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Review: Disgroove
 
GASOLINE

Album:
 GASOLINE, 2008, N-Gage

Stil:
 Alternative Rock

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 M.U., 07.07.2008

Review:
 Ach ja, die Schweiz. Außer für Berge, Schokolade und Kühe auch für gute und solide Rockmusik bestens bekannt. Wer kennt nicht beispielsweise Gotthard, Shakra, Krokus oder Celtic Frost, um nur einige Highlights zu nennen. Die drei Jungs von Disgroove sind schon seit einiger Zeit aktiv und veröffentlichen mit GASOLINE nun bereits ihr drittes Album.

Die CD beginnt gleich mit dem Titelsong "Gasoline". Der Anfang ist sehr extrem, schon fast in Richtung Death oder Thrash. Doch nach kurzer Zeit wird es ruhiger. Der Gesang erinnert einen jetzt mehr an Kurt Cobain von Nirvana. Doch die treibenden Gitarrenriffes finden sich immer wieder, wobei der Song irgendwie eine Mischung aus vielen Stilrichtungen darstellt. Wenn nicht extrem aggressiv dann eher gefühlvoll. Ein wirklich gut gelungener Einstieg in dieses Album.
Mit "Scars" geht es tendenziell ähnlich weiter. Man bewegt sich stilsicher auf den gleichen Spuren des Einsteigers "Gasoline". Mehr kann man zu diesem Song nicht sagen.
Mit etwas schrägen Gitarrenklängen beginnt der dritte Song "Dreamer". Nach kurzer Zeit wird es sehr melancholisch. Der Gesang ist extrem gefühlvoll. Man könnte sich irgendwie an die deutsche Band Thorn Eleven erinnern. Parallelen zu "Sway" von ihnen sind nicht ausgeschlossen.
"The Player" startet in einer vollkommen anderen Art. Die Melodie tendiert schon fast in Countrysongs. Dennoch findet man immer den Weg zurück zur ursprünglichen Linie, mit der man schon in den ersten beiden Songs Bekanntschaft gemacht hat.
Schlagzeugtöne und tiefe Bassklänge leiten "A beautiful Mind" ein. Der Titel erinnert mich an den Spielfilm "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" mit Russel Crowe. Insgesamt tendiert der Song in Richtung rockige Ballade. Aber nicht schlecht gemacht. Gewisse Parallelen zu Nirvana sind nicht zu verleugnen. Die klassischen Elemente machen den Song zu etwas besonderen.
"Rise" ist komplett anders. Die Melodie und der Gesang haben schon etwas punkiges und fröhliches an sich. So richtig groovig. Disgroove(ig)? Man rockt und schwingt richtig mit. Frisch, fröhlich und unbedarft... Ein richtiger Ohrwurm.
Mit "What we do" setzt sich die CD fort. Bassklänge und schräge Klänge leiten den Song ein. Die Richtung geht eher in Irgendwie wird man den Verdacht nicht los, dass man sich sehr stark an Nirvana, Thorn Eleven oder ähnlichen Bands orientiert. Diese Linie zieht sich sehr markant durch viele Songs hindurch.
In gleicher Manier setzen "Feeding the Birds" und "Foreign Signs" den eingeschlagenen Takt fort. Insgesamt sind die Songs eher düsterer und depressiver gehalten, wobei immer wieder fröhlichere Passagen auftauchen.
"Adorable / Horrible" beendet dieses Album. Man hört/erfährt nichts mehr Neues. Ob man froh ist, dass diese CD zu Ende ist oder nicht, bleibt dem geneigten Hörer überlassen.

Fazit: Man ist ja gewohnt, dass aus der Schweiz meist gute Musik rüberkommt und so erfüllen auch Disgroove sämtliche Klischee mit Bravur. Von den anfänglichen erwarteten harten Tönen, zieht sich doch eher ein gemässigte Melodie durch. Ein in sich stimmiges und geschlossenes Album, dass jedoch in der Summe ein bisschen zu eintönig ist - zu viele Songs gleichen sich. Da hätte man ein bisschen mehr Phantasie walten lassen können/müssen. Aber ansonsten nicht schlecht und als Gute-Laute-Musik jederzeit zu empfehlen.

Anspieltipps:
 Mit Sicherheit ist der Titelsong "Gasoline" absolut empfehlenswert, was für den Nachfolger "Scars" ebenso zutrifft. Auch "Rise" ist erwähnenswert.

Titel-Liste:
 
  1. Gasoline
  2. Scars
  3. Dreamer
  4. The Player
  5. A beautiful Mind
  6. Rise
  7. What we do
  8. Feeding the Birds
  9. Foreign Signs
  10. Adorable / Horrible

Laufzeit:
 39:25 Min.

Band-Infos:
 
  • www.disgroove.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Disgroove: GASOLINE

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