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Enjoy it! |
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Review: DGM |
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Album:
Stil:
| | Progressive Power/Speed Metal |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | U.B., 15.08.2012 |
Review:
| | Wer kennt das nicht, man steht an der Supermarktkasse und der Nachwuchs springt ungeduldig herum wie ein mit Amphetaminen gefütterter Duracell Hase und schreit lautstark nach: "Was zum Spielen, Schokolade und was Spannendes!" Erfahrene Eltern greifen da zum Überraschungsei um den Frieden wieder herzustellen, will uns zumindest die Werbung suggerieren. Doch was ist wenn der Nachwuchs älter ist, so 15 oder 16 und vehement nach Heavy Metal verlangt: "Aber mit ordentlich Power und Speed und natürlich progressiv und melodisch!" Da ist dann nix mehr mit Ferrero-Ei, selbst wenn Troubadix als Plastikfigur drin ist. Entweder kauft man direkt den halben CD Laden leer oder aber man greift zu DGM. Was ist denn DGM wird sich der verehrte Leser fragen. Nein, das ist nicht die Abkürzung für Dortmunder Getränke Markt und heißt auch nicht Gesellschaft Deutscher Musikbegeisterter. DGM steht für eine italienische Band die bei ihrer Gründung 1994 einfach die Anfangsbuchstaben der Musiker zum Bandnamen formte. So wurde aus Diego, Gianfranco, Maurizio und Marco eben DGM. Zu Beginn fungierte die Band rein instrumental, einen Sänger holte man erst später dazu. In der Geschichte gab es einige Besetzungswechsel. Auf der MISPLACED ist von den Gründungsmitglieder nur noch der Gitarrist mit von der Partie, die Besetzung lautet wie folgt: Titta Tani Vocals, Diego Reali Gitarre, Andrea Arcangeli Bass, Fabio Sanges Keyboards und Fabio Costantinos Drums.
Mit "Living on the Edge" legen DGM direkt mal kräftig vor. Der Song hat einen ordentlich Punch. Die Stimme von Sänger Titta Tani ist in mittleren Höhen angesiedelt, klar der Mann kann auch hoch singen übertreibt aber nie wie viele seiner Landsleute, daher wirkt der Gesang immer souverän. Bei diesem Stück handelt es sich um den für DGM typischen Mix aus sehr melodischem Power Speed Metal mit leichtem progressiven Einschlag. Gitarren und Keyboards kommen reichlich zum Einsatz.
Auf "Is Hell without Love?"” knüppeln die Drums unbarmherzig nach vorn, auch der Bass langt mächtig hin. High Speed Gitarrensoli werden von Keyboards in gleichen Temporegionen abgelöst. Alles vor dem Hintergrund deftiger Riffs. An einigen Stellen gibt es unruhige Prog Passagen mit abrupten Tempowechseln.
"Through my Tears" beginnt dagegen erheblich verhaltener, fast langsam nur mit Vocals zart unterlegt mit Keyboard Piano. Im Verlauf steigert sich das Stück dann. Die Vocals sind leidenschaftlich intensiv und drücken die Stimmung des Songs hervorragend aus. Ein tolles Gitarrensolo und flink wuselnde Keyboards präsentieren uns die Italiener auch hier.
Ähnlich ist "Still believe" aufgebaut. Leiser Start mit Fokus auf der Gesangsstimme mit Keyboard Begleitung, die Drums setzen erst spät ein und die anfängliche Ballade wandelt sich zum Melodic Metal Song mit einigen progressiven Einschüben. Von der Intensität durchläuft die Nummer mehrere Metamorphosen, mal verspielt mit viel Piano dann aufbrausende Gitarrenfronten mit Keyboards im Schlepptau. Für Abwechslung ist also gesorgt.
"Pride" ist ein echter Vollgas Track. Da sägen die Gitarren und die Double Bass wummert wie Donnergrollen. Sänger Titta Tani mutiert ständig mit seinem Organ zwischen klarer Stimme und Metal Shouter. Die Melodie erinnert im Refrain an "Living on the Edge". Hier hat DGM sich ein wenig selbst kopiert.
"Amazing Journey" kommt wie der Vorgänger mit gehörig Speed Schlagseite daher. Das Stück überzeugt mit starkem Rhythmus. In der Mitte befindet sich ein Abschnitt bei dem die Band die progressive Seite raus kehrt. Das Power Drumming gefällt mir besonders.
Auf "A new Day´s coming" wird das Tempo etwas gedrosselt. Oder besser gesagt in der ersten Hälfte geht es langsamer zu. Auch hier ist eine tolle, mitreißende Melodie das Kernstück des Songs. Die Vocals verkörpern schön viel Leidenschaft. Zum Ende hin wird das Stück konsequent zum Höhepunkt getrieben.
Den Abschluss bildet "Perennial Quest". Die progressiven Anteile halten sich in überschaubaren Grenzen. Flott geht man zu Werke. Hohes Tempo liegt den Männern aus Bella Italia wohl im Blut. Die Melodie ist ein bisschen schwächer als sonst, kann aber auch sein, dass ich inzwischen von DGM schon reichlich verwöhnt bin, trotzdem kein schlechtes Stück.
Fazit: DGM verstehen es wie kaum eine andere Band verschiedene Musikstile überaus harmonisch zu verschmelzen. Man ist progressiv aber in einem Maß, dass auch ein dieser Musikrichtung bisher nicht zugetaner Hörer nicht überfordert wird. Die Songs besitzen alle eine toll ausgearbeitete Melodie und Wärme, hier beweist DGM wirklich viel Gespür. Die Tracks sind oft pompös instrumentiert und der Klang der CD ist glasklar. Die Songs haben ordentlich Power unter der Haube wie ein Audi R8 (Vorsprung durch Technik gilt auch im musikalischen Sinne) und gehen ab mit dem Tempo einer Sportkarosse aus Maranello. Alle Musiker sind Meister ihres Fachs, sei es Diego Reali an der Gitarre der virtuos wie ein Malmsteen zur Sache geht, die bärenstarke Rhythmusfraktion, die Keyboards von Fabio Sanges der mich mit seinem Spiel ständig an Tastengott Richard Andersson erinnert oder die charismatische Stimme von Titta Tani. Was will man mehr, DGM die musikalische Wundertüte mit dem Besten von Bands wie Shadow Gallery, Balance Of Power oder Labyrinth. Also bei der nächsten Geburtstagsparty DGM als Geschenk mitbringen, dann klappt´s auch mit dem Nachbarn. Nun ja, die Italiener können außer mit Pizza, Pasta und Parmesan eben auch auf musikalischer Ebene kräftig punkten. Gibt es gar nichts zu meckern? Doch, mit vierzig Minuten ist die Spielzeit zu kurz. Lieber Klasse statt Masse aber ein oder zwei Lieder mehr hätten es schon sein dürfen. Wen das stört der greift zum Album HIDDEN PLACE, mit allen DGM Trademarks und erheblich mehr Spielzeit.t |
Anspieltipps:
| | "Living on the Edge", "Is hell without Love?", "Through my Tears", "Still believe", "Pride", "A new Day's coming". |
Tipp:
| | Auf MISPLACED ist für viele Geschmacksrichtungen was dabei. Wohl dosierter Prog mit viel Power und Speed spricht Anhänger von Pagan's Mind über Helloween bis Shadow Gallery an. Die Eingängigen Melodien sind die besondere Stärke von DGM. |
Titel-Liste:
| | - Living on the Edge
- Is Hell without Love?
- Through my Tears
- Still believe
- Pride
- Amazing Journey
- A new Day's coming
- Perennial Quest
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.dgmsite.com  |
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