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Review: Downfall
 
THE OUTLAW

Album:
 THE OUTLAW, 2010, Eigenvertrieb

Stil:
 Melodic Death Metal, Thrash Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 07.08.2010

Review:
 Also langsam glaube ich, die Produktivquelle des deutschen Extrem Metals muss in Thüringen oder Sachsen liegen. Neben so bekannten Bands wie Eisregen oder Eisblut sind auch schon diverse andere Bands wie beispielsweise Loco, Blutnebel, Burning Motors und Huge oder Tonkraft (um nur ein paar zu nennen) durch unsere Hände gegangen. Und damit kommen wir zu der Band Downfall. Die Band kommt aus dem thüringischen Ruhla und wurde im Jahre 2007 gegründet. Musikalisch spielt die vierköpfige Band eine Mischung aus Death und Thrash Metal. Zu den Höhepunkten den Bandgeschichte zählen Auftritte auf dem Waldeshall Festival 2009, auf dem M:O:A-Festival und auf dem Metalfest in Dessau 2010. Mit THE OUTLAW legen sie ihr erstes Studioalbum vor, welches in Eigenproduktion aufgenommen wurde und 2010 erschien.

Los geht es mit dem "Intro". Allein gelassen vom "Outro", das es nicht gibt. Türengequietsche zu Beginn doch dann der stampfende Sound mit einer sehr tiefen Stimme lassen einiges erahnen, was da auf uns zu kommt.
Mit "The Outlaw" als ersten richtigen Titel sind wir auch schon beim Titelsong. So wie das "Intro" aufgehört hat, so brachial geht der Song weiter. Groovige Gitarrenriffs, ein sehr guter Gesang und wieder der treibende Sound mit tollen Beats. Wohl ein Markenzeichen der Band.
"Until it burns" präsentiert etwas mehr Einsatz des Schlagzeugs und klingt relativ schnell Schneller als die Vorgänger. Und da ist sie wieder. Die treibende Kraft dieser Songs. Sogar ein paar Gitarrensoli hat man hier eingestreut. Das macht den Song so abwechslungsreich.
Der Song "Calling the Predator" erinnert von der Stilrichtung eher an Bands aus den 70er Jahren wie beispielsweise Black Sabbath. Wenigstens am Anfang hat man den Eindruck. Aber auf den groovigen Sound will man nicht verzichten und schlägt dann wieder den alten Weg ein. Die Spielweise mit den sich teilweisen wiederholenden Elementen ist genial. Der Song hat echtes Potential zum Ohrwurm.
Nach dem Titelsong kommt der Bandsong "Downfall". Der beginnt gleicht so richtig fetzig. Mit viel Schlagzeug- und Gitarreneinsatz. Ansatzweise erkennt man auch Elemente des Speed Metals. Der Song ist relativ schnell gespielt und hat irgendwie auch eine leicht heitere Note. Für Death und Thrash Metal etwas ungewöhnlich wenn auch nicht gänzliche unbekannt. Und sogar ein tolle Gitarrensolo hat man noch auf Lager.
"Noman's Land" tendiert anfänglich eher in die psychedelische Richtung. Die Spielweise ist eher getragener und schwerfälliger als bisher. Aber dieser Groove und dieser Rhythmus reisst einen einfach mit. Headbanging ist angesagt. Dazu ist der Song einfach ideal. Für das Niemandsland echt zu schade.
Wer ist "Peter Nirsch"? Auf jeden Fall kein Bandmitglied. Dennoch widmet man ihm diesen Song. Mystische Klänge, Sprechgesang und eine langsame, schwerfällige und getragene Spielweise lassen einem bei diesem Song einen kalten Schauer den Rücken runter laufen.
Na wie ein Puzzle klingt der Song "Jigsaw" aber nicht. Eher nach einem tollen Schlagzeugsolo zu Beginn und einer sehr aggressiv wirkenden Stimme. Stilistisch ist wieder mehr beim Speed Metal denn Death Metal.
Sehr bombastisch erscheint "Cry City" auf de Bildfläche.. Was zuvor das Schlagzeug war, ist diesmal die Gitarre. Sehr dominant und bestimmend herrscht sie über diesen Song. Ansonsten frönt man der gewohnten Spielweise.
Bandtypisch klingt der vorletzte Song "In this Cell". Neues erwartet man nicht mehr. Bekommt man auch nicht mehr. Aber der Song ist solide und gut gespielt. In sich absolut harmonisch abgestimmt.
Mit dem Song "Lost alone" erreichen wir das Ende diese wirklich gelungenen Albums. Der klingt eher ruhig, melancholisch und getragen, so als wenn man zum Abschluss den Hörer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück führen möchte. Die Gitarre klingt zeitweise sogar ein bisschen experimentell mit einem leicht heiteren Einschlag.

Fazit: Auch wenn es eine Eigenproduktion ist, muss man der Band für ein sehr ordentlich produziertes Album hohen Respekt zollen. Das Cover relativ schlicht und sehr dunkel gehalten ist. Aber für die Stilrichtung bestens geeignet. Wir haben hier ein sehr gut gemachtes Album, welches sich sehr abwechslungs- und facettenreich darstellt. Vom Thrash Metal hört man weniger, dafür mehr von Melodic Death Metal mit Einflüssen anderer Stilrichtungen. Das tut dem Album allerdings keinen Abbruch. Eher im Gegenteil. Beweist es doch, dass die Band ein großes Potential an Spielkunst aufweist, wobei man an manchen Stellen noch etwas mehr gefeilt werden sollte. Aber man ist ja jung und hat die Zukunft noch vor sich. Mit dem Song "Noman's Land" haben sie allerdings jetzt schon einen echten Knaller produziert.

Anspieltipps:
 Auf jeden Fall "The Outlaw", "Until it burns", "Calling the Predator", "Downfall" und "Noman's Land".

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. The Outlaw
  3. Until it burns
  4. Calling the Predator
  5. Downfall
  6. Noman's Land
  7. Peter Nirsch
  8. Jigsaw
  9. Cry City
  10. In this Cell
  11. Lost alone

Laufzeit:
 45:08 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/downfallruhla1 


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