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Review: Elevener |
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Album:
| | SYMMETRY IN MOTION, 2011, AOR Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | V.R., 09.06.2011 |
Review:
| | Endlich eine richtige Band! So lautet das Motto für die inzwischen zum Quintett angewachsene Schwedentruppe namens Elevener im Jahr 2011. 2008, zu Zeiten des Debüts, agierte man nämlich noch zu zweit, was das eine oder andere Problem mit sich brachte. Doch sämtliche Unstimmigkeiten gehören der Vergangenheit an und mit Pierre Wensberg befindet sich nun auch ein professioneller Sänger in den Reihen von Elevener. Musikalisch hat sich dagegen wenig geändert. Noch immer hat sich die Band dem typisch amerikanisch geprägten AOR verschrieben, noch immer können solche Namen wie Survivor, Asia, Trust oder White Lion als große Vorbilder genannt werden. Die eigentliche Frage ist dagegen, ob Elevener nach dem zwar ordentlichen, aber insgesamt doch eher unauffälligen Erstlingswerk WHEN KALEIDOSCOPES COLLIDE mit ihrem neuen Album SYMMETRY IN MOTION inzwischen auch das hohe Niveau ihrer Vorbilder erreichen können.
Geht man erst mal nach der Qualität des Openers, dann kann man die Eingangsfrage eindeutig mit einem ‚ja’ beantworten, denn der abwechslungsreiche Midtemporocker "Just as I thought" wird allen Ansprüchen gerecht und kann qualitativ durchaus mit Songs von Bands wie Journey oder Survivor gleichziehen. Elevener bieten hier fröhlichen, entspannten AOR der Oberklasse, nicht mehr und nicht weniger. Der Song ist zwar alles andere als innovativ, doch das ändert nichts daran, dass die dargebotene Musik sich wunderbar im Ohr einschmeichelt und sofort positive Erinnerungen an die 80er Jahre weckt, eine Zeit also, in der diese Musikrichtung mal richtig angesagt war.
Auch das etwas schnellere "Hypnotized" geht gut ins Ohr und kann mit seinem Ohrwurmrefrain sofort die Sympathien auf sich ziehen. Besser hätten Styx und Konsorten das auch nicht hinbekommen.
Etwas ruhiger, aber keinesfalls schlechter, gehen Elevener die Sache bei "Written in your Eyes" an. Auch hier stehen die zuckersüßen Melodien im Vordergrund, und von diesen kann der Song wahrlich eine ganze Menge anbieten. Dem einen oder anderen mag das kitschig anmuten, doch wer auf gut gemachten Melodic Rock steht, der wird Songs wie diesen definitiv lieben.
Zeit für besinnliche Klänge, denn nun folgt mit "Dare to love" die erste Ballade des Albums. Diese ist allerdings ziemlich kitschig und belanglos ausgefallen und vermag nicht gerade, Begeisterungsstürme zu entfesseln.
Glücklicherweise ist der flotte Fun-Rocker "Never would I" dann aber schon wieder deutlich stärker und auch interessanter als der letzte Titel und lädt mit seinem schönen Refrain geradezu zum Mitsingen ein.
Doch mit "Heal me" folgt schon wieder die nächste Ballade auf dem Fuße und auch diese ist ziemlich schwach geworden. Ruhige Songs scheinen nicht gerade die Stärke von Elevener zu sein, denn dabei driften sie einfach zu sehr in die Belanglosigkeit ab.
"Cage of broken Dreams" ist dann ein überraschend poppiger Midtemposong, welcher vor 25 Jahren sicher durchaus Chartschancen gehabt hätte. Der Titel geht sofort ins Ohr, halt allerdings eine eher geringe Langzeitwirkung und ist somit im Bereich des guten Mittelmaßes einzuordnen.
Weiter geht es mit dem härtesten Song des Albums. "Tearing me down" darf man schon guten Gewissens als Hard Rock bezeichnen. Auch in diesem Bereich machen Elevener eine sehr gute Figur und liefern hier einen weiteren sehr starken Titel ab, der sich live sicher zu einer richtigen Granate entwickeln könnte.
Mit "For the Times we share" hat es dann auch noch eine qualitativ durchaus annehmbare Ballade aufs Album geschafft. Zwar ist der Kitschfaktor auch hier sehr hoch ausgefallen, stärker als die anderen beiden ruhigen Lieder der Platte ist der Song aber allemal.
Richtig hochklassig wird es dann aber beim nächsten Titel, welcher den Namen "You got what it takes" trägt. Hier bündeln Elevener alle ihre Stärken und liefern einen ohwurmlastigen Melodic Rock-Song ab, welcher auch Bands wie Trust oder Survivor super zu Gesicht stehen würde. Hier haben wir es definitiv mit einem der stärksten Songs der Platte zu tun.
Und auch der krönende Abschluß ist als gelungen zu bezeichnen, denn das flotte "Modern Times" geht mit seinen Orgeleinlagen sehr gut ins Ohr und stellt den wunderbaren Ausklang eines insgesamt durchaus überdurchschnittlichen Melodic Rock-Albums dar.
Fazit: Operation gelungen – Patient quicklebendig. SYMMETRY IN MOTION ist eine ganze Ecke stärker ausgefallen als das Debüt-Album WHEN KALEIDOSCOPES COLLIDE. Die Banderweiterung auf fünf Mitglieder hat Elevener also sehr gut getan, insbesondere das sehr angenehme Gesangsorgan des Neusängers Pierre Wensberg ist hier positiv hervorzuheben. Viele der Songs sind sehr stark ausgefallen und erreichen das Niveau der großen Bands des Melodic Rocks. Auch mit seinem schönen Plattencover kann das Album einen weiteren Pluspunkt sammeln, obwohl oder gerade weil man gar nicht genau erkennen kann, was es eigentlich darstellen soll. Ganz ohne Schwächen kommt das Album jedoch leider nicht aus, denn im Mittelteil der Platte haben sich gleich mehrere eher belanglose, teils sogar richtig langweilige Lieder eingeschlichen. Zudem scheinen Balladen generell nicht gerade die Stärke der Band zu sein, da sie bei solchen Liedern recht schnell in tiefste Kitschbereiche abdriften. Das wäre es dann aber auch schon mit Kritik, ansonsten erwartet den Hörer hier ein gutes bis sehr gutes Melodic Rock-Album, das jedem Fan dieser Musikrichtung durchaus ans Herz gelegt werden kann. |
Anspieltipps:
| | "Just as I thought", "Hypnotized", "Written in your Eyes," "Tearing me down", "You got what it takes". |
Tipp:
| | Fans von Survivor, Trust, Foreigner, Styx, Journey oder Toto werden sicher auch an Elevener Gefallen finden, da sie qualitativ zumindest stellenweise auf dem gleichen Level anzuordnen sind. |
Titel-Liste:
| | - Just as I thought
- Hypnotized
- Written in your Eyes
- Dare to love
- Never would I
- Heal me
- Cage of broken Dreams
- Tearing me down
- For the Times we share
- You got what it takes
- Modern Times
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.elevener.com  |
Probehören und Kaufen:
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