News
 Newsflash 
 05.2012 | Archiv
 
 Neuzugänge (Alben) 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Termine 
 Gig/Tour | Festival
 
 Umfrage/Gewinnspiel 
 Ergeb./Gewinner
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate und Sprüche
Dümmer gehts n/immer
 
 

Redaktion
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Studioreports
 
 Tipp des Monats 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzertberichte
Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt... 
 

Kontakt
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 In eigener Sache 
 Redakteure gesucht
Werben bei uns
Werben für uns
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Dominici
 
O3 A TRIOLOGY PART 3

Album:
 O3 A TRIOLOGY PART 3, 2008, Inside out

Stil:
 Progressive Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 28.06.2008

Review:
 Charlie Dominici war der Sänger des legendären Debüt Albums WHEN DREAM AND DAY UNITE von Dream Theater aus dem Jahr1989. Danach verschwand er komplett aus der Musikszene um sich erst 2005 mit dem ersten Teil einer Trilogie zurück zu melden. 2004 hatte der Sänger einen kurzen Auftritt mit seiner alten Band was wohl als Auslöser diente um das Interesse an der Musik in ihm erneut zu entfachen. War der erste Teil noch ein reines Akustikalbum nur mit Gitarre und den Vocals von Dominici, so versammelte er für Part 2 eine komplette Band um sich und kehrte auch stilistisch auf die Progressive Metal Spur zurück. Nur ein Jahr nach dem zweiten Teil erschien im Frühjahr 2008 bereits der abschließende dritte Teil. Das Konzeptalbum erzählt in einer Art Science Fiction Geschichte den Untergang der Welt und die Neuentstehung des Lebens, ein Ende das zugleich ein Neubeginn ist.

So düster wie das Cover mit einer zerstörten und brennenden Stadt ist auch der Opener "King of Terror". Geheimnisvoll mit einigen Sprachsamples die von einem nuklearen Holocaust im Nahen Osten berichten, startet der Track. Symphonisch angehauchte Keyboard Streicher zusammen mit Piano klingen melancholisch bevor der Song förmlich explodiert. Ein Drum Orkan tobt los, die Gitarren klingen wild und manchmal etwas thrashig. Die Vocals sind teils mehrstimmig und nicht weniger aggressiv wie die Instrumente. Charlie Dominicis Stimme scheint rauer zu sein als früher was aber hier ausgesprochen gut passt. Ständig wechseln kraftvolle und melodische Abschnitte einander ab. Natürlich fehlen auch die progtypischen Tempo- und Rhythmus Variablen nicht. Ein shredderndes Gitarrensolo wird vom Keyboard im Hintergrund unterstützt. Dynamische Nummer die einen guten Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf des Albums gibt.
"March into Hell" gibt sich musikalisch so Unheil verkündend wie der Titel. Verzerrte Gitarrenriffs und harte Drums sorgen für ordentlich Power. Dazwischen erklingen dezente Keyboards wie ein Sonnenstrahl im Prog Gewittersturm. Die Vocals sind ähnlich variabel wie die Drums. Charlie Dominicis Beitrag reicht von Sprechgesang bis zu melodisch hohen Tönen dazu einige Growls und Shouts. Mit Gitarren- Keyboardduellen wird nicht gespart meist in einem Mördertempo. Zum Schluss nimmt man deutlich an Geschwindigkeit raus und die Melodie endet betont melodisch, bitter süß.
Nach zwei überaus dynamischen Kraftakten überrascht "So help me God" mit akustischer Gitarre und traurigen Vocals mit einem flehenden Unterton. Ein ruhiger, getragener Song der sehr gefühlvoll und emotionsgeladen daher kommt. Die Halbballade ist der ruhende Pol des ansonsten kraftbetonten Albums.
Nach diesem Ausflug in seichtere Gewässer knüpft Dominici fast wieder an die ersten beiden Tracks an. "Liquid Lightning" startet energisch mit dominierenden Drums. Dazwischen sind ruhige Abschnitte eingebaut. Die Gitarren klingen nicht so hart wie auf dem Opener. Sehr abwechslungsreich baut man immer wieder Spannung auf die sich in einer mächtigen Klangwand entlädt. Den Keyboards wird mehr Raum eingeräumt als bisher. Viele unerwartete Wendungen die die Melodie in den Vordergrund stellen werden abgelöst von der geschwungenen Prog Power Keule. Ein Lehrstück für diese Stilrichtung.
"Enemies of God" ist nur Midtempo was beinahe überhaupt nicht auffällt so brachial legen die Drums und Gitarren vor. Die Keyboards haben nur untermalenden Charakter und sind nur stellenweise zu vernehmen bevor die Rhythmusinstrumente die Herrschaft sofort wieder an sich reißen. Bei einer Spielzeit von gut 10 Minuten kann sich die Band austoben und die eine oder andere Frickelorgie abliefern wie man es auch von Dream Theater oder anderen Prog Kapellen gewöhnt ist. Ich finde aber, dass Dominici hier nicht übertreibt und die Sache zu weit ausufert. Technik ist hier nicht Selbstzweck, man macht nicht den Fehler den Song selbst aus den Augen zu verlieren. Es gelingt der Spagat zwischen schierer Kraft und eingängigen Melodien. Die dazwischen eingeflochtenen ruhigen Zwischenspiele mit sanften Keyboards und den Vocals die blitzschnell von gefühlvoll auf aggressiv umschalten, machen das Stück trotz der Länge sehr kurzweilig.
Nach einem kurzen Intro mit akustischer Gitarre vergeht auf "Revelation" nicht viel Zeit bevor die E-Gitarre und die Drums den Turbo zünden und nach vorn preschen. Auch hier wird eine gelungene Mischung aus verschiedenen Härtegraden und Stimmungen serviert. Neben den Drums die wirklich eine Klasse für sich sind und ungemein an Mike Portnoy erinnern, ist es auch die schreddernde Gitarre die hier Akzente setzt. Der Kampf dieser beiden Instrumente macht den besonderen Reiz der Nummer aus.
Auf "Hell on Earth" rollt erneut die Prog Dampfwalze unerbittlich voran. Die Vocals mit einem dämonischen Unterton klingen manchmal nach Shock Rocker Alice Cooper. Die Gitarre löst sich mit einigen Soloeinlagen und technischen Kabinettstückchen aus der düsteren Atmosphäre. Die gebotene Härte zieht sich wie ein roter Faden durch den Song.
"Genesis" der abschließende Track wartet mit knapp 11 Minuten mit epischer Länge auf. Das Ende der zerstörten Erde bedeutet zugleich ein Neuanfang, die Genesis. Wie Phönix aus der Asche entsteht eine neue Menschheit. So lassen sich die Lyrics kurz zusammenfassen. Der Song ist wesentlich heiterer mit den Keyboards im Vordergrund bevor die Drums und Gitarren sich nach vorn drängen. Die Arbeit des Drummers lässt sich nur schwer beschreiben, wer schon immer wissen wollte was mit diesem Instrument so alles möglich ist sollte sich dieses Stück genauer anhören. Mehrfaches Hören sei ausdrücklich empfohlen um die ganzen Details überhaupt wahrnehmen zu können. "Genesis" ist zweigeteilt. Haben die Musiker in der ersten Hälfte ausgiebig Gelegenheit ihrer Stielfreude Ausdruck zu verleihen, so steigert sich die Sache zum Ende hin in einem gewaltigen Endspurt zu einem episch bombastischen, orchestralen Finale. Charlie Dominicis Vocals sind nicht nur souverän, er zeigt hier wie viele Facetten in seiner Stimme stecken. Aus den harten Riffs und dem Drumgeballer erhebt sich wie der bereits erwähnte Phoenix eine tolle Melodie und bildet den würdigen Abschluß der Scheibe und der Trilogie.

Fazit: Im Gegensatz zum zweiten Teil ist die Musik härter, düsterer und kompromissloser geworden. An Eingängigkeit hat man ein wenig eingebüst aber das scheint ohnehin der Trend im Prog Bereich zu sein. Die Scheibe ist sehr abwechslungsreich ausgefallen. Zwar dominieren die Metal Kracher aber neben deftigen Riffs und Powerdruming gibt es neben dem balladesken "So help me God" immer wieder gefühlvolle und ruhige Abschnitte in den härteren Tracks. Die Stücke sind nie überladen und zu vertrackt. Neben der überzeugenden Stimme von Altmeister Dominici gibt es auch bei den anderen Musikern nur Positives zu vermelden. Besonders stark ist der Auftritt von Gitarrist Brian Maillard. Drummer Yan Maillard schafft sogar das von mir für unmöglich gehaltene Kunststück an die überragende Klasse eines Mike Portnoy heranzukommen. Yan kann in den harten, schnellen Passagen mit Wahnsinns Druck und großer Variabilität voll punkten und sein Spiel ist in den getragenen Phasen geprägt von großem musikalischem Verständnis. Extra Klasse. Die Produktion ist richtig fett und klar und wenn es überhaupt was zu bekritteln gibt sind es die zu stark betonten Bass Drums und genau im Gegensatz dazu, dem zu weit im Hintergrund stehenden Bass, da war der abschließende Mix nicht ganz makellos. Ansonsten ein wirklich interessantes Prog Album auf dem die Soli nie zu dominant sind und die Melodie nicht verloren geht.

Anspieltipps:
 "King of Terror", "So help me God", "Liquid Lightning", "Genesis"

Tipp:
 Die Verwandtschaft zu Dream Theater ist an vielen Stellen zu spüren aber Dominici ist nie ein Klon der Prog Überflieger. Neben den Anhängern des Traum Theaters kann ich den dritten Teil von O3 generell jedem Prog Fan uneingeschränkt empfehlen der auch den härteren Tönen nicht abgeneigt ist und dazu auch Wert legt auf gute Melodien und eingängige Hooklines. Also liebe Symphony X und Threshold Fans, diese Scheibe solltet Ihr euch nicht entgehen lassen.

Titel-Liste:
 
  1. King of Terror
  2. March into hell
  3. So help me God
  4. Liquid Lightning
  5. Enemies of God
  6. Revelation
  7. Hell on Earth
  8. Genesis

Laufzeit:
 56:41 Min.

Band-Infos:
 
  • www.dominici.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Dominici: O3 A TRIOLOGY PART 3

    Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Neue Reviews
     
    Hokum - THE CREATION OF PAIN
    Crucified Barbara - THE MIDNIGHT CHASE
    Joe Bonamassa - DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT
    Fuxdeifeswuid - ROCK IS KOA SPUI
    Black Country Communion - LIVE OVER EUROPE
    Amberian Dawn - CIRCUS BLACK
    Novalis - FLOSSENENGEL
    Hard Riot - LIVING ON A FAST LANE
    Psycholove - HARDCORE ROCK'N'ROLL
    Indica - A WAY AWAY
     
     

    Werbung 
       
     


    StartseiteNewsTippsBandsKontaktReviewsMusikerInterviewsTermineGlossarLinks

    © 2002-2012 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update:23.12.2011