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Review: Disaffection
 
BEGIN THE REVOLUTION

Album:
 BEGIN THE REVOLUTION, 2010, Bombworks

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 3 von 7
3 von 7 Punkten
 M.U., 24.09.2010

Review:
 Als Tester hat man schon so seine Last mit den neuen Alben. Da bekommt man eine Promo-CD zugesandt mit spärlichen Informationen. Gut, das Internet hilft, denkt man nun. Aber bei dieser Band scheint die Bandbiographie wohl ein Staatsgeheimnis zu sein. Selbst nach fast einer Stunde Recherche im Internet findet man nur ein paar spärliche Informationen. Also: Disaffection kommen aus Goiânia, Goiás, Brasilien und sind eine 5-köpfige Band, die Thrash Metal spielen. BEGIN THE REVOLUTION ist ihr erster Longplayer, damit ihr Debütalbum. Zuvor erschien schon ein Demoalbum mit vier Songs. Der Rest im Netz ist pures Merchandising. Hauptsache, die Scheibe geht weg. Nicht wirklich lustig! Gehen wir aber davon aus, dass die Band darauf keinen Einfluss hat.

"Metal Kombat" beginnt wie der Titel es verheißt. Aggressiv und Kämpferisch. Sicherlich nicht ganz so kämpferisch wie die Iren von Mael Mordha. Gut, das ist aber auch eine ganz andere Liga. Der Song klingt ein bisschen stümperhaft, der Gesang erinnert mehr an Anarchopunk à la Slime oder an Slipknot bzw. Sick Of It All. Nicht wirklich beeindruckend.
Sehr gitarrenbetont beginnt "Which One's the Truth". Der Gesang erinnert mehr an Soulfly oder Sepultura. Etwas getragen und etwas umgänglicher. Aber dennoch beschliesst man, zur eigentlichen Linie zurück zu kehren und ein Inferno aus Gesang und Schlagzeug dem Hörer zu bieten. Auch dieser Song klingt eher nach heimatlicher Garage. Da helfen auch ganz nette Gitarrensoli nicht über den Eindruck hinweg.
Völlig anders wirkt "Blind Man". Schon fast düsterer Sprechgesang zu Beginn, der mal wieder von dem üblichen Musikallerlei abgelöst wird. Langsam wird es langweilig, da bisher jeder Song irgendwie gleich klingt.
Auch "Stupid Ideas" bringen nicht wirklich neue, verrückte Ideen. Der Gesang klingt eher gequält und gepresst. Der Rhythmus geht einem langsam auf die Nerven, da das monotone Geklopfe zu nerven beginnt. Auch hier können ein paar Gitarrensoli nicht über die Unzulänglichkeiten hinwegtäuschen.
Das Mysterium der Musik. Muss sich nun Gott darum kümmern oder warum nennt man diesen Song "Mystery of God" so? Er wird ihnen auch nicht helfen können.
Mit einem funkigen Bass starten wir in "The Mortuary Man". Der Anfang lässt Hoffnungen aufkeimen, die aber schnell auch wieder in demselben erstickt werden. Einziger Unterschied ist die Tatsache, dass man sich beim Spielen etwas mehr Zeit lässt; will sagen, der Song ist etwas ruhiger. Aber deswegen nicht besser. Von Thrash Metal war bisher nicht viel zu erkennen.
Vielleicht hilft uns der Song "Disaffection" in Anlehnung an den Bandnamen, darüber hinweg. Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt. Gut, der gut gemachte Anfang mit einem richtig schönen stampfenden Rhythmus macht erstmalig richtig Eindruck. Zwar kein Thrash, aber ein Song, den man sich gerne anhört und eher in die Richtung Power Metal gepaart mit Speed Metal tendiert. Die löbliche Ausnahme.
Alpträume spielen sich immer im Gehirn ab. Diese Erkenntnis erhalten wir spätestens beim Song "Cerebral Nightmare". Das ist wirklich ein Alptraum. Denn die Wirklichkeit dieses Albums hat uns wieder eingeholt. Nicht wirklich der Bringer.
Und noch ein schöner Song wartet auf uns. Der Titel "I wanna see the Chaos" spricht Bände. Zum Glück herrscht das Chaos nur knapp über eine Minute. Denn zu ertragen ist das Geklopfe wirklich nicht mehr. Das Chaos herrscht eher in den Gehörgängen, die nach einem vernünftigen Song lechzten.
Der letzte Song heißt "The End of Beginning". Eher der Anfang vom Ende. So klingt er auch. Wie der erste Song ein Gemischt auf Kampf und Krampf. Da helfen auch mystische Sprechgesänge nicht wirklich weiter. Und dann... nach einer Minute ist endlich Ruhe!

Fazit: Dieses Album zu reviewen war wirklich Schwerstarbeit. War schon das Album IN PUTRESCENCE der Band Stench (Schweden) ein harter Brocken, ist dieses Album noch eine Spur schlimmer. Da fehlen einem die Worte das zu beschreiben, was man eben gehört hat. Musikalischer Einheitsbrei, bei dem jeder Song genauso klingt, wie sein Vorgänger und wie sein Nachfolger. Von der eigentlichen Stilrichtung, dem Thrash Metal, hat man zu keiner Zeit etwas. Alles klingt monoton und viel zu lau. Fa gibt es keine Höhepunkte (man sieht es auch anhand der Anspieltipps). Freue wird da wohl kaum aufkommen, eher der Wunsch, das Ende des Albums zu erreichen (zum Glück kann man die CD auch vorher auswerfen lassen).

Anspieltipps:
 Nur "Disaffection".

Titel-Liste:
 
  1. Metal Kombat
  2. Which One's the Truth
  3. Blind Man
  4. Stupid Ideas
  5. Mystery of God
  6. The mortuary Man
  7. Disaffection
  8. Cerebral Nightmare
  9. I wanna see the Chaos
  10. The End of Beginning

Laufzeit:
 36:32 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/disaffectionthrashers 

  • Probehören und Kaufen:
    Disaffection: BEGIN THE REVOLUTION

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