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Review: Dimmu Borgir |
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Album:
| | ABRAHADABRA, 2010, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 10.10.2010 |
Review:
| | Wer in den letzten Monaten mit dem Namen Dimmu Borgir in Berührung kam, assoziierte höchstwahrscheinlich Line-Up-Schmutzwäsche ohne Ende und vergaß vermutlich dass bereits ein neues Album im Rohr lauerte und schon fast gar war. Und gerade dieses Werk ABRAHADABRA sollte doch neue Maßstäbe setzen. Orchestrale Schlagkraft mit 101 Musikern, von Violine bis Horn alles vertreten, sollte symphonische Grenzen sprengen und den Black Metal der Norweger in neue Dimensionen entführen. Daran sollte auch der mittlerweile stattgefundene Line-Up-Schwund auf ein magere Trio nichts ändern.
Was Rage mit ihrem Album LINGUA MORTIS schon recht gut gelungen ist, Klassik mit thraschigen Klängen zu verbinden, konnte wegen einer etwas schwachbrüstigen Produktion nicht voll punkten. Auch für die Italiener Rhapsody of Fire ist klassische Instrumentalisierung das Gerüst aller Songs, jedoch werden meist nur Samples verwendet. Viel hilft viel, so zumindest bei Hubraum für sattes Drehmoment gültig, dachten sich wohl auch, als Dimmu Borgir eine ganze Hundertschaft an Musikern engagierten. Und ganz ehrlich, man hört den Unterschied zwischen billigem Sample und reellen orchestralen Arrangements.
Aber ist das auch zielführend für die Black Metal-Kost, die unsere Norweger normalerweise zum besten geben?
In jedem Fall muss man sich erst etwas einfinden, bevor sich symphonische Hooklines mit Double-Bass-Attacken und schnarrendem Growl-Gesang verbinden. Wer hier schon Erfahrung mit anderen symphonischen Alben mitbringt, der wird wohl deutlich schneller einen Zugang finden, muss sich jedoch damit abfinden, dass klare und zwingende Ohrwurm-Hooklines oftmals hinter tonnenschwerem Bombast verborgen liegen und manchmal erst entdeckt werden müssen.
Was beim Intro "Xibir" noch kaum als Black Metal zu erkennen ist, außer der düster depressiven Gesamtstimmung, der wird beim Opener "Born Treacherous"Stück für Stück an alte bekannte Klangstrukturen herangeführt.
Spätestens bei "Gateways" schwimmt man wieder in bestens bekannten Gefilden, hat jedoch mit choraler Frauenpower und einer gewissen symphonischen Anreicherung auch durchaus neue Elemente zu verdauen.
Nicht genug haben diesmal bei "Ritualist" sogar akustische Gitarren Einzug in die norwegische Klangwelt gefunden und machen dabei sogar eine recht gute Figur ohne der Düsternis zu schaden.
Black Metal nur überdrehte Mucke für Möchtegern-Weicheier? Klar, wer auf Mosh-Parts steht und mit der "Wall of Death" Freundschaften pflegt, der wird wohl bei "Renewal" seine Meinung ändern müssen. Härte gefällig? Ja? Ok, dann gibt es hier eine volle Breitseite ohne jedoch den symphonischen Anstrich des Albums aus den Augen zu verlieren.
Fazit: Nach ein paar Runden im Player hat sich das neue Album ABRAHADABRA schnell einen Stammplatz erspielen können, was vielleicht auch an meinem persönlichen Hang zu Bombast und Symphonic liegen mag und ich trotzdem keine Berührungsängste zu (ultra-)harte Mucke scheue. Egal ob das nun die zukünftige neue Marschrichtung der Norweger werden wird oder es sich nur um einen kurzweiligen Ausritt in die orchestralen Welten des Symphonic Metal gehandelt hat, meiner Meinung nach war es einen Versuch wert und das Ergebnis ist rundum gelungen.
Viel hilft viel - zumindest bei den orchestralen Parts ist diese Rechnung voll aufgegangen. Noch mehr räumliche Fülle in dieser hohen Qualität wie hier, bekommt man heutzutage kaum geboten. Auch klar, dass die spontane Eingängigkeit zwangsläufig darunter leiden muss. Aber was spricht schon gegen mehrere Durchläufe? Nichts? Na also! |
Tipp:
| | Trotz stilistischer Neuausrichtung sollten Dimmu Borgir-Fans in jedem Fall mehr als nur ein Ohr riskieren. |
Titel-Liste:
| | - Xibir
- Born Treacherous
- Gateways
- Chess with the Abyss
- Dimmu Borgir
- Ritualist
- The Demiurge Molecule
- A Jewel tracedthrough Coal
- Renewal
- Endings and Continuations
- - - Video - - - - Gateways
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Laufzeit:
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Empfehlen:
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