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Review: Driver |
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Album:
| | SONS OF THUNDER, 2008, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 21.08.2008 |
Review:
| | Driver bringen 2008 eigentlich ihren ersten Longplayer heraus und sind trotzdem schon irgendwie legendär. Das Ganze begann 1985 mit einer Band namens M.A.R.S (MacAlpine, Aldridge, Rock, Sarzo) und derem einzigen Output PROJECT: DRIVER. 1990 erschien dann eine 5-Track-Demo mit Namen DRIVER, hinter der eine gleichnamige Band unter der Führung von Rob Rock stand. Diese Demo-EP, ein Geheimtipp unter Eingeweihten, kursierte aber nur im Untergrund und kaum einer rechnete damit, dass man von diesem Projekt nochmal was hören würde.
Doch 18 Jahre später geht die Geschichte weiter. Sänger und Bandleader Rob Rock (ex-Impellitteri, ex-Axel Rudi Pell, Rob Rock, Fires Of Babylon) fasste das alte Demo-Material auf, überarbeitete alles zeitgemäß, packte sieben neue Songs hinzu und fertig ist SONS OF THUNDER, das Longplayer-Debüt von Driver. Ihm zur Seite stehen Roy Z. (Gitarre), Reynold `Butch´ Carlson (Schlagzeug), Ed Roth (Keyboard) und Aaron Samson (Bass).
Beim Opening-Intro "Titans of Speed" wird mit sehr energetischem Riffing und passender Drums-Begleitung musikalisch ziemlich authentisch ein Autorennen im Upper-PS-Bereich umgesetzt.
"I´m a Warrior", ein Song der auf der Demo noch "Warrior" hieß, überzeugt danach mit einer sehr eingängigen Hookline und emotionalem Refrain, den Rob mit seinem warmen Timbre schön ausreizen kann. Leichte Assoziationen zu den US-Hardrockern namens Warrior überkommen mich bei diesem Track, denn gewisse Ähnlichkeiten zu derem Alltime-Hit "Fighting for the Earth" sind nicht ganz zu verleugnen. Meines Wissens war Rob Rock auch dort mal als Sänger aktiv.
Ein weiterer Song der legendären Demo, "Fly away", kommt mit kräftigerem Groove und tiefergestimmter Gitarre. Es ist ein ganz passabler Rocker, der aber nicht das Ohrwurmpotential seines Vorgängers hat.
Mit unheimlich druckvollem Gitarrenspiel und ebenso dynamischen Rhythmus folgt "Hearts on Fire", ein weiterer EP-Klassiker. Der Gesang und der Refrain können sich aber gegen diese Instrumentalgewalt leider kaum behaupten. Hier wurde ganz klar Potential verschenkt.
Der Titeltrack "Sons of Thunder" ist ein knackiger Up-Tempo-Track mit sehr intensivem Refrain und Riffwänden, die alles plätten, was sich ihnen in den Weg stellt. Was spielen Driver? Hard Rock? Dieser Song grenzt an Speed Metal in bester Manier.
Bei der ziemlich melodischen und atmosphärischen Nummer "Never give up" wird der Aufbau von sehr intelligenten Licks begleitet, die dem Stück eine eigene Note aufdrücken.
Apropos atmosphärisch: Das trifft auf die Ballade "Change of Heart" noch mehr zu. Hier wird ordentlich Schmalz zerbraten, aber mit einem schönen, emotionalen Refrain kann der Song durchaus glänzen.
Ein tieftönendes Riff bringt erstmal die richtige Assoziation zum Titel "Dark World"mit sich. Doch auch dieser wird mit zunehmender Spieldauer stimmungsvoller und heiterer und der gelungene Refrain kann ordentlich punkten.
"Winds of March" kommt mit melodischem Gesangsaufbau und wummernden Bassläufen. Leider kann der Refrain nicht mit derselben Klasse aufwarten und geht etwas unter .
"Only Love can save me now" stammt ebenfalls von der 90er-Demo. Man hört dem Hardrock-Track mit der leicht nostalgischen Note seine frühere Entstehung beim Songwriting schon an, dennoch soll das nicht bedeuten, dass er den anderen Stücken in irgendetwas nachsteht.
Mit "Tears that I cry" folgt ein Hardrocker mit recht simplem Konstrukt, aber starkem Refrain und hervorragendem Lead-Solo.
Zum Abschluss wird bei der Ballade "I believe in Love" nochmal ordentlich geschmachtet. Dies ist übrigens der fünfte und letzte Track aus der legendären Demo.
Fazit: Das kleine Ärgernis über die neuerdings zu früh ausgefadeten Songs bzw. den gekürzten Versionen der Orginalsongs auf der Promo, soll sich hier nicht in meiner Bewertung niederschlagen. Die wiederauferstandenen Driver liefern ein sehr ordentliches Hardrock-Album ab. Die Kompositionen klingen wie aus einem Guss, obwohl manche schon fast zwei Dekaden auf dem Buckel haben. SONS OF THUNDER ist abwechslungsreich und schöpft die Möglichkeiten des Genres ordentlich aus. In Sachen Songwriting hätte bei zwei, drei Tracks noch ein wenig gefeilt werden müssen, aber im Großen und Ganzen ist die kompositorische Seite schon in Ordnung.
An der Leistung der Musiker gibt es dafür gar nichts auszusetzen. Sogar die Rhythmustruppe darf manchmal glänzen, was sonst eher selten der Fall ist. Die Leistungen von Roy Z. an der Gitarre und Sänger Rob Rock ist natürlich allererste Sahne. Das Keyboard hat wenig Möglichkeiten, sich zu präsentieren, was aber an der Ausrichtung der Stücke liegt.
Ich will hoffen, dass diese Reaktivierung von Driver kein Einzelfall war, denn die Band kann den Hardrock-Markt auf jeden Fall bereichern. |
Anspieltipps:
| | "I´m a Warrior", "Sons of Thunder" und "Dark World" sind die herausragenden Tracks dieses Albums. |
Tipp:
| | SONS OF THUNDER beinhaltet vielfältigen Hardrock und dürfte die entsprechenden Anhänger des Genres sicherlich ansprechen. |
Titel-Liste:
| | - Titans of Speed
- I'm a Warrior
- Fly away
- Hearts on Fire
- Sons of Thunder
- Never give up
- Change of Heart
- Dark World
- Winds of March
- Only Love can save me now
- Tears that I cry
- I believe in Love
|
Laufzeit:
| | 43:50 Min. (gekürzte Promo) |
Band-Infos:
| | www.robrock.com  |
Probehören und Kaufen:
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