 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Downdog |
 |
| |
Album:
| | IN DOG WE TRUST, 2008, Eigenvertrieb |
Stil:
| | Alternative Rock, Alternative Metal |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 26.06.2008 |
Review:
| | Es kommt sicherlich nicht häufig vor, dass ein Tester bevorzugt wird und einen physikalischen Datenträger in Händen halten darf, während das eigentliche Album ausschließlich zum Download angeboten wird. An dieser Stelle hat sich das Quartett um Afton Rhodes (Voc), Phil Jones (Git), Kev Curtis (Bass) und Rolex (Drums) aus dem Nordwesten Großbritanniens, ganz dem modernen Trend angeschlossen. Napster, iTunes Emusic und Co. sollen es richten und der Band die Kosten für das eigenfinanzierte Debüt-Album wieder einspielen. Klar, wenn es dann noch ein bisschen mehr wird, haben die Jungs sicherlich nichts dagegen.
Jetzt hoffe ich nur, dass ich zum Testen nicht einen ähnlichen Ressourcen-Verbrauch habe, wie die Band. Nein, weder Bier noch Schnaps sind gemeint, sondern von mehreren hundert Tassen Tee einer bescheidenen Menge an Kaffee und dem kompletten Export an heißer brasilianischer Schokolade. Und ja, es handelt sich um waschechte Rocker, die zumindest hier dem üblichen Klischee erfreulicherweise nicht entsprechen wollen.
Für ihren Opener "Alibi" wird schon mal kräftig das Feuer unter dem Kessel entfacht. Schnelle eingängige Riffs sorgen dabei sofort für gute Laune. Der Frontmann Afton Rhodes agiert dabei mit seiner leicht nölenden Stimme irgendwo zwischen Axl Rose und Kurt Cobain, was recht gut zur Alternative Schiene passt. lediglich die Gitarren könnten ein bisschen klarer klingen.
Genauso temporeich der Rocker "Shapes that you don't see", aber dafür mit einem leicht punkigen Unterton. Mühelos kann man schon nach kurzer Zeit den Refrain mitsingen und sich an der Luftgitarre gehörig austoben.
Gab es da in der Vergangenheit nicht eine Band namens The Rembrands? Mischt man zu deren luftigen Themen noch einen Schuss härteren Rock und schmeckt ab mit Brit-Pop, so könnte "In the Dark" das Ergebnis sein.
Ultratiefe Bässe und grungiger Gesang leiten die Mid-Tempo-Walze "Anything" ein. Hier begibt man sich bewusst abseits der ausgetretenen Rockpfade und unterstreicht damit eindrucksvoll den Anspruch "Alternative".
Das balladeske "H.I.A.S." oder besser "Heart is a Switch" könnte abgesehen von der Klangfarbe des Sängers ohne weiteres auch von Nickelback stammen. Emotional von Afton vorgetragen sorgen auch die dominanten Gitarren für den richtigen Nachdruck.
Hartes flottes Metal-Riffing, dass sofort ins Ohr geht, bietet "Too Bad" und erinnert an eine etwas weichgespülte charmante Metallica-Variante. Der Trick, man versäumt es nicht, dem Refrain einen melodischen Touch zu verpassen. Trotz des angedeuteten Schreigesangs von Afton bleibt der Gesamteindruck harmonisch.
Melancholisch und mit etwas weinerlicher Stimme, aber noch nicht auf der Grunge-Seite, bewegen sich Downdog mit ihrem Song "Do this alone". Er lebt vor allem durch Aftons Gesang und der unterstützenden variantenreichen Akustik- und E-Gitarren-Arbeit.
Der luftige Metalsong "Lose this Game" spielt etwas mit Metallicas "Enter Sandman", hat aber abgesehen von einem deutlich metallischen Einschlag wenig mit der Vorlage gemeinsam.
Es wird auf diesem Album jedoch nicht nur gefällige Kost geboten. Mit jeder Menge Disharmonien punktet "Size Zero Hero" weniger mit Schmeichel-Riffs, sondern mehr durch ein interessantes Gesamtkonzept.
Gleich im Anschluss folgt dann wieder ein richtiger Schmusesong. "Against the Wall" ist jedoch weniger die klassische Ballade, sondern ein gefühlvoller und basslastiger Slow-Rocker mit variablem Drumming und ebenso abwechslungsreichen Gitarren-Riffs.
Den Abschluss des Album bestreiten mit "Divine Intervention" und "Crash" wieder zwei flotte Up-Tempo-Rocker, die das Album so ausklingen lassen, wie es begonnen hat. Apropos begonnen, bei dieser Spieldauer und Abwechslung ist eine Wiederholung fast Ehrensache.
Fazit: Da habe ich in letzter Zeit wahrlich schlechtere Debüts erlebt. Die Briten schaffen es mühelos ihre Spielfreude an den Zuhörer weiterzugeben und decken musikalisch ein weites Feld ab, so dass es niemals langweilig wird. Trotz der Vielfalt hat man nicht den Eindruck, dass man halbherzig oder willkürlich in verschiedenen Genres gewildert hat. Jeder Song für sich ist gut strukturiert und in sich schlüssig - so sehr er sich auch von den anderen Songs im einzelnen unterscheiden mag. Hier dürfen sich durchaus andere Band, die nur ein paar gut klingende Riffs wahllos aneinander reihen, ein Beispiel nehmen. |
Anspieltipps:
| | Bedingt durch die musikalische Vielfalt, kann ich hier nichts explizit empfehlen. Jeder Song ist auf seine spezielle Art und Weise hörenswert. |
Tipp:
| | Für alle Rock- und Metal-Fans, die einfach mal etwas jenseits der Einheitskost hören möchten, ohne gleich im Crossover-Sumpf unterzugehen, die sollten hier unbedingt antesten. |
Titel-Liste:
| | - Alibi
- Shapes that you don't see
- In the Dark
- Body without a Soul
- Anything
- H.I.A.S.
- Fault
- Bipolar
- Too Bad
- Do this alone
- Lose this Game
- Size Zero Hero
- Against the Wall
- Divine Intervention
- Crash
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.angel-house.co.uk  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|