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Review: Enforcer |
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Album:
| | INTO THE NIGHT, 2008, Heavy Artillery |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 10.09.2010 |
Review:
| | Mit dem Speed Metal ist das ja so eine Sache. Eigentlich war das Genre, das sich Anfang der 80er als Unterart des traditionellen Heavy Metal entwickelte, bereits so gut wie tot. Es hatte sich größtenteils in die energievollere, aggressive Variante namens Thrash Metal und die stimmungsvoll-melodische Version, den Power Metal, aufgespalten.
Einige Bands halten die ursprüngliche Form des Speed Metal aber bis heute hoch, und in letzter Zeit entdecken auch junge Nachwuchsbands dieses Genre für sich wieder neu. Auch die junge schwedische Band Enforcer frönt dieser Spielart, zu deren Hochzeit die Mitglieder sicherlich noch nicht mal geboren waren. INTO THE NIGHT ist das Debüt-Album der Skandinavier.
Nach dem Einlegen der CD ist der Blick auf die Spielzeitanzeige erstmal ernüchternd: magere 35:08 Minuten. Dafür entschädigen Enforcer recht schnell mit einem ziemlich energievollen Auftritt. Der Old-School-Speed-Metal kommt wirklich authentisch rüber. Der Sound wirkt ein bisschen rumpelig und hektisch wie bei Raven zu ihren Anfangszeiten, was aber sicherlich gewollt ist, um die Zeitreise noch realistischer zu gestalten.
Kompositorisch erschaffen Enforcer keine technischen Wunder, aber das war das Genre auch noch nie. Es geht um Power, Tempo, Geradlinigkeit und Musik, bei der man mitrocken und headbangen kann und die flott in die Gehörgänge geht. Und all diese Aspekte erfüllt INTO THE NIGHT auch.
Man braucht hier weder großartig spezifische Anspieltipps hervorzuheben oder einzelne Songs auseinander zu analysieren. Denn im Grunde wird das Schema immer beibehalten. Ein schnelles, straightes und kraftvolles Konstrukt mündet in einen gut heraus gearbeiteten Höhepunkt. Danach beginnt der Aufbau von Neuem. Bei mehr oder minder langen Soli zeigen die Gitarristen ihr Können, aber im Grunde können sich alle Musiker auszeichnen, schon alleine dadurch, dass sie die Mucke so authentisch wiedergeben bzw. wiederauferstehen lassen.
In Sachen Melodien haben Enforcer einige schöne Eisen im Feuer, und die Refrains sind in der Regel hervorragend zum mitgrölen geeignet. Überhaupt komponieren die Schweden durchgehend auf einem guten bis sehr guten Niveau. Wenn auch teilweise Songs ein wenig ähnlich anmuten, wird man von der Energie trotzdem förmlich mitgerissen. Ein Lob verdient sich auch Sänger und Bandleader Olof Wikstrand, dessen halbhohes Organ an Ausdruckskraft und Variabilität locker bei den NWoBHM-Heroen mithalten kann. Und die im Genre gerne gebrauchten Screams (nicht mit Black-Metal-Screams verwechseln!) sind ebenfalls kein Problem für ihn.
Der längste Song "City Lights" (knapp sechs Minuten) ist übrigens ein Instrumental, und selbst da gelingt es Enforcer, durch gelungene Arrangements, kluge Übergänge und starke Melodielinien den Hörer bei Laune zu halten.
Fazit: Ein etwas kurzer, aber dafür um so gelungener Einstand der schwedischen Newcomer. Genauso hört sich guter Speed Metal an. Enforcer machen auf INTO THE NIGHT vieles richtig, und werden bei Old-School-Fans gut ankommen. Von der Authentizität der Musik bin ich aber sehr angetan. Und wenn sie vielleicht noch einen Hauch mehr Abwechslung im Songwriting unterbringen, könnte das nächste Mal sogar eine noch bessere Wertung raus springen. |
Anspieltipps:
| | Das gesamte Album ist praktisch durchgehend gleich gut. Bei mir gingen aber "Black Angel", "Into the Night", "On the Loose" und "Scream of the Savage" am schnellsten ins Ohr. |
Tipp:
| | INTO THE NIGHT ist "Old-schooled as fuck". Wer sich für die 80er interessiert, sollte das Album antesten. |
Titel-Liste:
| | - Black Angel
- Mistress from Hell
- Into the Night
- Speed Queen
- On the Loose
- City Lights
- Scream of the Savage
- Curse the Light
- Evil Attacker
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/enforcerswe  |
Probehören und Kaufen:
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