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Review: Deville |
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Album:
| | HAIL THE BLACK SKY, 2009, Buzzville |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 20.12.2009 |
Review:
| | Deville, der Name sagt mir doch was... Richtig, ist schon eine Weile her, aber im Februar 2008 landete bereits ein Album der Schweden auf meinem Tisch. Interessant war damals, dass COME HEAVY SLEEP eigentlich nur eine EP hätte werden sollen, die Jungs aber kein Ende fanden und mit über 50 Minuten konnte man dann wirklich nicht mehr von einer EP sprechen. Die Freunde des Stoner Rock gaben sich schon damals wirklich alle Mühe, auch wirklich jedes Klischee in ihre Songs zu verpacken und sich dabei kräftig bei der Creme de la Creme des Genres von Kyuss bis Black Sabbath zu bedienen. Typisch war in jedem Fall das Gefühl kaum wahrzunehmen, wo ein Song endet und der nächste tatsächlich beginnt. Irgendwann war einfach Stille und man wusste, Aha, das Album ist zu Ende.
Ob das Quartett mit Sänger und Gitarrist Andreas Bengtsson, Gitarrist Martin Hambitzer, Bassist Markus Åkesson und Drummer Markus Nilsson auch diesmal auf ihrem Neuling HAIL THE BLACK SKY irgendwelche Grenzen gesprengt haben, gilt es nun zu beurteilen.
Mit einem Fade in startet das Riffing vom Opener "Levitation" und macht sofort klar, Leute, hier wird Stoner in Reinkultur zelebriert. Nachdem vermutlich jeder nach ca. 80 Sekunden das Riff verinnerlicht hat, greift auch Sänger Andreas Bengtsson in das Geschehen ein.
Mit gesundem Tempo bringt es der Song nur auf gute drei Minuten, bevor "On the Throne" ein neues Riff ins Spiel bringt. Hier wird auch nicht so lange mit dem Gesangspart gewartet, wie beim Opener. Der Song selbst bietet bis auf den Refrain thematisch kaum Abwechslung. Lediglich ein Gitarren-Solo sorgt für etwas Farbe in der ansonsten recht flott vor sich hin rollenden Stoner-Walze.
Der ruhige Titelsong "Hail the black Sky" braucht fast eineinhalb Minuten, bis er so richtig Fahrt aufnimmt, fällt jedoch schnell wieder ins gemächliche Anfangstempo zurück. Letztendlich lebt er von seinen Kontrasten zwischen ruhigen leicht groovenden Parts und den härteren, Tempo-forcierten Gitarren-dominierten Parts.
Zum ersten Mal richtig griffig und konkret wird es bei "Undead". Dominantes Drumming und sägende Gitarren bekommen einen stimmlich passenden Anstrich verpasst und machen es leicht, sich im Rhythmus hin und her zu wiegen.
Ultratief gestimmte Gitarren geben bei "My Enemy" den Ton an, bevor "The only Thing" so richtig Tempo ins Spiel kommt. Hier wirds nichts mit gemächlichem Grooven. Hier kann man locker das Tanzbein schwingen und eine Runde abtanzen. Oder auch zwei, denn "Reason" übernimmt das Tempo seines Vorgängers.
Zäh wird es erst wieder mit dem "Through the Blade", der mir verhallter Stimme ebenso punkten kann, wie mit seinen griffigen Gitarren-Riffs.
Noch eine Spur langsamer quillt "Early Grave" aus den Boxen, limitiert damit die Geschwindigkeit nach unten und offenbart die Liebe der Herren aus Schweden für traditionelle analoge Gitarren-Effekte und Verzerrer.
Das Instrumental "A.K.A." ist sicherlich ein gutes Beispiel für gefühlvolles Spielen auf der Akustik-Gitarre, animiert so kurz vor Schluss des Albums jedoch eher die Äuglein zu schließen, anstatt für die Schlussrunde wach zu bleiben.
Glücklicherweise steigt man mit "Down to me" in etwa so aus, wie man mit "Levitation" eingestiegen war und zelebriert noch einmal etwas druckvolleren Stoner Rock, der gänzlich auf treibendes Riffing setzt.
Fazit: Eigentlich haben Deville alles richtig gemacht. Die Riffs walzen mal flott und mal zähflüssig vor sich hin, die Produktion ist passenderweise warm, staubtrocken und analog-lastig, aber irgendwie hätte ich mir ein paar deutlichere Akzente gewünscht, die mich aufhören lassen. Deville sind so in ihrem Stoner Rock aufgegangen, dass sie fast vergessen haben, nicht nur für sich selbst zu spielen. Hey Jungs, die Zuhörer brauchen manchmal einen Wachrüttler, sonst knacken sie einfach weg und wachen vermutlich erst wieder auf, wenn es nach knapp 50 Minuten wieder still geworden ist. Damit meine ich nicht, dass das Album eine Schlaftablette geworden ist, denn einige Songs legen erfreulicherweise ein wirklich gesundes Tempo an den Tag. |
Tipp:
| | Freunde des gepflegten Stoner Rock bekommen hier genügend Stoff und sich so richtig in der "Dünung" treiben zu lassen oder auch mal zwischendurch etwas abtanzen. |
Titel-Liste:
| | - Levitation
- On the Throne
- Hail the black Sky
- Undead
- My Enemy
- The only Thing
- Reason
- Through the Blade
- Early Grave
- A.K.A.
- Down to me
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.deville.nu  |
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