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Review: Edge of Serenity |
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Album:
| | THE CHAOS THEORY, 2009, Romulus X |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 10.05.2009 |
Review:
| | Es war einmal ein niederländischer Kapitän namens Wietze Halma, der befuhr unter dem Segel von Edge of Anger die blauen Weiten um mit seinem ersten Offizier Henk ter Heegde neue Metal-Welten zu erobern. Der erste Schlüssel zum Erfolg sollte dabei das im Oktober 2007 veröffentlichte noch inoffizielle Album DYING ILLUSION sein. Das Unternehmen gestaltete sich schwieriger als erwartet und so heuerten zwei weitere Seeleute auf dem Edge of Anger-Schiff an. Es waren die beiden Gitarristen Jaco Dekker und Noud Smeets, die dem Kapitän und ersten Offizier Entlastung verschafften, sodass sich Wietze von nun an nur noch um Mikro und Bass kümmerte, während sich Henk hinter die Schießbude quetschte.
Neue Mannschaft neuer Versuch und so begeben sich die Jungs ins Studio, um das Debüt THE CHAOS THEORY unter Dach und Fach zu bringen. Was jetzt noch folgte, war ein neuer Name für das Schiff, das von nun an unter dem Namen Edge of Serenity den anderen Seefahrern das Fürchten lehren sollte.
Als Bewaffnung entschied man sich schon frühzeitig für eine ungewöhnliche bis dato recht seltene Mischung aus melodischem Metal-Pulver, welches mit einer mehr oder weniger großen Menge an Death und Black-Schrapnellen durchsetzt war. Gänzlich zur Verwirrung sollten die ständigen Wechsel zwischen Growls und Clean-Voice führen. Ob die Rechnung aufgeht, wird der Test zeigen.
Der Opener "Inside" lässt nur im aller ersten Moment noch keine Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf zu, aber spätestens mit dem Einsetzen der tiefen Growls beginnt der flotte Ritt quer durch die Death und Melodic Metal-Gräben. Lediglich die jeweilige Stimme lässt dabei Rückschlüsse zu, auf welcher Seite des Grabens man sich gerade befindet.
Gleiches Strickmuster aber deutlich mehr Groove im Gepäck hat das anschließende "Sign of Chaos" und setzt sich im Wesentlichen zusammen aus langsamem Groove mit Growls, hohem Tempo mit Growls und Clean Voice mit hohem Melodic-Anteil.
Symphonischer Start, von "Dying Illusion" der recht bald auf die Melodic Spur einbiegt. Growls und Tempoverschärfungen werden immer wieder durchsetzt mit Clean Voices und zuckersüßem Ohrwurm-Refrain. In jedem Fall gewöhnungsbedürftig, denn ist es nun Death oder Melodic? Eigentlich ist das ganz egal, denn im Gesamtkonzept macht es tierisch Laune, außer vielleicht den Puritanern der jeweiligen Fraktion.
Sie können aber auch Moll, so bei "Layers of Evolution", das überwiegend in tiefen depressiven Tonlagen agiert und die tiefen Growls kaum noch durch Clean-Voice-Passagen besänftigt werden können. Es weht dabei fast ein Hauch von Black Metal durch die Strophen.
"Born to fall apart" kann vom ersten Moment an überraschen, aber auch überzeugen. Grund dafür ist der Gastauftritt von Judith Stüber, die dem recht druckvollen Song einen leichten leichten Gothic-Einschlag verleiht.
Und weiter geht es mit den Gästen. Für "Endless Brutality" darf Tony J.J. ans Mikro, der u.a. auch bei den Thrashern von Icon In Me seine Brötchen verdient. Diesmal regieren gemächliche wuchtige Rhythmen, die immer wieder von Zwischenspurts gejagt werden.
Klar, nach so viel Gediegenheit muss die Abrissbirne her und "How much can you take" ist dabei das richtige Rezept, welches durchaus auch aus der Feder von Children of Bodom stammen könnte - Melodik gepaart mit Brutalität und hohem Tempo.
Beim melodisch groovenden "Words from within" hat man sich diesmal die Growls gespart und auf Verzerrung und Clean gesetzt. Nicht schlecht für Zwischendurch, wäre aber nicht wirklich nötig gewesen.
"The downward Spiral" holt die vermissten Growls sofort nach und wartet sogar mit einem Duett von Growl und Clean-Voice auf. Unterstützt werden sie dabei von recht dominanten tief gestimmten Gitarren, die neben dem Drummer den Hauptteil des Songs bestreiten.
So schnell vergeht die Zeit, wenn die Musik nur interessant genug ist und so eröffnet Gewitterstimmung "Save my Day", die letzte Runde des Albums. Edge of Serenity haben beschlossen, ihren Erstling mit symphonisch angehauchten Melodic Metal zu beschließen und diesmal die Growls in der Schublade zu lassen. Geht in Ordnung, finde ich persönlich aber fast etwas schade.
Fazit: Für das nun offizielle Debüt haben die Niederländer nichts anbrennen lassen und ein durchaus beachtliches Album abgeliefert. Auch wenn noch etwas Luft nach oben frei ist, so kann man das Experiment, schnelle Death Metal Rhythmen und aggressive Growls mit hochgradig melodischem Metal zu vereinen, als gelungen betrachten. Festlegen darf man die Band dadurch aber noch lange nicht. Allzu oft beweisen sie Stiloffenheit durch Gothic, Symphonic oder Black-Einflüsse, die perfekt integriert wurden. |
Tipp:
| | Alle, die Wert auf Melodik legen, es aber dabei gerne hart mögen, so wie uns die Finnen Children of Bodom schon seit Jahren vorführen, der sollte hier unbedingt näher hinhören. |
Titel-Liste:
| | - Inside
- Sign of Chaos
- Dying Illusion
- Layers of Evolution
- Born to fall apart
- Endless Brutality
- How much can you take
- Words from within
- The downward Spiral
- Save my Day
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.edgeofserenity.com  |
Probehören und Kaufen:
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