ein klasse Album.

Anspieltipps:
 "Dragon Life", "Heal my Soul", "Light of Hate", "Limbo", "Strange Journey" und "Hym of Liberty".

Tipp:
 Fans von Rhapsody Of Fire und Luca Turilli`s Rhapsody können das Album eigentlich blind kaufen. Wer generell am Melodic Power Fantasy Metal mit leichtem episch klassisch- Dombast Einschlag Gefallen findet, macht hier nichts falsch.

Titel-Liste:
 
  1. Carpe Diem
  2. Dragon Life
  3. Forever in the Dark
  4. Heal my Soul
  5. Light of Hate
  6. Terror
  7. Limbo
  8. Kingdom of your Heart
  9. Strange Journey
  10. Hymn of Liberty
  11. Silent Hope

Laufzeit:
 67:55 Min.

Band-Infos:
 
  • www.derdian.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Derdian: LIMBO


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