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Review: Dreamtide |
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Album:
| | DREAM AND DELIVER, 2008, AOR Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 12.09.2008 |
Review:
| | Es gibt neues Futter aus dem Hause Dreamtide. Die Melodic Rock-Formation um Fair Warning-Gitarrist Helge Engelke legen nach fünf Jahren Pause einen neuen Silberling namens DREAM AND DELIVER vor. Warum gleich fünf Jahre vergehen mussten, wird spätestens dann klar, wenn man sich anschaut, was die Herrschaften so alles an Haupt- und Nebenprojekten noch am Laufen haben - von der Fair Warning-Reunion ganz abgesehen.
Auch wenn sich musikalisch nur sehr wenig bei der Truppe mit dem Traumfänger im Cover-Artwork verändert hat, so gab es einen Wechsel im Line-Up. Für Bassist Ole Hempelmann zupft nun der ex-Scorpions-Mann Francis Buchholz den Viersaiter.
Da mag der eine oder andere denken, dass fünf Jahre ihre Spuren hinterlassen haben mögen, aber schon der erste Kurzdurchlauf offenbart alle bereits bekannten Markenzeichen des Melodic-Quintetts. Überwiegend griffige Melodien, die meist sofort ins Ohr gehen, wurden aufwendig ausgearbeitet und wie schon bei den Vorgängern auch auf dem dritten Album mit dezenten exotischen Klängen veredelt.
Der Opener "A Fools Crusade" lässt die vergangenen Jahre seit DREAMS FOR THE DARING schnell vergessen, denn der druckvolle Song fügt sich nahtlos in die Reihe erstklassiger Dreamtide-Titel. Treibender Rhythmus, gepaart mit dominantem Gesang fetten Chören, einer Spur Exotik und abwechslungsreichen Gitarren-Soli, sind genau die Zutaten, auf die man so lange gewartet hat.
"I don't wanna wait" kann ebenfalls voll überzeugen, auch wenn hier die Keyboards etwas mehr in Richtung Moderne weisen und von den Gitarren nicht immer auf traditionelle Wege zurück geführt werden. Unbestritten ist in jedem Fall einmal mehr die blitzsaubere Gesangsarbeit von Olaf Senkbeil, die zu jeder Zeit den Gitarren Paroli bieten kann ohne sich zu sehr anbiedern zu müssen.
Das balladenhaft startende "Same Star" entwickelt sich schnell zu einem druckvollen Rocksong mit deutlicher Funk-Attitüde. Dies ist sicherlich nicht jedermann Geschmack, aber durchaus im Bereich der Experimentierfreudigkeit der Band zu erwarten.
Noch etwas gemächlicher treibt "Your Beat" auf den Spuren einer Powerballade mit kraftvoller Chorunterstützung. Akustikgitarren zu Beginn und einige orientalische Klänge, runden den gefälligen Gesamteindruck dreamtide-typisch ab.
Endgültig im Slow Rock angekommen, bewegt sich "Dancing when the Night falls" mit seiner dominanten Gitarre stellenweise auf den Spuren alter Kingdom Come-Songs, verzichtet jedoch weitgehend auf übertreibenen Pathos und kann trotz tragender Keyboardklänge als waschechte Rockballade überzeugen.
Schluss mit dem langsamen Rhythmus. "King of Scum" erhört endlich wieder die Taktrate und setzt konsequent den Weg der ersten beiben Songs fort. Diesmal sind es einige zarte indianische Untertöne, die dem Song zu einen exotischen Anstrich verhelfen. Trotz melodischem Gesamteindruck, verhindern jedoch die recht aufwendigen Arrangements eine gewisse Dauerwirkung.
Bis auf das druckvolle "To Everybody", dem Mid-Tempo-Metalsong "Keep from Falling" und der abschließenden Reprise-Version von "Download a Dream", bewegt man sich eher im gemäßigten Geschwindigkeitsbereich. So kann mich insgesamt nicht jeder einzelne Song überzeugen, wie das vielleicht noch bei HERE COMES THE FLOOD oder DREAMS FOR THE DARING der Fall war. Das soll aber nicht heißen, auf diesem Album einigen Füllstoff vorzufinden. Das, was mich als verwöhnter Dreamtide-Fan nicht voll und ganz überzeugen kann, wäre für so manch andere Band ein wahrer Segen.
Fazit: Einmal mehr zeigen Dreamtide, dass man im hart umkämpften Melodic Metal-Sektor mit ihnen rechnen muss. Hier passt das Songwriting perfekt zum Leistungsvermögen der beteiligten Musiker und es gelingt sich mithilfe dezenter exotischer Beigaben eigene Markenzeichen zu schaffen, die Dreamtide von anderen Bands abgrenzt. Auch wenn DREAM AND DELIVER nicht der Überflieger schlechthin geworden ist, können die fast 70 Minuten insgesamt überzeugen und es bleibt nur zu hoffen, dass nicht wieder erst fünf Jahre bis zum nächsten Album vergehen müssen. |
Anspieltipps:
Tipp:
| | Melodic Rock Fans, die gerne einmal die traditionelle Pfade verlassen möchten, werden mit Dreamtiude-Alben immer gut bedient. |
Titel-Liste:
| |
- A Fools Crusade
- I don't wanna wait
- Same Star
- Your Beat
- Dancing when the Night falls
- King of Scum
- Download a Dream
- Tell me how it feels
- Stronger
- To Everybody
- Keep from Falling
- The Vow
- Help me
- Download a Dream (Reprise)
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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