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Review: Diablo |
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Album:
Stil:
| | Melodic Death Metal, Thrash Metal |
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.U., 08.09.2008 |
Review:
| | Wer glaubt, aus Finnland kommen nur Saunas, der ist im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Holzweg. Finnland und das restliche Skandinavien sind die Wiege von Death, Thrash, Viking Metal und vieles mehr. Schließlich sind 13 Jahre im Musikgeschäft kein Pappenstiel und mit fünf Alben, die im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren erscheinen haben sie bewiesen, was sie können. 2006 veröffentlichen ihr bis dahin erfolgreichstes Album MIMIC47 und nun schauen wir einmal, ob ICAROS das noch schlagen kann.
Entgegen der vermuteten Stilrichtung beginnen Diablo ihr Album mit mittelalterlichen Klängen. "Trails of Kings" lässt sofort diesen Eindruck aufkommen. Doch seid unbesorgt, denn dieser etwas andere Start hat baldigst ein Ende und nach 30 Sekunden ertönen die ersten knallharten Gitarrenklänge, die einen genialen Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit schaffen. Und dort sind wir angekommen. Coole Gitarrenriffs untermalt von einem infernalischen Schlagzeug klingen fast schon unglaublich - unglaublich schön. Gerade der Gitarrist kann mit einem treibenden und mitreißenden Sound aufwarten. Ein gelungener Start.
Abgesehen vom mittelalterlichen Teil nimmt "Living dead Superstar" den Groove des Vorgängers perfekt auf. Auch hier wieder ein wild um sich schlagender Drummer. Kennt jemand "Das Tier" von den Muppets? Der hat auch immer draufgehauen bis alles zusammengebrochen ist. Und an ihn erinnert mich auch der Schlagzeuger Heikki Malmberg. Phasenweise glänzen sie sogar mit Gitarrensoli, die an die gute alte Zeit der 70er und 80er Jahre erinnern.
"Bad Sign" wirkt schon härter. Man verlässt eine bisschen die melodische Schiene und wendet sich dem Thrash zu. Und dennoch klingt das Ganze sehr anmutig und wartet streckenweise wieder genialen Gitarrensoli auf. Gerade diese Mischung aus extremer Härte und wieder gefühlvolleren Abschnitten lassen den Song sehr gelungen erscheinen.
Mit "Resign from Life" geht es weiter. Der Beginn klingt ein bisschen funkig, besonders das Schlagzeug. Und dann setzt wieder diese geniale Gitarre ein. Ein Sound, der einem durch Mark und Bein geht. "Das Tier" drischt wieder wie verrückt auf sein Schlagzeug ein und man wundert sich, dass ihm nicht schon sämtliche Felle um die Ohren geflogen sind.
Der nächste Song ist "Icaros", der dem Album auch seinen Namen gegeben hat. Im Vergleich zu den anderen ist er total anders. Er schwankt zwischen extremen harten und sanften balladenhaften Passagen. Dieser Song wäre die ideale Untermalung für einen Krimi oder Actionfilm. Gerade der gesungene Teil "Born to die" wäre beispielsweise für einen James Bond Film wie gemacht.
"Chagrin" schockt ein bisschen anfänglich. Sanfte Klänge von Violinen passen so gar nicht zu diesem Album. Doch diese werden alsbald von dem noch schon bekannten infernalischen Schlagzeug in die Ecke getrieben. Und wo das Schlagzeug ist, ist auch der Gitarrist und der Sänger, mit seiner durchdringenden Stimme nicht weit. Und wieder dieser treibende und mitreissende Takt. Eine leicht Schwerfälligkeit und eine leicht depressive Stimmung setzen sich durch. Und wen man jetzt meint, man kriegt die Krise, erfreuen sie einen wieder mit fröhlichen Gitarrenklänge, die an frühere Rockjahre erinnern.
Sphärische Klänge leiten "Through Difficulties to Defeat" ein. Ein leichter Bruch mit den Vorgängern. "Through Difficulties to Defeat" ist eine sehr rockige Ballade, die sehr langsam, sehr melancholisch klingt. Und damit es einem nicht zu viel wird, streuen sie immer wieder auch ein paar harte Abschnitte ein. Aber in allem ist und bleibt es eine Rockballade.
Und schon sind wir ruck-zuck beim vorletzten Song "Hammer" angelangt. Der trägt seinen Titel allerdings zu recht. Der "Hammer" ist eimal wieder mehr der Schlagzeuger Heikki Malmberg. Und der hämmert gnadenlos auf sein Instrument ein, wobei auch Rainer Nygärd und Marko "Kuula" Utriainen mit ihren Gitarren alles andere als sanft umgehen. Was ist bis jetzt ein wenig vermisst habe ist die Tatsache, dass man vom Bassisten relativ wenig gehšrt hat. Aber bei der Übermacht von Gitarre und Schlagzeug...
Mit "Into the Sea" klingt das Album aus. Und damit das Ganze auch nicht so schnell vorbei sein wird, dafür sorgen Diablo schon. Ein über acht Minuten langes Epos bildet den kršnenden Abschluss. In diesem Song verbinden sie noch einmal alles, was sie bisher gespielt hatten. Leicht abgefahrene Passagen mit, die an Echolotung erinnern, dann wieder gnadenlose Phasen die sich mit fast klassischen Klängen abwechseln. Und die guten alten Gitarrensoli dürfen natürlich nicht fehlen. Ein abwechslungsreicher Musik-Cocktail zum Abschluss.
Fazit: Um den Faden von der Einleitung an dieser Stelle wieder aufzunehmen: Ich finde ICAROS gelungener als MIMIC47. Das Album kann absolut überzeugen. Wirklich gute gemacht, in sich stimmig, abgeschlossen, abgerundet und Diablo scheinen sehr erwachsen geworden zu sein. Also es geht doch noch und so macht einem die Arbeit immer wieder Spass, besonders wenn einem solch ein Leckerhappen auf den Tisch flattert. Musikalisch bewegen sie sich zwischen melodischen Death Metal und Thrash Metal, wobei sie auch Elemente aus den früheren Hard Rock Jahren aufnehmen. Dies merkt man besonders an den Gitarrensoli. Diese versetzen wirklich zurück in die 70er und 80er Jahre. Eine Wermutstropfen hat das Album dennoch. Die Ballade hat ihnen meiner Meinung die volle Punktewertung gekostet. Aber die abgegebene Bewertung entspricht voll und ganz der Qualität, die Diablo abgeliefert haben. Daumen hoch und ab in die Plattenläden... |
Titel-Liste:
| | - Trails of King
- Living Dead Superstar
- Bad Sign
- Resign from Life
- Icaros
- Light of the End
- Chagrin
- Through Difficulties to Defeat
- Hammer
- Into the Sea
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Laufzeit:
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Empfehlen:
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