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Review: Empires Of Eden |
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Album:
| | REBORN IN FIRE, 2010, 7Hard |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | U.B., 14.07.2010 |
Review:
| | Nach dem Ausscheiden aus der australischen Band Dungeon suchte sich Gitarrist Stu Marshall ein neues musikalisches Betätigungsfeld mit dem Projekt Empires Of Eden. Nach dem ersten Album SONGS OF WAR AND VENGEANCE steht nun das zweite in den Startlöchern und hört auf den Namen REBORN IN FIRE. Ob die Platte wie Phönix aus der Asche oder nur wie ein verkohltes Grillhähnchen erscheint, dass soll dieses Review klären. Stu Marshall spielt nicht nur alle Gitarren und Bass, ist verantwortlich für die Orchestrierung, zeichnet als Produzent und übernahm die Aufnahmeleitung, Mix und Mastering. Wahrhaft eine Tour de Force für den Saitenhexer aus Down Under. Doch dieses Engagement hat sich gelohnt, soviel vorweg. Nicht weniger als acht Sänger hat Marshall verpflichtet und erinnert mit seinem Projekt des Öfteren an Tobias Sammets Avantasia. Bei Dungeon steuerte Marschall damals neben der Gitarre auch noch Vocals bei, darauf verzichtet er hier.
Auf "Of Light and Shadows" erwartet uns flotter Melodic Power Metal, eine Nummer die auch von Primal Fear stammen könnte. Mike Viscera (Loudness, Yngwie Malmsteen) übernahm das Mikro und macht seine Sache gut. Mit viel Vibrato bei den hohen Tönen passt seine Stimme ausgezeichnet zu der melodiösen und kraftvollen Nummer. Die stampfenden Drums werden von Jason "Jasix" Manewell gespielt. Marshall überzeugt mit virtuosem Gitarrenspiel und wieselflinken Shreddersoli.
Wie beim Vorgänger hat Marshall den Song "Enter the Storm" dem Sänger, in diesem Fall Louie Gorgievski (Crimsonfire), auf den Leib geschneidert. Seine Stimme gleicht der von Vescera, auch er hat ein schönes Tremolo wie man es von Bruce Dickinson kennt. Die Melodie ist schnell und geht gut ins Ohr. Ein Melodic Power Metal Song der mit bis zu drei Gitarren glänzt und bei dem ein Keyboard stellenweise aufblitzt.
"Total Devastation" beginnt orchestral bevor Sean Peck seine Stimmbänder wie von seiner Band Cage gewohnt aggressiv einsetzt. Er singt und schreit sich mit viel Leidenschaft durch den Track der ein gehöriges Maß an Härte besitzt. Bei mir kam sofort der Gedanke an Judas Priest. Drums und Gitarren liefern das volle Brett, das Tempo legt zum Ende hin noch zu und Marshall lässt es sich nicht nehmen seine Flitzefinger über den Gitarrenhals zu wirbeln.
"Prognatus ut Obscurum" glänzt mit dem Timbre von Zak Stevens. Stevens gefiel mir schon immer besser als Jon Oliva bei Savatage. Das Stück legt los mit wahren Monsterriffs. Das Tempo ist etwas gezügelter als zuvor und doch strotzt der Song nur so vor Kraft. In einem ruhigen Abschnitt gibt das Orchester ein Zwischenspiel um anschließend von flirrenden Gitarrensoli nur so hinweg gefegt zu werden.
Beim Titelstück "Reborn in Fire" werden gleich zwei Sänger aufgeboten. Chris Ninni und Mike Zoias haben ihren Auftritt im Duett und absolvieren ihre Aufgabe mit Bravour. Das Stück ist eine Halbballade, das gezügelte Tempo bringt die schöne Melodie besonders zur Geltung. Ein kluger Schachzug hier das Gaspedal etwas zu lupfen.
Nach dieser kleinen Verschnaufpause geht "Beyond Daybreak" aber wieder in die Vollen. Das Orchester wehrt sich verzweifelt gegen ein Drumgewitter. Da gibt es heulende Gitarren mit allerlei Effekten und mit Hall unterlegt. Marshall lässt die Finger auf dem Griffbrett fliegen und bearbeitet die Saiten mit irrwitzig schnellem Picking. Steve Grimmett (Grim Reaper, Onslaught, Lionsheart) darf als Vokalist ran und reiht sich nahtlos ein in die Riege der guten Sänger.
"Death Machine", bei dem Titel darf man schon einen Hammer erwarten und wird nicht enttäuscht. Louie Georgievski übernimmt erneut das Mikro. Die fräsenden Gitarren und harten Drums gehen in Richtung Paragon die ähnlich brachial aufspielen. Die Gitarren dominieren das Geschehen und stechen aus dem Getöse mit mehreren Soli hervor.
"Searching within", abermals mit Georgievski ist nicht weniger intensiv. Die leidenschaftlich vorgetragenen Vocals gehen unter die Haut. Songwriting und Gitarren, alles mehr als im grünen Bereich.
Nach so viel kompromissloser Power lässt "Rising" Zeit zum Luftholen. Nach gesprochenem Intro ist der Gesang von Carlos Zema (Outworld) eher verhalten doch mit einigen fulminanten Energieausbrüchen in der Stimme. Ich höre an mehreren Stellen eindeutig zwei Sänger. Sollte Stu Marshall hier doch noch unterstützend eingegriffen haben. Das Promo Blatt gibt leider keine Info. Das Tempo ist spürbar langsamer als bisher gewohnt. Die Orchesterbegleitung ist dezent. Ein toller Song, mitreißend und gefühlvoll, was will man mehr zum Abschluss.
Fazit: So muss Melodic Power Metal klingen. Stu Marschall begeistert nicht nur mit gekonntem Gitarrenspiel und klasse Songwriting, er versteht es auch die einzelnen Songs genau auf den jeweiligen Sänger abzustimmen. Außerdem gelingt ihm der Spagat zwischen Härte und Eingängigkeit. Die Songs sind alle von hohem Niveau auch wenn musikalisch das Rad nicht neu erfunden wurde. Durch acht verschiedene Sänger ist für Abwechslung gesorgt und das ist gut so, sind einige Stücke vom Aufbau doch ähnlich. Das 30 köpfige Orchester dient als dezenter Untermalung, um nicht zu sagen führt ein Schattendasein. Symphonic Metal darf man hier nicht erwarten dafür agieren Gitarren und Drums zu mächtig. Ein rundum prima Album bei dem die Spielzeit ruhig etwas länger hätte sein dürfen. |
Anspieltipps:
| | Das gesamte Album ist durchgängig gut. Zu meinen Favoriten gehören: "Enter the Storm", "Prognatus ut Obscurum", "Reborn in Fire" und "Searching within". |
Tipp:
| | Wer auf Dreamtide, Vanishing Point, Heavenly, Black Majesty oder eben Avantasia steht sollte sich REBORN IN FIRE nicht entgehen lassen. Der sehr melodisch und kraftvolle Power Metal aus dem Känguru-Land weiß zu gefallen. |
Titel-Liste:
| | - Of Light and Shadows
- Enter the Storm
- Total Devastation
- Prognatus ut Obscurum
- Reborn in Fire
- Beyond Daybreak
- Death Machine
- Searching within
- Rising
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/empiresofeden  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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