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Review: Dokken
 
LIGHTNING STRIKES AGAIN

Album:
 LIGHTNING STRIKES AGAIN, 2008, Frontiers

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 D.K., 16.04.2008

Review:
 Don Dokken. Der Name ist Programm. Der Herr, der Anfang der 80er mal im Background der Scorpions zu hören war und sogar im Gespräch war, der Nachfolger vom damals schwer an den Stimmbändern erkrankten Scorpions-Fronter Klaus Meine zu werden. Der Herr, der seine Karriere hier in Deutschland begann.
Genau dieser Herr zeigt uns jetzt wieder, was andere noch lernen müssen: Qualität.

Der neue Silberling heisst LIGHTNING STRIKES AGAIN und der Blitz schlägt wirklich ein. Aber niemals 2x an der gleichen Stelle und so ist dieses Album auch keine Kopie der Vorgänger, sondern "nur" vergleichbar.

Der Stil ist gewohnt rockig, der Herr hat immer noch eine klasse Stimme die unter die Haut geht, und die Qualität der Aufnahmen lässt auch keine Wünsche offen.
Klassischer Hardrock. Auch wieder an Bord sind Mick Brown, John Levin und Barry Sparks.

Fangen wir an:
Der Opener "Standing On The Outside" bietet einen Midtemposong, der sanft und doch nicht kitschig daherkommt. Die Gitarre von John Levin kommt ebenfalls sehr solide aus den Boxen. Das Soli könnte diversen Luftgitarrenfreaks gefallen.
"Give Me A Reason" gibt mir als Nummer 2 des Albums trotz des Titels keinen Grund zu meckern. Im Gegenteil: Das Ding rockt. Wieder klassisch für den Stil. Gitarrenriffs aus den 80ern (ich meine das nicht negativ) mit einem Chor im Refrain. Passt. "You are listening the new Album Lightning strikes again" sagt mir da plötzlich ein freundlicher Herr ins Ohr. Ach was. Hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber ok... solange einige Deppen meinen, sie könnten eine schnelle Mark (ups Euro) machen, indem sie die Promos verbotener Weise zum Verkauf anbieten, muss ich wohl mit Voice over leben. Danke auch. Das kriege ich jetzt alle 30 Sekunden zu hören, als ob ich senil wäre. Macht das Review nicht einfacher.
Egal, wenn ihr die Scheibe legal kauft, habt ihr das Gequatsche ja nicht drauf. Also weiter im Text.
Nummer 3 ist "Heart To Stone". Irgendwie schafft es der Mann, bei jedem Song leicht anders zu intonieren. Man erkennt zwar seine Stimme, aber er passt sie dem Song an. Jetzt klingt sie etwas härter und nicht mehr ganz so sanft wie auf dem vorigen Song.
Oha... die Nummer 4 "Disease" (Krankheit, Leiden) klingt anders. Nicht ganz so gebügelt wie die vorigen. Auch hier passt der Titel zur Instrumentalisation. Schwer zu erklären.
Dafür geht's mit Nummer 5 um so einfacher. Eine Ballade darf natürlich nicht fehlen. Also Feuerzeuge und Wunderkerzen an und Licht aus. "How I Miss Your Smile" ist ein Song, der gut auf die nächste Kuschelrock passt. Beim Gitarrensolo sehe ich den einsamen Gitarristen auf der Klippe stehen, der Wind weht durch die Matte. Kitschig? Ja, aber schön.
"Oasis" dagegen, der nächste Song auf dem Album kommt wieder mit satteren Gitarren aus der Box. Wieder im Midtempo und die Stimme, die mich dran erinnert was ich da höre, geht mir zunehmend auf den Senkel.
"Point Of No Return" wäre dann die Nummer 7 von 12. Für mich der Klopper des Albums. Endlich rockt es mal etwas schneller. Das Ding passt in einen Actionfilm. Der Held springt in sein Auto und rast über den Highway um seiner Geliebten zu Hilfe zu eilen.
"I Remember" fügt sich nahtlos in das ein was fast ein Konzeptalbum sein könnte. Irgendwie passt alles ineinander. Der Held des Films ist zu spät gekommen und schwelgt jetzt in Erinnerungen aus besseren Zeiten. Soll heißen: wieder ein ruhiger Song.
"Judgement Day" rockt wieder schneller. Der Held hat den bösen Jungen gefunden und nun gibt's was auf die Löffel. Aber ob das nun wirklich die Geschichte sein soll, darf bezweifelt werden. Ich denke, so kann ich aber am besten die Songs beschreiben.
"It Means" und "Release Me" als Nummer 10 und 11 machen die ganze Sache rund und sind doch etwas eckiger gehalten. Mit der Nummer 12 "This Fire" ist das Album dann komplett. Dieser Song ist dann auch mein zweiter Favorit. Auch wieder etas schneller gehalten, mit etwas aggressiveren Gitarren, in die sich alle Instrumente samt Stimme wunderbar einfügen.

Fazit: Grundsolide, nicht allzu abwechselungsreiche Produktion, die keinen Aussetzer vorzuweisen hat. Fast ein wenig zu glatt, weshalb es auch nicht die volle Punktzahl gibt.

Anspieltipps:
 Meine zwei Favoriten "Point Of No Return" und "This Fire".

Tipp:
 Hardrock und besonders Dokken-Fans können blind kaufen.

Titel-Liste:
 
  1. Standing On The Outside
  2. Give Me A Reason
  3. Heart To Stone
  4. Disease
  5. How I Miss Your Smile
  6. Oasis
  7. Point Of No Return
  8. I Remember
  9. Judgement Day
  10. It Means
  11. Release Me
  12. This Fire

Laufzeit:
 51:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.dokken.net 

  • Probehören und Kaufen:
    Dokken: LIGHTNING STRIKES AGAIN

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