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Review: Doomsword
 
MY NAME WILL LIVE ON

Album:
 MY NAME WILL LIVE ON, 2007, Dragonheart

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 25.03.2008

Review:
 Doomswords 2007er-Werk MY NAME WILL LIVE ON erhielt viele Vorschusslorbeeren und gute Kritiken. So war auch ich sehr interessiert, dieses Album zu rezensieren.
Ganze vier Jahre ließen sich die Italiener Zeit, den Nachfolger des hochgelobten LET BATTLE COMMENCE zu präsentieren. Etwas weg vom Viking-Einschlag des Vorgängers und wieder zurück zu den epischen Wurzeln sollte die Devise sein. Ich lasse mich überraschen.
Auch im Line-Up gab es seit der letzten Veröffentlichung Wechsel: Neben Sänger und Bandleader Deathmaster, Rhythmus-Gitarrist The Forger und Drummer Wrathlord, gehören jetzt Lead-Gitarrist Sacred Heart und Deathmasters Bruder Geilt am Bass zur Besetzung.

Der Opener "Death of Ferdia" ist in verhaltenem Tempo mit auffallender Rhythmusarbeit und starkem Riffing. Deathmaster hat zwar eine zur Musik passende Stimmlage, leider fehlt es ihm etwas an Ausdruckskraft und Volumen.
Der chorale Ausklang geht fast unterbrechungslos in "Gergovia" über. Der Song hat eine militärisch-hymnische Note, die auch zum lyrischen Hintergrund passt, nämlich der Schlacht von Gergovia, wo die Gallier unter Vercingetorix auf Cäsars Legionen treffen. Auch hier fällt mir besonders die fundierte Rhythmusarbeit auf, wohingegen die Vocals weiterhin unter Durchschnitt rangieren.
Auf einem kraftvolleren Beat kann "Days of high Adventure" aufbauen. Besonders herausragend sind hier das Mainriff und der langgezogene Refrain. Textlich geht es dabei um Conan, den Barbarenkönig aus Robert E. Howards Romanen, bekannt natürlich vor allen Dingen durch die Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger.
"Steel of my Axe" orientiert sich nicht nur textlich bei den guten alten Manowar. Auch die ganze Art des Aufbaus mit solidem Rhythmus, eingängigen Riffs und hymnischen Schlachtgesängen erinnert mich stark an die besten Zeiten der US-True Metaler.
Das Riffing und intelligente Licks stehen bei " Claidhamh Solais (Sword of Light)" im Vordergrund.
Bei "Thundercult" trifft ein doomiger Rhythmus (irgendwo muss ja auch der Bandname seine Bedeutung haben) auf typischen Hymnen-Pathos und Schlachten-Sound, wie ihn besonders Manowar und deren viel zu wenig beachtete Landsmänner Warlord in ihren Frühwerken geprägt haben.
Äußerst abwechslungsreich kommt "Luni". Mal stehen die epischen Choräle im Vordergrund, mal regiert das Riffing und virtuose Soli. Überhaupt muss mal die Gitarrenarbeit erwähnt werden, die Sacred Heart leistet. Das ist einfach vom Feinsten und bringt richtig frischen Wind und Energie in die Kompositionen.
"Once glorious" überrascht mit folkiger Einleitung und auch sonst ist der Song stark am Folk/Viking Metal orientiert. Erneut glänzen die eingängigen Lead-Riffs.
Mit "The great Horn" folgt bereits der Schlussstrich, doch hier zeigen Doomsword nochmal ihr ganzes Können und servieren eindrucksvollen Battle-Metal mit starker Rhythmusbasis, tollen Riffs und gelungenen Soli. Sogar Deathmasters Gesang erreicht zum Ende hin etwas Klasse.

Fazit: Wenngleich ich die übermäßigen Lobeshymnen mancher Kritiker nicht teilen kann, liefern Doomsword mit MY NAME WILL LIVE ON ein bodenständiges Metal-Album ab. Typischer True Metal, der seine Vergleiche am ehesten bei alten Manowar sucht, trifft auf doomige Trägheit und wird mit dezenter Epic und viel Schlachten-Pathos geschmückt.
Sehr stark finde ich die Rhythmustruppe und die Arbeit der Leadgitarre. Dagegen kann mich der Bandleader am Mikro überhaupt nicht überzeugen. Seine Stimmlage ist zwar ähnlich zu Eric Adams, leider fehlt es durchweg an dessen Ausdruckskraft und Stimmgewalt. Dazu scheint der Gesang auch manchmal zu sehr in den Hintergrund gemischt, doch vielleicht ist das aus diesen Gründen gewollt. Mit besseren Vocals könnte Doomsword absolut top sein.

Anspieltipps:
 "Steel of my Axe", "Luni" und "The great Horn".

Tipp:
 MY NAME WILL LIVE ON dürfte seine Anhänger besonders bei Fans der frühen Manowar und Warlord-Werke finden. Oder bei Leuten, die einfach guten Heavy Metal mit doomig-epischem Touch hören wollen.

Titel-Liste:
 
  1. Death of Ferdia
  2. Gergovia
  3. Days of high Adventure
  4. Steel of my Axe
  5. Claidhamh Solais (Sword of Light)
  6. Thundercult
  7. Luni
  8. Once glorious
  9. The great Horn

Laufzeit:
 54:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.doomsword.it 


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